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Charles Morerod führt die Bischöfe an

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Die Schweizer Bischöfe haben den Vorsteher der Diözese Lausanne-Genf-Freiburg, Bischof Charles Morerod, gestern zu ihrem Präsidenten gewählt. Dies teilte die Schweizerische Bischofskonferenz (SBK)nach ihrer Versammlung in Givisiez mit. Morerod wird der Nachfolger des St. Galler Bischofs Markus Büchel. Dieser gibt das Amt turnusgemäss Ende Jahr ab. Der Basler Bischof Felix Gmür und der Einsiedler Abt Urban Federer sind die neuen SBK-Vizepräsidenten. Dieses Amt hat Morerod aktuell seit 2013 inne.

Morerods Amtszeit an der Spitze der Versammlung der Schweizer Bischöfe dauert von 2016 bis 2018. Der Präsident der SBK ist laut der Agentur kath.ch ein «Primus inter Pares» («Erster unter Gleichen»). Zu seinen Aufgaben zählen die Leitung der Sitzungen und die Vertretung der SBK nach aussen, beispielsweise gegenüber den Medien. Der Präsident hat jedoch keine Entscheidungskompetenz in inhaltlichen Fragen.

Morerod übernahm den nach dem Tod von Bernard Genoud verwaisten Stuhl des Westschweizer Bistums Ende 2011. Der 54-jährige Theologe, Dominikaner und gebürtige Greyerzer Morerod gilt als populär, humorvoll und kommunikativ. Er nimmt an Skilagern teil, fährt Velo am 12-Stunden-Rennen im Freiburger Auquartier und hat ein eigenes Bier herausgebracht.

 

Bischof Charles Morerod, sind Sie überrascht über Ihre Wahl zum SBK-Präsidenten?

Ehrlich gesagt: Nein. Der SBK ist eine angemessene Vertretung der Sprachen wichtig. Schon bei der letzten Wahl wurde ein französischsprachiger Vizepräsident bevorzugt. Das war jetzt nicht anders.

 

Was reizt Sie an Ihrem neuen Amt?

Jemand musste es tun. Wissen Sie, Priester zu sein, ist eine Berufung. In der Konsequenz gilt das auch für das Bischofsamt und das Präsidium der Bischofskonferenz.

 

Sie klagen seit Ihrer Berufung an die Spitze der Diözese Freiburg über eine hohe Arbeitslast. Das SBK-Präsidium wird mit zusätzlicher Arbeit verbunden sein. Wie kriegen Sie das alles unter einen Hut?

Ich weiss, dass es nicht einfach sein wird. Und ich habe noch keinen klaren Plan. Es ist aber auch noch zu früh, denn ich übernehme das Amt erst Ende Jahr. Doch bedenken Sie: Ich gebe auch Aufgaben innerhalb der SBK ab, zum Beispiel das Departement für Glaube und Verkündigung, was vier Treffen pro Jahr umfasst. Es ist klar: Es kommen neue Aufgaben dazu, und ich werde mehr zu tun haben. Aber es wird nicht so viel mehr sein als heute. Und ausserdem werden mich meine Kollegen im Präsidium, Bischof Felix Gmür und Abt Urban Federer, nach ihren Möglichkeiten unterstützen.

 

Die Affäre um den Churer Bischof Vitus Huonder, die ihm viel Kritik eingebracht hat, beschäftigt die SBK. Huonder hatte sich negativ gegenüber Homosexuellen geäussert und sich dann dafür entschuldigt. Die SBK sprach sich gestern für eine offene und integrierende Kirche und eine angemessene Kommunikation aus. Wie ist Ihre Position in dieser Frage?

Meine Position ist diejenige der SBK. Bischof Huonder hat öffentlich und uns gegenüber eingeräumt, dass er in seiner Kommunikation Fehler gemacht. Und wir waren einverstanden mit seiner Einschätzung. Wir wissen ja, dass unsere Worte heute auf die Goldwaage gelegt werden, dass einzelne Themen für die Öffentlichkeit und für die Medien interessant sind, und dass jemand eine einstündige Rede halten kann, aber gesprochen wird danach lediglich über einen winzig kleinen Ausschnitt. Auf der anderen Seite: Aussagen können ungewollt andere Menschen verletzen. Das müssen wir immer bedenken.

Weiterer Bericht Seite 19

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