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Chronik eines angekündigten Todes

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«Wir haben genug. Wir wollen endlich wieder ein Familienleben», begründete Priscilia Menoud gegenüber den FN die Schliessung ihres Lokals. Zusammen mit ihrem Partner Christophe Dousse verwöhnte sie während sieben Jahren die Gäste des Epée. Der Pachtvertrag sei ausgelaufen und damit der Zeitpunkt gekommen, Schluss zu machen. «Die Leute essen nur noch Kebab und Pizza, wofür sollen wir uns dann noch abrackern», fragte Menoud.

Zudem sei die Anzahl Gäste seit der Eröffnung der Poyabrücke über Mittag um 40 Prozent zurückgegangen. «Können Sie sich vorstellen, was das heisst?» Die Verengung der Neustadtgasse sei zudem für das Geschäft auch nicht gerade förderlich gewesen. «Die Autos stehen im Stau. So hat niemand Lust, bei uns vorbeizukommen. Die Restauration in der Unterstadt ist tot.»

Die Schliessung der Brasserie de l’Epée ist effektiv nur ein weiteres Kapitel in der Chronik eines von den Restaurantbetreibern angekündigten Kneipensterbens in der Freiburger Unterstadt. Im vergangenen November ging das Restaurant des Trois Rois in der Samaritergasse zu. Ende März diesen Jahres schmiss Chris­tophe Taille, Gerant der Auberge de la Cigogne, das Handtuch. Die Bauarbeiten rund um die Bernbrücke hätten das Geschäft ruiniert, sagte Taille gegenüber den FN. «Ich musste das Restaurant wegen dem Baulärm und den Verkehrseinschränkungen von August bis Dezember 2016 während drei Monaten schliessen. Die Leute kamen nicht mehr.»

Muriel Hauser, Präsidentin von Gastro Freiburg, bedauert die Entwicklung in der Freiburger Unterstadt. Sie ist der Ansicht, dass neben einem veränderten Konsumverhalten die Verkehrsbedingungen in der Unterstadt nicht dazu ermuntern, einzukehren. «Das System mit den Parkvignetten für Anwohner führt dazu, dass am Abend alle Parkplätze durch Anwohner besetzt sind.» Hauser glaubt auch, dass eine Umkehr der laufenden Entwicklung nur schwer zu bewerkstelligen sei. «Bergab geht es schnell, aber um wieder hinaufzukommen, dazu braucht es viel Zeit.»

In den Quartieren Au und Neustadt können sich nur noch wenige Kneipen halten. Alexandra Hermann Taner, Gerantin des Tirlibaum auf dem Klein-St.-Johann-Platz, fasst den Geschäftsgang so zusammen: «Nach den Einbrüchen in Folge der Strassenarbeiten haben wir uns ernsthaft überlegt, ob wir nicht schliessen müssen. Doch jetzt haben wir wieder unseren üblichen Rhythmus gefunden. Aber es bleibt schwierig.» Ikbal Aboualaa, Patronne des Restaurants Les Tanneurs, sagt: «Wir schaffen es zu überleben. Aber in den fünf Jahren, in denen ich hier arbeite, hat die Kundschaft eindeutig abgenommen.» Um in der einstündigen Mittagspause in die Unterstadt essen zu gehen, sei die Parkplatzsituation einfach zu unbefriedigend: «Jetzt, da die Leute nicht mehr vor dem Restaurant parken dürfen, sind die Parkplätze zu weit weg.» Handkehrum hätten die Besucher früher einfach schnell Geld in den Parkometer werfen können.

Restaurant Schild

Paul Klaus hat die Immobilie des Schild verkauft

Erst vor kurzem präsentierte Paul Klaus, Eigentümer des Restaurant du Schild auf der Oberen Matte 21, den neuen Pächter Elias Azis. Dieser führt dort seit Februar ein libanesisches Spezialitäten-Restaurant. Vorher stand das Schild lange leer. Nun hat Paul Klaus die gesamte Immobilien verkauft. Die Immobiliengesellschaft Regis SA bestätigte entsprechende Informationen der FN. Klaus wollte dazu nichts sagen. Elias Aziz hofft, trotz des Verkaufs das Schild weiterführen zu können, wie er auf Anfrage erklärte.

rsa

 

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