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Carl-Alex Ridoré und Hubert Dafflon sind im zweiten Wahlgang fürs Oberamt Saane

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Autor: Carole Schneuwly

Kaum jemand hatte im Vorfeld der Wahl für die Nachfolge von Nicolas Deiss als Oberamtmann des Saanebezirks damit gerechnet, dass sich einer der Kandidaten bereits im ersten Wahlgang durchsetzen könnte. Das überraschend gute Abschneiden von Carl-Alex Ridoré sorgte dann aber dafür, dass es fast bis zum Ende spannend blieb. Gespannt verfolgten Politiker und Medienleute im Rathaus, wie die Resultate der Gemeinden eintrafen.

Ridoré und Dafflon: Zufrieden und erleichtert

Als schliesslich klar war, dass Ridoré das absolute Mehr von 12 794 Stimmen um 824 Stimmen verpasst hatte, atmeten vor allem die Vertreter der CVP auf, die fest mit einem zweiten Wahlgang am 22. Juni gerechnet hatten. Bei den Sozialdemokraten hielt die Enttäuschung nicht lange an; sie zeigten sich durchwegs zufrieden mit dem herausragenden Abschneiden ihres Kandidaten, der 47 Prozent aller Stimmen auf sich vereinigt hatte.

Glücklich und zufrieden war auch Ridoré selbst: «Das Resultat liegt über meinen Erwartungen», gestand er. «Ich sehe es als Anerkennung für meine Arbeit, die nahe bei den Menschen ist.» Das Wahlergebnis zeige, dass die Leute ihm vertrauten. Zudem habe ihm wohl die Tatsache geholfen, dass er als einziger der Kandidaten aktuelle politische Mandate auf Gemeinde- und Kantonsebene innehabe.

Sichtlich erleichtert war Hubert Dafflon, als klar war, dass es Ridoré nicht zum absoluten Mehr reichen würde. «Ich bin zufrieden mit meinen 30 Prozent Stimmenanteil und mit dem Erreichen des zweiten Wahlgangs», so der CVP-Kandidat. Das gute Resultat Ridorés entspreche in etwa der Stärke der linken Parteien, die den SP-Anwärter geschlossen unterstützt hatten. Dass die Oberamtmannswahlen so stark parteipolitisch geprägt seien, sei indessen schon etwas erstaunlich: «Ich hatte damit gerechnet, dass die Persönlichkeit der Kandidaten mehr zählen würde.»

Denis Boivin: Enttäuscht über Resultat in der Stadt

Das sagte auch Denis Boivin, der sich enttäuscht, aber gelassen zeigte. «Das Wahlergebnis widerspiegelt die Parteistärken; so gesehen geht mein Stimmenanteil von 23 Prozent in Ordnung.» Enttäuscht sei er über sein Abschneiden in der Stadt Freiburg, aus der er komme und für die er sich immer eingesetzt habe. Dass Hubert Dafflon ihn hier um über 500 Stimmen geschlagen habe, sei schmerzlich. «Die Stadtfreiburger Wählerinnen und Wähler denken offensichtlich eher parteipolitisch als regional.»

Trotz allem sei die Niederlage im Rennen ums Oberamt nicht vergleichbar mit jener im November 2006, als er aus dem Grossen Rat abgewählt worden sei. Auf seine politische Zukunft habe der Ausgang der Wahl keinen Einfluss (siehe auch Text unten).

Kann die CVP das Oberamt des Saanebezirks halten?

Der amtierende CVP-Oberamtmann Nicolas Deiss war froh, dass sein Parteikollege Dafflon den zweiten Wahlgang erreicht hat. Im zweiten Wahlgang werde nun vieles vom Wahlkampf der beiden verbleibenden Kandidaten abhängen und davon, wie viele Wählerinnen und Wähler sie mobilisieren könnten. Er hoffe, dass die CVP das Oberamt des Saanebezirks werde verteidigen können – ein Oberamt, das sich seit jeher in christlichdemokratischer Hand befindet, derzeit als einziges im Kanton.

Staatsrat Pascal Corminboeuf, Direktor der Institutionen, hielt es für möglich, dass die CVP am 22. Juni ihr letztes Oberamt einbüssen werde. «Es gibt viele Unbekannte, und einiges wird von der FDP und von Denis Boivin abhängen.»

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