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Caritas soll in Burgbühl Stabilität bringen

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Seit nunmehr zwei Jahren kämpfen der neue Stiftungsrat und die neue Leitung des Bildungszentrums Burgbühl (BZB) gegen den finanziellen Abwärtstrend. Die im Herbst 2016 beschlossene Strategie, in St. Antoni stärker auf die Vermietung von Zimmern und Seminarräumen zu setzen, zeigt dabei erste Erfolge. Nach Jahren finanzieller und organisatorischer Turbulenzen ist es zuletzt gelungen, das Zentrum Burgbühl etwas zu stabilisieren (die FN berichteten). Mit der Ausrichtung als Hotel- und Seminarbetrieb sind jedoch weder der Stiftungsrat noch die Pfarreien Deutschfreiburgs – die Träger der kirchlichen Stiftung – voll und ganz zufrieden. Beide Seiten fordern neue Lösungen, um das BZB langfristig kostendeckend und dem Stiftungszweck entsprechend zu betreiben. Nun scheint sich eine solche Lösung abzuzeichnen.

Gespräche mit der Caritas

An der Herbstversammlung der Vereinigung der Pfarreien Deutschfreiburgs informierte der Stiftungsrat des Bildungszentrums vergangenen Freitag in Murten erstmals über die geplante Zusammenarbeit mit einem externen Partner. «Dieser soll in naher Zukunft den Betrieb des Burgbühls übernehmen, dort soziale Projekte planen und umsetzen», erklärte Bischofsvikar Pater Pascal Marquard und nannte sogleich einen möglichen Kandidaten für eine solche Partnerschaft: «Die Vorabklärungen mit Caritas Freiburg als kompetenter und interessierter möglicher Partnerin für das Burgbühl sind weit fortgeschritten.»

Die Gespräche, die zwischen den beiden möglichen Partnern geführt wurden, hätten gezeigt, dass eine Zusammenarbeit zum Wohle der Schwächsten der Gesellschaft von St. Antoni aus Sinn ergebe. «Die soziale Dimension gehört zum innersten Wesen der Kirche und kann hiermit gefördert werden», sagte der Bischofsvikar. Das habe auch Bischof Charles Morerod anlässlich einer ersten Besprechung betont: Eine soziale Ausrichtung des Burgbühls würde der christlichen Bestimmung der Stiftung und damit ihrem ersten Stiftungszweck entsprechen.

Entlastung der Pfarreien

Sollte die Partnerschaft zustande kommen, würden konkret die Senioren in den Fokus der neu als «Zentrum Burgbühl» bezeichneten Institution rücken. Eine Hotellerie für Senioren mit bescheidenem Budget, diverse Angebote zur Betreuung und Begleitung von Senioren oder zur Entlastung von betreuenden Angehörigen wären mögliche Dienste, die neu im Burgbühl angeboten werden könnten. «Aber auch die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen, die im ersten Arbeitsmarkt Schwierigkeiten haben, ist uns ein Anliegen», so Marquard. Zudem soll es dem kantonal tätigen Hilfswerk nach Absprache und mit dem Einverständnis des Stiftungsrats möglich sein, weitere Angebote zu entwickeln und umzusetzen.

Für die Nutzung der Infrastruktur in St. Antoni würde die als Verein organisierte Caritas Freiburg (siehe Kasten) der Stiftung Burgbühl eine Miete entrichten. «Damit soll gewährleistet werden, dass die Stiftung unabhängig von fremdem Kapital die Gebäude unterhalten kann», erklärte Stiftungsratspräsident Arnold Schöpfer und ergänzte: «Die bisherigen Statuten müssen für diese neuen Aktivitäten aber erst überprüft und allenfalls überarbeitet werden.» Die Stiftung werde aber auf jeden Fall auch weiterhin im Dienst der katholischen Kirche von Deutschfreiburg stehen. So soll der Kirche etwa die Möglichkeit der prioritären Raummiete eingeräumt bleiben. «Hierfür hätten die Pfarreien in Zukunft die normalen Mietpreise zu tragen. Dafür müssten keine Unterstützungsbeiträge mehr an das Burgbühl entrichtet werden.» Diese waren in der Vergangenheit gerade von Pfarreien ohne Infrastrukturbedarf im Bildungszentrum immer wieder kritisch hinterfragt worden.

Viele Fragezeichen

Die vorgestellte Lösung kam für viele Pfarreivertreter überraschend und warf Fragen auf. Einige zeigten sich skeptisch. So bezweifelte eine Delegierte etwa, dass die vielen Gruppen, die bisher im Burgbühl untergekommen seien, auch in Zukunft noch Platz haben werden. Simone Cotting, Leiterin des Burgbühls, erklärte, dass das heutige Seminar-, Verpflegungs- und Übernachtungsangebot «ideell und wirtschaftlich» weiterhin bestehen bleiben soll: «In diesem Bereich leisten wir gute Arbeit. Nun kommt noch ein neuer Teil hinzu. Beides soll schliesslich zu einem Ganzen werden. Dafür gilt es aber noch einige Details genauer zu klären.» Wie das Angebot des Zentrums Burgbühl in Zukunft konkret ausschauen und ob die Leitung der verschiedenen Bereiche unter den Partnern aufgeteilt werden müsse, könne er zum heutigen Zeitpunkt noch nicht beantworten, sagte Schöpfer. Ebenso wenig konnte er darüber Auskunft geben, ob für das Zustandekommen der neuen Partnerschaft grössere Personal- und Infrastrukturanpassungen nötig würden oder ob auch das Viktor-Schwaller-Haus vom neuen Konzept betroffen wäre. «Hierfür müssen wir erst die Detailplanung beenden.» Diese soll ebenso wie eine allfällige Vertragsunterzeichnung bis Ende 2019 erfolgen. Bis dahin führe und verantworte die bisherige Leitung den Betrieb, so der Stiftungsratspräsident: «Voraussichtlich 2020 würde der Betrieb dann ganz oder eben teilweise durch die Caritas übernommen.» Eine rasche Umsetzung solle den Angestellten und allen Partnern Klarheit und Sicherheit bringen.

Sozialprojekt

Caritas Freiburg: Den Sprung über die Saane wagen

Patrick Mayor, Präsident von Caritas Freiburg, zeigt sich auf Anfrage überzeugt von der Idee einer Partnerschaft mit dem Zentrum Burgbühl. Die Arbeit des BZB beweise, dass es einen Markt für Hoteldienstleistungen in der Region gebe. Andererseits sei die einfache Erbringung solcher Dienste nicht die Rolle einer kirchlichen Stiftung, erklärt Mayor. «Durch die Kombination der Fähigkeiten beider Partner kann die Nutzung der bestehenden Infrastruktur gestärkt und ihr so eine neue soziale Bedeutung verliehen werden.» Damit dies klappe, müsse man die Bedürfnisse und Anforderungen des Burgbühls aber genauso definieren wie eine mögliche zukünftige Expansion des in St. Antoni geplanten Sozialprojektes.

Die Caritas Freiburg arbeite schon länger daran, sich durch die Gründung eines Sozialprojekts stärker in Deutschfreiburg zu positionieren. Dabei auf die rasch anwachsende Gruppe der Senioren zu fokussieren sei nicht nur sinnvoll, sondern auch nötig, sagt Mayor, der seit März 2016 im Stiftungsrat des BZB Einsitz nimmt. «Wir sind noch keine Spezialisten für Senioren, werden aber bereits heute regelmässig mit den besonderen Bedürfnissen und Nöten älterer Menschen konfrontiert.»

mz

 

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