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Clément: «Vielleicht im Frühling eine konsultative Abstimmung durchführen»

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Für Freiburg, Villars-sur-Glâne und Marly beginnt nach der Initiative der kleineren Gemeinden nun das Umdenken. Es gebe mehrere Möglichkeiten, erklärt die Syndique von Villars-sur-Glâne, Erika Schnyder (SP), auf Anfrage: «Entweder führen die drei Gemeinden ihre Fusion fort, oder zumindest zwei von ihnen. Oder sie nehmen Gespräche mit anderen Gemeinden auf.» Noch sei es aber zu früh, sich auf eine Option festzulegen.

Sie habe Verständnis für den Entscheid der vier Gemeinden, so Schnyder. «Es war von Anfang an klar, dass eine Fusion nicht einfach sein wird. Die sechs Gemeinden sind sehr unterschiedlich. Die kleineren haben jetzt einen ersten Schritt getan.» Die Syndique ist überzeugt, dass eine grosse Fusion weiterhin möglich sei.

Nicht völlig überraschend

Noch nicht festlegen will sich Jean-Pierre Helbling (CVP), Syndic von Marly: «Das ist ein Entscheid des Gemeinderates, vorher kann ich nicht Stellung nehmen.» Für ihn kam der Entscheid nicht völlig überraschend, habe der Bericht des Experten (siehe Kasten rechts) doch mehrere Fusionsmöglichkeiten aufgezeigt. Dass nun nördlich von Freiburg eine neue Gemeinde von der Grösse Marlys und mit höheren Ansprüchen entsteht, mache ihm keine Angst. «Fusionen sind dazu da, aus kleinen Gemeinden grössere zu machen.» Das sei ein natürlicher Vorgang.

Zustupf vom Kanton

Enttäuscht über die Entwicklung ist der Freiburger Syndic Pierre-Alain Clément (SP): «Wenn man jahrelang an einem Projekt arbeitet, ist das ein Rückschlag.» Persönlich sei er weiterhin der Meinung, dass eine Fusion zu sechst der richtige Weg sei. Doch nun müsse man alle Optionen in Erwägung ziehen.

«Vielleicht werden wir im Frühling eine konsultative Abstimmung in den drei Gemeinden durchführen», so Clément. Danach wüssten die Gemeinderäte genauer, was die Bevölkerung nun erwarte. Sicher ist aber, dass Freiburg weiter nach möglichen Fusionsmöglichkeiten Ausschau halten wird – auch wegen des finanziellen Zustupfs, den der Grosse Rat vergangene Woche verabschiedet hat. «Es wäre für den Raum Grossfreiburg ein grosser Fehler, nicht von dieser Hilfe zu profitieren», sagt Clément, der sich für das Gesetz über die Förderung der Gemeindefusionen stark gemacht hatte. Die Stadt würde bei einer Fusion 16,9 Millionen Franken erhalten.

Zwei Fusionen möglich

Können sich Freiburg, Villars-sur-Glâne und Marly im kommenden Frühling auf eine gemeinsame Strategie einigen, wird es also wahrscheinlich zu zwei Fusionen rund um Freiburg kommen – bedeutet dies das Aus des Projekts «Fusion 2016»? Dazu wollen weder Pierre-Alain Clément noch Jean-Pierre Helbling eine genaue Antwort geben.

Ende Januar werden sich die drei Gemeinden erneut zu Gesprächen treffen. cf

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