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Charaktertest gegen Neuenburg

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Schaut man sich bloss die nackten Zahlen an, müsste man zum Schluss kommen, dass Freiburg Olympic im heute beginnenden Playoff-Halbfinal gegen Union Neuenburg der Favorit ist. Die Freiburger beendeten die Qualifikation auf dem zweiten Rang, direkt vor den Neuenburgern. Und auch in Sachen Direktduelle hat Freiburg die Nase vorn. Von den sechs Spielen hat Olympic vier gewonnen, unter anderem alle drei Heimspiele.

Wie ein Kartenhaus

Seit vergangenem Samstag jedoch scheinen diese Zahlen an Aussagekraft verloren zu haben. Denn vor dem Cupfinal gegen Genf hatten die Zahlen ebenfalls für Freiburg gesprochen. Auch die Genfer schlossen die Qualifikation als Vierte hinter Olympic ab, auch sie hatten beide Meisterschaftsspiele im St. Leonhard verloren. Doch als es darauf ankam, blieb Freiburg chancenlos. Es brauchte nicht viel, um die junge Mannschaft von Petar Aleksic durcheinanderzubringen. Eine kurze Genfer Umstellung auf Zonenverteidigung, drei, vier verpasste Würfe und schon fiel das Spiel der Freiburger wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Das an sich so starke Kollektiv zerfiel in seine Einzelteile. «Wir haben den Kopf verloren und sind von unserem Matchplan abgekommen», sagte Roberto Kovac nach der klaren Pleite vom Samstag richtig. In kniffligen Situationen überzureagieren und falsche Entscheidungen zu treffen sind Verhaltensweisen, die der mangelnden Erfahrung geschuldet sind. Dies dürfte auch dem am Cupfinal anwesenden Neuenburg-Trainer Manu Schmitt aufgefallen sein.

 Bereits ein Titel für Neuenburg

 «Neuenburg verfügt über viele erfahrene Spieler. Wie mein Team auch spielen sie ein schnelles, dynamisches Basketball», sagt Freiburgs Trainer Petar Aleksic. «Allerdings wird es für viele meiner Spieler die erste Erfahrung mit solch wichtigen Playoffspielen sein.» Für Aleksic ist deshalb klar, dass seine Mannschaft nicht als Favorit in die Serie steigt.

Dass die Neuenburger, die mit Spielern wie Jules Aw, Babacar Toure, Vernard Hollins, Quinton Day, Pape Badji oder Tresor Quidome über viel individuelle Klasse verfügen, in wichtigen Momenten präsent sind, haben sie in dieser Saison bereits bewiesen. Im März gewannen sie in Montreux den Liga-Cup. Nach dem 81:74-Halbfinal-Sieg gegen Freiburg besiegte Neuenburg im Final Genf ungefährdet 71:59.

Gerät Olympic derart schnell aus der Fassung wie im Cupfinal, wird deshalb in dieser Serie nichts zu holen sein. Das defensiv starke Neuenburg wird sicherlich problemlos auf Playoff-Basketball umstellen können. Kein Team hat den Gegnern in der Qualifikation so wenige Punkte zugestanden wie Neuenburg (71,1).

Keine leichte Aufgabe also für die Freiburger, für die es gilt, das Negativerlebnis vom Cupfinal möglichst schnell zu vergessen. Bereits direkt nach dem Spiel betonten Aleksic und Spielmacher Jonathan Kazadi, dass nun nicht die Zeit sei, Trübsal zu blasen. «Es war bereits toll, überhaupt in diesem Final gegen Genf antreten zu können», sagte Aleksic und sprach davon, dass sein Team schlicht einen sehr schwachen Abend eingezogen habe. Kazadi weiss auch, was sein Team besser machen muss. «Wir müssen über das ganze Spiel hinweg mit viel Energie spielen.» Steigern muss sich sicherlich auch das Ausländerquartett. Insbesondere Slobodan Miljanic und Nemanja Calasan müssen deutlich mehr Verantwortung übernehmen als beispielsweise am Samstag. Ansonsten droht Neuenburgs starkes Ausländerquartett demjenigen Olympics klar überlegen zu sein.

Kathartische Wirkung?

Zu verlieren haben die Freiburger eigentlich nicht mehr viel. Der Einzug in die Playoffs ist nach dem Schnitt vor der Saison bereits ein Erfolg. Und die klare Niederlage im Cupfinal kann durchaus auch eine kathartische Wirkung haben. Gut möglich, dass der Druck auf die Spieler nun nicht mehr ganz so gross ist, weil die Erwartungen sicherlich kleiner geworden sind. Präsident Philippe de Gottrau hat seinerseits nach dem Spiel vom Samstag wenig dafür getan, um Druck von seinen Spielern zu nehmen. Auf die Frage, ob Olympic diese Niederlage bis zu den Playoffs verkraften könne, antwortete er in die Mikrofone der Journalisten: «Ich weiss es nicht. Es ist ein entscheidender Moment, in dem wir nun den Charakter von Spielern und Trainer sehen werden.»

Im zweiten Halbfinal kommt es zur Reprise des letztjährigen Finals. Qualifikationssieger Lugano empfängt den formstarken Titelverteidiger aus Genf.

Halbfinal-Serie

Heimspiele immer an Werktagen

Halbfinalserie (best of 5): Freiburg Olympic (2. der Qualifikation) – UnionNeuenburg (3.). Der Spielplan. Spiel 1:Mittwoch, 16. April: Olympic – Neuenburg 20.00 Uhr.Spiel 2:Mittwoch, 23. April: Olympic – Neuenburg 20.00 Uhr.Spiel 3:Samstag, 26. April: Neuenburg – Olympic 17.30 Uhr.Spiel 4 (eventuell):Dienstag, 29. April: Neuenburg – Olympic 20.00 Uhr.Spiel 5 (eventuell):Donnerstag, 1. Mai: Olympic – Neuenburg 20.00 Uhr.

Die bisherigen Duelle der Saison 13/14:

Meisterschaft:Neuenburg – Olympic 85:58.

Olympic – Neuenburg 85:70.

Olympic – Neuenburg 82:72.

Neuenburg – Olympic 68:78.

Schweizer Cup. Viertelfinal:

Olympic – Neuenburg 85:79 n.V.

Liga-Cup. Halbfinal:

Neuenburg – Olympic 81:74.

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