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Bürglen kämpft weiter um mehr Busse

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Der Freiburger Gemeinderat und die Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF könnten in der nächsten Zeit viel Post erhalten. Der Grund: Die Anwohner von Bürglen sind nicht zufrieden mit dem Angebot des öffentlichen Verkehrs. Da die seit Jahren immer wieder formulierten Gesuche aber nicht fruchten, haben sich die Anwohner etwas anderes überlegt, um auf ihr Problem aufmerksam zu machen: An der Versammlung des Quartiervereins vom Donnerstagabend überreichte Präsident Jean-Frédéric Python dem Vize-Syndic Jean Bourgknecht (CVP) eine Petition mit über 400 Unterschriften; mit allen Kindern umfasst Bürglen etwa 800 Einwohner. Auch erhielt Bourgknecht eine Karikatur. In einer Bildergeschichte zeigt diese einen jungen Mann, der auf den Bus wartet, dann älter wird und die Haare verliert und schliesslich als Skelett endet. Auf dem letzten Bild ist auch der Name der Haltestelle zu sehen: Bourguillon.

Eben diese Karikatur hat die Anwohnerin Franziska Heyna auch auf die Vorderseite von 2000 Postkarten gedruckt, die an den Gemeinderat oder die TPF adressiert sind. Auf der Rückseite können die Bürgler ankreuzen, an welchem Tag und zu welcher Zeit sie denn gerne einen Bus von Freiburg nach Bürglen oder in die Gegenrichtung hätten. «Ich habe mir erlaubt, für Sie eine Karte auszufüllen, für einen Bus um 19.30 Uhr von Freiburg nach Bürglen, der sie pünktlich zu unserer Versammlung gebracht hätte», sagte Heyna zu Bourgknecht. Er war–wegen der fehlenden Verbindung–mit dem Auto gekommen.

 «Wir sind Teil der Stadt»

Die Schliessung der Zähringerbrücke habe das Quartier noch mehr von der Stadt abgeschnitten, sagte Jean-Frédéric Python, der für die CVP im Generalrat sitzt. «Wir hatten gehofft, dass der Gemeinderat uns eine Alternative präsentiert, aber nichts ist geschehen.» So sei das Quartier nur durch Regionalbusse bedient, die Verbindungen insbesondere am Abend und am Wochenende seien sehr schlecht.

«Manche Leute haben das Gefühl, der Gemeinderat könne alles alleine bestimmen. Dies stimmt aber nicht», sagte Bourgknecht. So seien Agglomeration und Kanton für den Fahrplan zuständig. Auch habe sich der Gemeinderat in dieser Sache schon an die Agglomeration gewandt. Diese habe eine zusätzliche städtische Linie abgelehnt und setze eher auf mehr Busse im Regionalverkehr. «Diskussionen für eine Verstärkung der Linie 127 sind im Gang.» Eine Verbesserung dieser Linie, die über Bürglen nach Plaffeien führt, sei ab 2017 zu erwarten.

Diese Antwort passte den Anwesenden nicht. «Seit Jahren hören wir immer wieder dieselben Ausreden–und nichts tut sich», kritisierte eine Frau, und ein Mann meinte: «Wir werden behandelt wie irgendeine Agglogemeinde. Wir sind aber Teil der Stadt.»

 Die Schliessung der Zähringerbrücke habe auch einen Vorteil gebracht, sagte Python. «Die Busse stehen kaum mehr im Stau. Wer über Mittag nach Hause fährt, hat nun mehr Zeit zum Essen.» Dieser an sich positive Effekt habe jedoch einen Nachteil. Auch der Bus um 15.33 Uhr sei ohne Stau sehr schnell an der Haltestelle Tilleul. «Wenn die Kinder nach der Schule dort ankommen, ist der Bus oft schon weg», sagte Python und fragte, ob nicht eine Änderung des Fahrplans möglich wäre. Die Stadt sei nicht für die Fahrzeiten zuständig, antwortete Bourgknecht, stellte aber klar: «Ihr seid nicht die Einzigen, die einzelne Zeiten ändern möchten. Dies ist aber sehr kompliziert.»

 Freiburg bezahle über 64 Prozent des Betrags, den die Agglo für den öffentlichen Verkehr aufwende, sagte Python nach der Versammlung den FN. «Wäre der Wille wirklich da, gäbe es sicher die Möglichkeit, etwas zu ändern.»

Post: Ein Automat für Pakete im Quartier

S eit der Schliessung der Zähringerbrücke müssen die Anwohner von Bürglen einen Umweg in Kauf nehmen, um für das Abholen eines Pakets zu ihrer Post im Burgquartier zu gelangen. Auch seien dort die Parkplätze rar, sagte Jérôme Meyer, Vorstandsmitglied des Quartiervereins Bürglen, am Donnerstag. Eine Lösung für dieses Problem biete der neue Service «My Post 24». Das kostenlose System umfasse einen Automaten – etwa in der Grösse eines Wohnwagens – mit verschiedenen Fächern, in dem die Post die Pakete ablegen kann. Ist ein Paket eingetroffen, erhalten registrierte Kunden per SMS oder E-Mail einen Code, mit dem sie ihr Paket abholen können. Die Post sei nun daran, verschiedene Städte zu kontaktieren. «Ich hoffe, Sie werden ein gutes Wort für uns einlegen», sagte Meyer zu Vize-Syndic Jean Bourgknecht. «Die Idee scheint mir sehr interessant zu sein», antwortete dieser. rb

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