Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Chammartin verblüfft mit Silber

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Papinaschwili führte die Ippon-Entscheidung mit einer Konter-Hüfttechnik herbei. Chammartin hatte auf dem Weg in den Final einen Hochkaräter nach dem anderen bezwungen. In den Halbfinals setzte er sich gegen Yanislav Gerchev (Bul/U23-Europameister von 2011) nach einem Rückstand (Yuko) mit Waza-Ari durch. Davor siegte Chammartin gegen David Pulkrabek (Tsch) und Sofiane Milous (Fr/Europameister 2010) sowie durch Strafvorteil gegen den zweifachen EM-Dritten Jeroen Mooren (Ho).

Für den im Mai 28 Jahre alt werdenden und aus Villars-sur-Glâne stammenden Chammartin ist der Gewinn von EM-Edelmetall der klar bedeutendste Erfolg. Auf der U23-Stufe hatte Chammartin einst EM-Bronze gewonnen. Daneben erreichte er auf der Stufe Weltcup beziehungsweise «Kontinental Open» viermal einen dritten Podestplatz. Chammartin hatte im Vorjahr als männlicher Judoka für die Schweiz die Olympia-Qualifikation geschafft, war in London aber über die Sechzehntelfinals nicht hinausgekommen.

EM-Medaille statt Rücktritt

Chammartin, der in der NLA für den JC Romont kämpft, realisierte das erste EM-Edelmetall der Schweizer Männer seit Sergei Aschwanden. Der Olympia-Dritte von 2008 (90 kg) hatte 2006 EM-Bronze im Limit bis 81 kg geholt. «Ich wollte eigentlich nach London aufhören. Ich machte nach Olympia rund drei Monate lang fast kein Judo. Dann entschied ich mich zum Weitermachen für eine Saison. Ich wollte einfach nicht mit einer Enttäuschung abtreten. Ich wollte ein Jahr anhängen, um mir selbst die Freude an diesem Sport zurückzugeben–ohne mir selbst Druck aufzusetzen.» Jetzt will sich der Profi-Judoka überlegen, seine Karriere doch noch über die WM von Ende August in Rio de Janeiro hinaus fortzusetzen.

Die nach London in Kraft getretene Änderung des offiziellen Wiegens–nicht mehr am Wettkampfmorgen zwei Stunden vor dem ersten Einsatz, sondern bereits am Vorabend–hat Ludovic Chammartin als Vorteil für sich wahrgenommen. «Ich kann jetzt noch mit Training oder Sauna abkochen, was am Wettkampftag nicht möglich wäre, ohne einen beträchtlichen Substanzverlust zu erleiden. Vorher musste ich mich bis zum Wettkampftag bei der Ernährung extrem diszipliniert verhalten.»

Seine starke Form hatte Ludovic Chammartin bereits Ende März mit einem zweiten Rang am Swiss Open in Genf unter Beweis gestellt. Dennoch war sein Start für die EM wegen Adduktoren-Beschwerden noch fraglich gewesen. Si

 

David Papaux: Erstmals seit 2004 nicht dabei

E rstmals seit 2004 wurde der weitere Freiburger Judoka David Papaux nicht für eine Europameisterschaft selektioniert. Der Judoka des JC Villars-sur-Glâne konnte in dieser Saison schlicht nicht die Resultate vorweisen, welche zur Reise nach Budapest berechtigt hätten. Für Papaux war es eine weitere Enttäuschung, nachdem er im Vorjahr bereits die Selektion für die Olympischen Spiele in London nicht geschafft hatte. Zudem ist er nach einer fünfmonatigen Verletzungspause (Knie) noch nicht auf seinem besten physischen Niveau angelangt. Dennoch gibt der Freiburger nicht auf. Wie Ludovic Chammartin will er an die WM vom August in Rio de Janeiro. fs

Mehr zum Thema