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Cinemotion hat seit der Eröffnung von Cap’Ciné nur noch halb so viele Zuschauer

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Autor: Regula Saner

Am Donnerstag ist es ein Jahr her, dass das Multiplexkino Cap’Ciné in Betrieb genommen wurde. Von einem Tag auf den anderen hatte die Stadt Freiburg zehn Kinosäle mehr, anstatt deren sieben sind es nun deren 17. Ein Jahr nach Ankunft des grossen Konkurrenten zieht die Cinemotion-Gruppe Bilanz. Und die sieht bei allem Optimismus düster aus.

Der bisherige Monopolist hat heute noch einen Marktanteil von 35 Prozent. Die Zuschauerzahlen sind um 50 Prozent eingebrochen. «Ein geringerer Rückgang wäre uns auch lieber gewesen, aber wir haben mit einem in dieser Grössenordnung gerechnet», kommentierte Programmator Xavier Pattaroni die Lage.

Cinemotion ohne Gewinn

Der Freiburger Markt sei nicht gross genug für 17 Kinosäle, sagt Pattaroni: «Die Anzahl Säle in der Stadt hat sich mehr als verdoppelt, die globalen Zuschauerzahlen stiegen gegenüber dem schlechten Vorjahr 2007 aber nur um die Hälfte.» Im Vergleich zu den guten Kino-Jahrgängen 2002 und 2004 beträgt die Zunahme sogar bloss 25 respektive 38 Prozent. «Es ist klar, dass wir dieses Jahr keine Gewinne erzielen werden», so Pattaroni. Konkrete Zahlen wollte er nicht nennen.

Dennoch glaubt Pattaroni, dass es der Gruppe gelungen sei, sich in diesem rauhen Klima einigermassen gut zu positionieren: «Cinemotion setzt auf ein breites Programm mit Qualität.» Oder salopper ausgedrückt – und mit einem Seitenhieb gegen Cap’Ciné: «Wir bieten nicht nur Unterhaltung und Popkorn.» Mit ihren Filmen würden sie ein Publikum ansprechen, das das persönliche Ambiente des klassischen Kinos bevorzuge. Cinemotion habe zudem noch stärker als bisher das Gewicht auf Vorführungen in Originalversion gelegt (heute 80 Prozent der Filme), womit insbesondere das deutschsprachige Publikum angezogen werde. Die Tatsache, dass der Rückgang bei den Abonnementen nur 20 Prozent betrage, ist für Cinemotion ein Zeichen, dass es in die richtige Richtung geht.

Cap’Ciné unter den eigenen Vorgaben

Wie lange Cinemotion mit diesem Konzept dem Konkurrenzdruck standhalten kann, ist offen. Xavier Pattaroni glaubt allerdings, dass die Situation nicht nur ihnen zu schaffen macht, sondern auch Cap’Ciné. Augrund der ersten neun Monate rechnet er bis Ende Jahr mit rund 320 000 Zuschauern für alle Kinosäle der Stadt; 100 000 für die Kinosäle von Cinemotion (Alpha, Corso und Rex), 220 000 für die zehn Säle des Multiplexkinos Cap’Ciné. Damit würde Cap’Ciné sein proklamiertes Ziel um 80 000 Eintritte verfehlen.

Samuel Meuwly, Direktor von Cap’Ciné, dementiert diese Prognosen. «Bis Ende Jahr werden wir 250 000 Zuschauer haben», sagte er auf Anfrage. «Es stimmt, das liegt leicht unter unseren Erwartungen, aber wir sind dennoch sehr zufrieden mit dem Resultat.»

Ohne finanzielle Probleme

Entgegen Behauptungen sei Cap’Ciné zudem nicht in finanziellen Schwierigkeiten. «Wir hatten am Anfang Managementprobleme. Zudem haben wir sehr viel in Filme in Originalversion investiert, was sich nicht ausbezahlt hat.» Der ab Ende Oktober auf dem Programm stehende 3D-Film «Fly Me to the Moon» (erste 3D-Film-Vorführung in der Westschweiz) wäre laut Meuwly aber nicht möglich, hätte Cap’Ciné kein Geld.

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