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Camionneure klagen über unlautere Konkurrenz

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Ein Traktor zieht einen Anhänger, auf dem schwere Betonelemente fixiert sind. «Verboten», sagte Roland ­Goetschi von der Freiburger Kantonspolizei zu einem entsprechenden Bild, das den Freiburger Mitgliedern des Nutzfahrzeugverbands Astag an ihrer Generalversammlung am Mittwoch in Düdingen gezeigt wurde. «Mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen dürfen auf öffentlichen Strassen nur landwirtschaftliche Fahrten durchgeführt werden.»

«Unsere Mitglieder melden immer wieder Verdachtsfälle über solche illegalen Transporte», sagte Peter Krummen, Präsident der Astag-Sektion Freiburg. Der Eindruck entstehe, Bauern dürften sehr viel mehr als Strassentransporteure. Aus diesem Grund hat der Verband für die Generalversammlung Vertreter der Verkehrspolizei eingeladen, um sich erklären zu lassen, für welche Transporte Landwirtschaftsfahrzeuge mit grünen Nummernschildern eingesetzt werden dürfen und welche Transporte verboten sind. «Transporte sind eigentlich nur zwischen Hof, Feld und Wald erlaubt», so ­Goetschi. Wie der Polizeibeamte sagte, sind bei den grünen Nummernschildern Forstbetriebe, Pflanzenbaufirmen, Gärtnereien oder Imkereien den Landwirtschaftsbetrieben gleichgestellt. Die erlaubten Transporte betreffen sowohl Güter als auch Personen.

Aus den Erklärungen Goet­schis ging hervor, dass als landwirtschaftliche Transporte solche vom Produktionsbetrieb bis zum ersten Abnehmer gelten. Zu den erlaubten Gütern zählen unter anderem Futter, Dünger, Maschinen, Hausrat und Baumaterialien, sofern sie landwirtschaftlich genutzt werden. Dazu erwähnte der Polizist ebenfalls Fahrten für Meliorationen oder Güterzusammenlegungen, Verbauungen, Transporte für das Gemeinwesen, sowie Fahrten für Feuerwehr und den Zivilschutz.

Den Ausführungen war aber zu entnehmen, dass Fahrten im Auftrag von Lieferanten oder Abnehmern verboten sind. Mit grünen Schildern dürfen keine gewerbsmässigen Transporte erfolgen. Dafür sind Transportfirmen zuständig.

Sorgenkind «Kabotage»

Ebenfalls ein Thema war der Winterdienst. Gemäss Roland ­Goetschi dürfen Landwirte mit ihren Traktoren nur Winterdienst leisten, wenn für die entsprechenden Strassen keine Firma offeriert hat. Es brauche dann eine Ausnahmebewilligung oder ein blaues oder weisses Nummernschild.

Als eine weitere unerwünschte Konkurrenz zur Transportbranche erwähnte Präsident Krummen die «Kabotage». Dabei handelt es sich um Transportdienstleistungen innerhalb eines Landes durch ausländische Verkehrsunternehmen. Wie Krummen sagte, ist das Phänomen eher in den grenznahen Kantonen verbreitet. «Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir auch in Freiburg ausländische Unternehmen haben, die nationale Transporte durchführen. Wir müssen im Kleinen gegen diesen Wildwuchs ankämpfen.»

«Kabotage ist ein Sorgenkind. Doch das Problem liegt nicht in der Gesetzgebung, sondern bei der Durchsetzung des Verbots», sagte SVP-Nationalrat Adrian Amstutz, Präsident von Astag Schweiz. «Niemand fühlt sich richtig verantwortlich dafür.» Er forderte, dass Kabotage-Fahrzeuge blockiert werden, bis alle Abgaben bezahlt sind. Das Problem betreffe immer öfter auch die Car-Branche.

Ausbildung

Auf die Lehrlinge wartet eine neue Abschlussprüfung

«Als Branche haben wir in der Öffentlichkeit nicht das beste Image», sagte der Präsident von Astag Freiburg, Peter Krummen, an der Generalversammlung. «Wir müssen dies verbessern.» Die Branche müsse den Schwerpunkt noch stärker auf den Berufsnachwuchs legen. So war Astag Freiburg an der Berufswahlmesse «Start» im Forum vertreten, aber Krummen meinte ernüchtert: «Das Interesse an unserem Stand war bescheiden.»

Im vergangenen Jahr haben im Kanton 22 Personen die Lehrabschlussprüfungen als Lastwagenchauffeur in Angriff genommen. Alle 22 bestanden die Fahrprüfung, aber zwei fielen bei der persönlichen Arbeit durch. «Es braucht in den Betrieben eine enge Begleitung», sagte Fabien Dumas, Präsident der Lehrlingskommission. Dumas informierte darüber, dass die praktische Prüfung ab 2017 eine neue Form erhält. Bisher war es so, dass sich die Lastwagen-Lehrlinge an einem zentralen Ort für die Prüfungen einfanden. Neu gehen die Experten für die Prüfungen in die Betriebe, und die Lehrlinge müssen dann richtige Transporte durchführen, inklusive Laden und Entladen sowie Kontakt mit den Kunden. «Der Betrieb kann den Kunden diese Prüfungsfahrten auch fakturieren», so Dumas.

uh

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