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CannaBioland: Jean-Pierre Egger legt erneut Rekurs ein

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Freiburg/Lausanne «Der Fall geht zurück nach Lausanne», kündigt Jean-Pierre Egger an. Das Bundesgericht hatte in der langjährigen CannaBioland-Affäre Ende Mai einen vorläufigen Schlusspunkt gesetzt und das Urteil des Freiburger Kantonsgerichts vom November 2010 gegen Jean-Pierre Egger bestätigt (FN vom 28. Mai).

Er wurde wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer bedingten Freiheitsstrafe von elf Monaten mit einer Probezeit von fünf Jahren verurteilt. Dagegen gelangten sowohl Egger als auch die Freiburger Staatsanwaltschaft ans Bundesgericht. Während Egger argumentierte, dass die lange Dauer des Verfahrens nicht ausreichend berücksichtigt worden sei, forderte die Staatsanwaltschaft eine unbedingte Freiheitsstrafe über elf Monate.

Die Bundesrichter haben beide Beschwerden abgewiesen. Die Freiburger Justiz habe einen gänzlichen Strafverzicht zu Recht abgelehnt. Der langen Verfahrensdauer von nahezu 15 Jahren sei korrekterweise nur mit einer Reduktion des Strafmasses Rechnung getragen worden.

Fünf Jahre Wohlverhalten

Auch die Argumente der Staatsanwaltschaft, dass Egger als unbeirrbarer Kämpfer in Sachen Hanf für die Zukunft keine günstige Prognose gestellt werden könne, waren erfolglos. Laut Bundesgericht wird die behauptete Einsichtslosigkeit Eggers durch sein nunmehr fünf Jahre dauerndes Wohlverhalten relativiert. «Natürlich rekurriere ich», sagt Egger gegenüber den FN. Das Bundesgericht habe ihm keine Gelegenheit eingeräumt, den Ausstand der urteilenden Richter zu verlangen. Er erachtet gewisse Richter als befangen, weil sie seinerzeit am Entscheid mitgewirkt haben, wonach Hanf als Betäubungsmittel gilt, wenn der Wirkstoff THC einen Grenzwert von 0,3 Prozent überschreitet.

Dass sich mit seinem Revisionsgesuch die langjährige Litzistorfer CannaBioland-Geschichte noch weiter in die Länge zieht, stört den Freiburger Anwalt und Präsidenten des Vereins Schweizer (Bauern) Hanffreunde nicht weiter. «Ich nehme das gelassen. Ich habe weder Frau, Kind noch einen Fernseher. Ich habe also Zeit», sagt der Inhaber der Sanasativa AG in Murist. ak/sda

«Ich habe weder Frau, Kind noch einen Fernseher.»

Autor: Jean-Pierre Egger

Autor: Anwalt und Geschäftsführer

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