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Bykows goldener Penaltyschuss

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Autor: Kurt Ming

Was lange währt, wird endlich gut, oder stetes Tropfen höhlt den Stein, lauten alte Sprichwörter. Nach diesem Motto trat Gottéron bei seinem zweiten Saisonauftritt im Südzipfel der Schweiz auf. Brady Murrays Führungstor aus der 13. Minute hatte in der spärlich besetzten Resega über eine halbe Stunde standgehalten, ehe Caryl Neuenschwander mit einem harten, aber nicht besonders präzisen Schrägschuss Mitte des letzten Abschnitts endlich der verdiente Ausgleich gelang.

Die Abwehr als Pluspunkt

Es war dies der einzige Fehler von Goalie David Aebischer, der am Morgen Vater eines gesunden Sohnes mit dem hebräischen Namen Naom geworden war. Die Penaltylotterie gewannen dann die Gäste dank zwei Treffern von Law und Bykow.

Auf Seiten der Luganesi konnte einzig Murray Keeper Caron bezwingen. Der Kanadier, der eigentlich Penaltyschiessen hasst wie der Teufel das Weihwasser, zeigte sich auch an diesem Abend einmal mehr von seiner besten Seite. Nebst den gewonnenen fünf Zählern an diesem erneut erfolgreichen Wochenende war Coach Serge Pelletier vor allem auf seine zuletzt optimal spielende Abwehr stolz.

Die achtköpfige Hintermannschaft des HCF könnte sich in den immer näher rückenden Playoffs als eine der besten Trumpfkarten des Teams entpuppen. Denn ein weiteres Sportsprichwort lautet ja bekanntlich: Im Angriff gewinnt man Spiele, in der Abwehr Meisterschaften. Und träumen dürfen die Drachen und die erstaunlich vielen mitgereisten Fans nach den letzten Erfolgen alleweil. Luganos neuer Coach Hannu Virta traut den Freiburgern jedenfalls in den nächsten Wochen noch allerhand zu.

Fehlende Topskorer

Um es vorwegzunehmen: Lugano – Gottéron war diesmal alles andere als eine für die Zuschauer attraktive Partie. «Defense first» lautete die Parole auf beiden Seiten. Vielleicht auch deshalb, weil in beiden Lagern die Topskorer verletzungshalber fehlten. Luganos Offensivverteidiger Petteri Nummelin musste mit muskulären Problemen passen, bei Freiburg fehlte Goldhelm Julien Sprunger zum zweiten Mal in Folge. Der Flügelstürmer soll laut Coach Pelletier allerdings bis zum nächsten Heimspiel am kommenden Samstag gegen Biel wieder einsatzfähig sein.

Um die Verletzung des Internationalen werden klubintern jedoch Geheimnisse gemacht, einige sprechen von einer Verletzung im oberen Rückenbereich, andere von einer erneuten leichten Hirnerschütterung. Zu allem Überfluss fiel nach fünf Mnuten beim Heimklub mit Domenichelli ein weiterer gefährlicher Skorer aus; der Kanadier, der kurz vor der Einbürgerung steht, konnte einem nicht geahndeten Check von Wirz nicht mehr ausweichen und musste mit Knieproblemen frühzeitig in die Kabinen.

Spannende Schlussphase

Den beiden guten Torhütern war es hauptsächlich zu verdanken, dass der Match bis in die Schlussphase hinein spannend verlief. Aebischer hatte vorweg im ersten Drittel gegen Plüss zweimal mirakulös gehalten, benötigte dann aber in einigen Phasen auch das Glück des Tüchtigen. In der 7. Minute zischte ein Schuss von Geoffrey Vauclair an den hinteren Pfosten.

Bei einem der wenigen Überzahlspiele im letzten Drittel brachte zudem Kirby Law die Scheibe aus wenigen Metern nicht im leeren Tor unter. Der Flügelstürmer, der erneut den Vorzug vor Mowers erhalten hatte, machte seinen Lapsus mit dem verwerteten Penalty ein paar Minuten später wieder wett.

Gottéron spielbestimmend

Aber auch Lugano hatte noch die eine oder andere Chance, den Match für sich zu entscheiden. Kurz nach Spielhälfte stoppte Caron den allein auf ihn losziehenden Näser, und in der Verlängerung konnte der sechsfache Schweizermeister über eine Minute lang mit vier gegen drei Feldspielern agieren. Schiri Stricker, der ja schon am Vorabend das Gottéronspiel geleitet hatte, schickte Jeannin für ein Foul hinaus, wenige Sekunden zuvor hatte die Luganeser Abwehr ihren letztjährigen Captain bei einem Vorstoss ohne Strafe von den Beinen geholt.

Im fälligen Penaltyschiessen behielten dann die Freiburger mit zwei gegen ein Tor das bessere Ende für sich. Für Pelletier war das zuletzt erworbene Selbstvertrauen ein Hauptpunkt für die Nervenstärke seiner Truppe in der Kurzentscheidung. Allerdings hatte zuvor seine Mannschaft die zwei Punkte redlich verdient. Im Gegensatz zu vielen Spielen in den letzten Jahren machte nämlich der HCF diesmal mehrheitlich die Musik. Dies auch, weil dem Gegner laut Hannu Virta mit Nummelin vorweg im Powerplay die spielbestimmende Figur fehlte.

Caryl Neuenschwander: Weiter hart arbeiten

Mann des Wochenendes im Team der Drachen war nebst Goalie Caron vorweg Doppeltorschütze Caryl Neuenschwander mit zwei Mouchen in 48 Stunden. Zusammen mit Wirz und Meunier bildet er zurzeit eine der besten Defensivlinien der Liga. «Wenn dann noch eigene Tore dazukommen, umso besser», strahlte der Neuenburger, der ja auf nächste Saison hin zum SCB wechselt. Bis dahin will die Nummer 71 allerdings noch mit seinem jetzigen Team einige Lorbeeren holen: «Wenn wir weiter so hart arbeiten, dann können wir es in dieser Saison noch weit bringen.» Was die Playoff-Chancen betrifft, will Neuenschwander wie sein Coach nur von Spiel zu Spiel schauen: «Wir sind im Moment gut im Schuss, aber es wird auch wieder Niederlagen absetzen. Und je länger eine Erfolgsserie dauert, desto grösser ist die Gefahr einer Niederlage.» Wichtig sei es dann, sofort wieder aufzustehen. Und wie seine Kollegen versteht es Caryl im neuen Jahr ja besonders gut, auf weniger starke Leistungen wieder solche Spiele wie am Wochenende zu zeigen. Und die Bilanz mit fünf von sechs möglichen Punkten gegen zwei Teams, die in der Tabelle vor dem HCF klassiert sind, sei ohnehin sehr gut. Nur mit einem kleinen Lächeln erwähnte übrigens Coach Pelletier zudem die «Schützehilfe» von Langnau und Zug, die am Samstagabend beide ihre Spiele verloren hatten.

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