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Bürger wollen ein Restaurant im Dorf

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94 von 591 Haushalte von Tentlingen haben letzten Frühling an der Befragung des Gemeinderats teilgenommen. Was mit der einen Frage über das Sternen-Areal begonnen hatte, endete mit 70 weiteren Fragen: Die Gemeinde Tentlingen wollte die Meinung ihrer rund 1300 Bürgerinnen und Bürger wissen (die FN berichteten). Die Fragen haben sich beispielsweise auf die Kommunikation des Gemeinderates, die Infrastruktur für Sport und Freizeit oder das Angebot für pflegebedürftige Personen bezogen.

Gehofft, aber nicht frustriert

Die Tatsache, dass nur knapp 16 Prozent der Haushalte an der Einwohnerbefragung teilgenommen haben, frustriere sie nicht, sagt Gemeinderätin Mirjam Trinchan, Initiantin der Umfrage. «Es ist halt einfach so.» Auch an den Gemeindeversammlungen würden in der Regel nicht so viele Leute teilnehmen. Deshalb verwundere es nicht, dass auch das Echo auf die Umfrage gering ausgefallen sei. «Es wäre trotzdem schön gewesen, wenn uns mehr Leute ihre Ansicht über die Gemeinde mitgeteilt hätten.»

Bestätigung erhalten

Trotzdem wolle der Gemeinderat von den rund 100 Meinungen profitieren, sagt Trinchan. Das erste Fazit sei positiv: Viele Bemerkungen und Anregungen der Bürger habe die Gemeindeexekutive bereits auf dem Schirm. «Es ist wie eine Bestätigung, dass uns das Gleiche beschäftigt wie unsere Einwohner.» Dazu gehöre beispielsweise die ausserschulische Betreuung: 18 Prozent der Befragten empfinden sie als ungenügend. Ab Primarschulalter bestehe definitiv eine Lücke, sagt Trinchan. Währenddessen wird das Angebot auf Ebene Kindertagesstätte mehrheitlich als gut empfunden: Tentlingen ist eine von vier Trägergemeinden der Kita Ärgera-Zwärg. Diese Angebote sehen junge Familien als Standortvorteil an, ist die Gemeinderätin überzeugt.

Bei einem weiteren Punkt sind sich fast alle Befragten einig: 92 Prozent wollen, dass in Zukunft auf dem Sternenareal im Dorfkern weiterhin ein Restaurant steht. «Wir haben weder eine Kirche noch einen Fussballplatz, die das Ortsbild prägen. Es liegt den Leuten deshalb umso mehr am Herzen, dass im Dorfkern etwas läuft.» Der Gemeinderat sei deshalb gewillt, in das Sternenareal zu investieren, doch müsse die Gemeindeversammlung zuerst die Richtung festlegen, wie das Sternenareal in Zukunft aussehen soll, sagt Trinchan.

Wenige wollen mitwirken

«Haben Sie Interesse an einem Engagement für die Gemeinde?» – Die Hälfte der Befragten antwortete mit einem klaren Nein auf diese Frage. Wenig Anklang fand auch das Mitwirken im Gemeinderat, in einer politischen Partei oder in der Feuerwehr. «Dass heisst, dass wir einen anderen Weg finden müssen, wie wir die Leute zur Mitarbeit motivieren können», sagt die Gemeinderätin. Es brauche wohl eine Plattform, bei der sich die Leute informieren und melden können, beispielsweise mit spezifischen Informationsanlässen. Es gibt aber auch engagierte Bürgerinnen und Bürger: 30 Prozent haben angegeben, das sie gerne freiwillige Arbeit leisten oder das schon tun würden.

Kommunikation erweitern

Wo der Gemeinderat auch Nachholbedarf habe, sei bei der Kommunikation: Rund 20 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass sie nicht genügend über die laufenden Gemeinderatsgeschäfte informiert werden. «Wir wollen das ändern, weshalb wir uns zuerst rechtlich informieren, was wir wann publizieren dürfen», sagt Trinchan. Diese Vorgehensweise trifft auch auf alle anderen Punkte zu: Der Gemeinderat kläre jeweils ab, wie die Vorschläge und Anregungen zu realisieren sind, und entsprechende Konzepte erstellen. Kommenden Frühling will er der Bevölkerung die Lösungen präsentieren.

«Es ist wie eine Bestätigung, dass uns das Gleiche beschäftigt wie unsere Einwohner.»

Mirjam Trinchan

Tentlinger Gemeinderätin und Initiantin der Befragung

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Den Puls fühlen ist in Mode

Die Gemeinde Tentlingen ist nicht die einzige, die an der Meinung der Bürger interessiert ist. Plaffeien, Schmit­ten und St. Ursen veranstalteten Workshops, an denen die Bürger bei spezifischen Themen wie die Dorfplatzgestaltung und das Leitbild mitreden konnten (die FN berichteten). Die Anlässe waren in allen drei Gemeinden gut besucht, im Gegensatz zur Teilnahme an der Umfrage in Tentlingen. Beim Thema Sternenareal könne sie sich gut vorstellen, dass man mittels Workshops die Bevölkerung besser erreiche, sagt Gemeinderätin Mirjam Trinchan. «Schliesslich entscheidet die Bevölkerung, was mit diesem Areal geschieht.»

jp

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