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Chance bei Vorsorge ist der lange Horizont

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Das Jahr 2015 markierte einen Wendepunkt in der Schweizer Demografie, da erstmals mehr Personen das Rentenalter erreichten, als Personen 20 Jahre alt wurden. Die AHV schrieb ein negatives Umlageergebnis, und bei den Pensionskassen nahmen die Deckungsgrade nochmals ab. Gleichzeitig wurde den Versicherten in der zweiten Säule nur eine minimale Verzinsung angerechnet.

Diese Entwicklungen lassen erwarten, dass die Renten der AHV und der 2. Säule in Zukunft real eher tiefer ausfallen dürften. Umso wichtiger ist der Anlageerfolg der privaten Ersparnisse für das Alter geworden, auch im Rahmen der Säule 3a.

Die Einführung von Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank drückte die Renditen auf festverzinsliche Anlagen ins Negative, wodurch bei den 3a-Zinskonten die Renditen ebenfalls deutlich fielen, von noch über 2 Prozent im Jahr 2010 auf aktuell durchschnittlich 0,5 Prozent. Vorsorgesparer wollen deshalb ihre Renditen steigern – das Tiefzinsumfeld zwingt zum Umdenken.

Da Vorsorgeersparnisse eine gewisse Sicherheit im Alter bieten sollen, gilt der Werterhalt der Ersparnisse als vorrangiges Ziel. Mit den traditionell als sicher angesehenen Zinskonten und mit Schweizer Staatsobligationen lässt sich jedoch kaum eine Rendite erzielen. Der lange Zeithorizont ist die Chance beim Vorsorgesparen.

Historisch betrachtet rentieren Aktien langfristig deutlich höher als Anleihen, während das Risiko eines Verlusts mit steigender Haltedauer exponentiell fällt. So schätzt das Chief Investment Office (CIO) der UBS bei einem diversifizierten Schweizer Portfolio (46 Prozent Aktien, 44 Prozent Anleihen und 10 Prozent Immobilien) das Verlustrisiko auf etwa 32 Prozent über ein Jahr, auf 6 Prozent über zehn Jahre und auf nur 0,6 Prozent über 25 Jahre.

Um den Sicherheitszielen beim Vorsorgesparen gerecht zu werden, berechnet das CIO der UBS, wie hoch der Aktienanteil bei den Vorsorgeersparnissen sein darf, damit bis zum Renteneintritt im Alter von 65 Jahren die Wahrscheinlichkeit eines nominalen Gewinns mindestens 90 Prozent beträgt. Dieser Anteil – und somit die Renditechancen – hängt direkt von der Anlagedauer und vom Alter des Vorsorgesparers ab.

Die UBS Modellierung und der Vergleich verschiedener Anlagestrategien zeigen, dass Personen bis 44 Jahre ihre laufenden Vorsorgeersparnisse zu 75 Prozent in diversifizierte Aktien investieren können – die Wahrscheinlichkeit, bis zum Alter von 65 Jahren einen Gewinn zu erzielen liegt so bei über 95 Prozent.

Im Alter von 45 bis 56 Jahren kann noch gut zu 50 Prozent in Aktien investiert werden, ohne ein allzu grosses Risiko einzugehen. Hingegen können Personen über 56 Jahren mit hohem Sicherheitsbedürfnis nur von den höheren erwarteten Renditen bei den Aktien profitieren, wenn sie bereit sind, ihre Vorsorgeersparnisse nicht gleich bei Renteneintritt zu gebrauchen, sondern bis ins höhere Rentenalter investiert zu lassen.

Wer früh mit dem Vorsorgesparen beginnt, kann ohne höheres Verlustrisiko deutlich mehr Rendite erzielen.

Der Autor

Olivier Schmutz ist Vize­direktor und Kundenberater bei der UBS Freiburg im Bereich Wealth Management.

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