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«Charmey» vor Liquidation?

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«Charmey» vor Liquidation?

Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg

Am 12. März werden die Synodalen der reformierten Kirche des Kantons Freiburg die Weichen für die Zukunft des reformierten «Hauses der Begegnung» in Charmey stellen. Auch eine Liquidation steht zur Diskussion.

Budget, Rechnung und Jahresbericht von Charmey gehören zu den «Dauerbrennern» der Kantonalkirche. Einige Kirchgemeinden sehen in Charmey ein «Fass ohne Boden», das sie bald einmal loswerden möchten. Die Leitungs- und Führungsorgane wurden immer wieder neu und anders zusammengesetzt und die Aufgaben und Kompetenzen regelmässig wieder neu bestimmt.

2003 hat die Synode einen Businessplan verlangt. Dieser wurde durch eine Arbeitsgruppe mit dem Synodalrat zusammen ausgearbeitet und soll nun der ausserordentlichen Synode vom 12. März vorgelegt werden. Drei mögliche Szenarien stehen dabei gemäss einer Mitteilung des Synodalrates im Vordergrund.

Szenario I:
Konzept wird beibehalten

Das bisherige Konzept wird weitergeführt und nur die Organisations- und Führungsstrukturen verbessert. Personen und Mitteln sollen in Zukunft effizienter eigesetzt werden. Die «strategischen» Entscheide, Betrieb und geistliche Animation sollen klarer als bisher voneinander getrennt und bestimmten Organen zugewiesen werden. Die bereits in der Vergangenheit verlangte striktere Trennung von Liegenschaft (Unterhalt, Renovationen, Neuinvestitionen) und Betrieb (Hotel, Küche, Seminarräume etc.) soll klar umgesetzt werden. Der Platz der geistlichen Animation wird in Zukunft ebenfalls neu definiert werden müssen.

Szenario II:
Auf die Karte Hotel setzen

Durch den Anschluss an den «Verband Christlicher Hotels» sollen neue Gäste dazugewonnen und die «Rentabilität» verbessert werden. Auf die organisatorischen Verbesserungen dürfte auch in diesem Fall nicht verzichtet werden. Auflagen, die der Verband stellt, um überhaupt Mitglied zu werden, kämen allerdings dazu. Diese Bedingungen sind noch nicht bekannt. Vor allem Familien- und Einzelgäste sollen dazugewonnen werden, ohne dass bisherige Gäste und Gruppen verloren gehen.

Szenario III:
Das Haus der Begegnung liquidieren

Ein Szenario sieht vor, das «Haus der Begegnung» in Charmey zu liquidieren. «Dass die Kirche mit einer Tagungsstätte kein Geschäft machen kann, ist eigentlich allen klar, die sich in der Materie einigermassen auskennen», heisst es in der Mitteilung. Die Frage laute nicht, wie viel Charmey einbringen könne, sondern ob die Kirche diese Institution wolle und brauchen könne. «Sagt sie , muss sie entscheiden, wie viel sie kosten darf. Sagt sie , muss sie sich fragen, was die Liquidation kostet. Niemand glaubt daran, dass ein Verkauf Gewinn einbringt», schreibt der Synodalrat weiter.

Glaubwürdigkeit der Kirche
aufs Spiel setzen?

Einerseits seien in Charmey viele Liegenschaften zu verkaufen, die Preise deshalb unter Druck. Andrerseits blieben die Schulden bestehen und müssten vom Verkaufserlös abgezogen werden. Schliesslich wäre dann auch die Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der Kirche ein Thema. Charmey war mit Hilfe der Reformationskollekte erbaut worden und die Renovation vor wenigen Jahren wurde von Bund und Kanton grosszügig unterstützt.

Rentabilität oder
missionarischer Auftrag?

«Am 12. März werden die Synodalen hoffentlich nicht nur über Zahlen diskutieren», heisst es abschliessend in der Mitteilung. Zwar müssten Aufwand und Ertrag in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen, doch die Synode werde letztlich darüber entscheiden, wie viel die Kirche für die «Institution Charmey» aufwenden will und kann. Fachleute rechnen mit einem Investitionsbedarf von rund einer Million Franken in den kommenden Jahren, wenn das Haus weitergeführt werden soll.
FN/Comm.

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