Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

CantaSense singt Mozart

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wolfgang Amadeus Mozart soll die «Waisenhausmesse» mit gerade mal zwölf Jahren komponiert haben. Ob dies der Wahrheit entspricht oder ob Vater Leopold mitgeholfen hat, weiss man nicht so genau. Gerade die dichte Form einer «Kantatenmesse» mit Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus Benedictus und Agnus Dei, Chorpartien, Solo­arien und Duetten gibt Grund zum Zweifeln, dass dies die Schöpfung eines Jugendlichen sein kann. Belegt ist allerdings, dass im Dezember 1786 in Wien die Waisenhauskirche mit einem festlichen Hochamt eingeweiht wurde. Die Chronik schreibt: «Die ganze Musik des Waisenchor bey dem Hochamte wurde von dem – wegen seinen besonderen Talenten bekannte Wolfgang Mozart – 12jährigen Söhnlein des in fürstlichen salzburgischen Diensten stehenden Kapellmeisters Hr. Leopold Mozart, zu dieser Feyerlichkeit ganz neu verfasset.»

Die Messgestaltung sei zu Mozarts Zeiten jedoch ganz anders abgelaufen als heute, sagt Dirigent Bernhard Pfammatter, der das Werk am Wochenende mit dem Chor CantaSense zur Aufführung bringt. «Die Gottesdienstbesucher waren nur Zuhörende.» Meistens sei einfach still gebetet worden, während die Musik erklang. «Die ‹Waisenhausmesse› ist eines der harmonisch kühnsten Sakralwerke Mozarts», so Pfammatter, der CantaSense seit zehn Jahren dirigiert. Über weite Strecken werde man das Gefühl nicht los, ein Reifewerk vor sich zu haben. Für den Dirigenten ist die Messe eine Art musikalisch-liturgisches Gesamtkunstwerk: «Wir hören eine gross angelegte Messvertonung mit Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus Benedictus und Agnus Dei.» Werke in solchem Umfang sind für hohe Festtage komponiert und mit mehrstimmigen Vertonungen liturgischer Teile ergänzt worden. Mit dem «Benedictus sit ­Deus» und dem «Te Deum Laudamus» sind auch im Konzert von Canta­Sense zwei weitere Mozartwerke zu hören.

In Düdingen und Thun gestalten Chor, Orchester und Solisten die Messe, die aufgrund ihrer Dimension «Missa solemnis» (feierliche Messe) genannt wird. Der Regionalchor Canta­Sense und die vier Solisten, darunter der Freiburger René Perler, werden vom Berner Instrumentalensemble Cappell­antiqua begleitet.

Pfarrkirche Düdingen. Sa., 13. Mai, 20 Uhr. Stadtkirche Thun. So., 14. Mai, 17 Uhr.

Mehr zum Thema