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Coriolis hilft weiter über Organisatoren

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Coriolis hilft weiter über Organisatoren

Kultur-Gemeindeverband gegen Direktzahlung an Bühnenkünstler

«Freiburg hat eine bemerkenswerte und breite Kultur», sagte Nicolas Deiss, Präsident der Coriolis Promotion. Der Gemeindeverband sorge mit seiner Subventionspolitik, dass dies so bleibe – mit Unterstützung über Organisatoren und Institutionen.

Von CHRISTIAN SCHMUTZ

Erstmals waren gestern Abend zu einer Delegiertenversammlung des Kultur-Gemeindeverbandes «Coriolis Promotion» auch Gemeinden eingeladen, die nicht offiziell Mitglieder sind. Diese bezahlen einen freiwilligen Beitrag, aber nicht die ganze Summe der Mitglieder. Präsident Nicolas Deiss dankte ihnen ebenso wie den Mitgliedern für die moralische und finanzielle Unterstützung der Kultur. Insgesamt kommen von den Gemeinden um Freiburg jährlich rund 1,4 Mio. Franken zusammen – 1,2 Millionen gehen an die Kultur-Organisatoren und Institutionen plus 170 000 Franken ans Espace Nuithonie. 30 000 Franken sind Verwaltungskosten.

Nuithonie nicht doppelt unterstützen

Jene 170 000 Franken hatte der Stadtfreiburger Delegierte Pierre-Alain Rolle im Visier. Er machte im April einen Antrag, dass man Bühnenkünstler jährlich und direkt mit 200 000 Franken unterstützen sollte. Damit könnten diese ihr Überleben sichern. Das Geld würde Pierre-Alain Rolle beim Espace Nuithonie einsparen. Dieser erhalte nämlich über den Parallelverband «Coriolis Infrastruktur» der Gemeinden Freiburg, Villars-sur-Glâne, Granges-Paccot, Givisiez und Corminboeuf sowie die Casino-Ausschüttungen bereits mehr als eine Million Franken.

«Wir wollen kein Giesskannenprinzip, sondern qualitativ hoch stehende Kultur fördern», antwortete Präsident Deiss zu Rolles Anliegen. Alle Leute, die kulturelle Animation mit regionaler Bedeutung machten, könnten einen Antrag stellen. «Aber Coriolis Promotion subventioniert nicht eine Aufführung in einem Programm, das schon einen Beitrag erhält», sagte Deiss.

Deshalb sollten Künstler den Zugang zu Programmen suchen, welche bereits nach professionellen Kriterien zusammengestellt würden. So könne eine möglichst grosse Bevölkerungsschicht von den Subventionen profitieren und nicht einzelne Künstler. Aus diesem Grund hätten Kulturkommission und Ausschuss von Coriolis Promotion den Antrag abgelehnt.

Wohin soll das Casino-Geld?

«Es hat immer geheissen, die Kultur stehe auf zwei Säulen», sagte die Stadtfreiburger Delegierte Antoinette de Weck. Sie störte sich daran, dass mit der geplanten Auflösung von «Coriolis Finanzen» die jährlich erwarteten 700 000 bis 800 000 Franken vom Casino Barrière Freiburg nur noch für die Infrastruktur (Gastspielhaus Freiburg und Espace Nuithonie Villars-sur-Glâne) gebraucht werde. Dabei komme die bestehende Kultur zu kurz.

Das hörte nun aber Markus Baumer, Kulturdelegierter von Stadt und Agglomeration, nicht gern. Man habe extra die Subvention fürs Espace Nuithonie gegenüber dem früheren Espace Moncor um 100 000 Franken gekürzt, damit alle anderen seit 2004 100 000 Franken mehr erhielten als zuvor. 1,2 Mio. Franken würden an neun Veranstalter mit dreijährigen Subventionsverträgen sowie an 28 Veranstalter mit jährlichen Verträgen ausbezahlt, sagte Baumer. Die Promotion beeinträchtige die Infrastruktur-Pläne nicht. Man baue weiter auf zwei Säulen, auch wenn das Casino-Geld für den Betrieb von Gastspielhaus und Espace Nuithonie vorgesehen sei.

Reserve für
die nächsten Jahre angelegt

Die Delegierten von Coriolis-Promotion nahmen ohne Gegenstimme die Rechnung 2004 an, welche bei Einnahmen von 1,513 Mio. Franken mit einem Gewinn von 55 000 Franken schloss. Das Geld sei eine kleine Reserve für die kommenden Jahre, sagte Baumer.

Erstmals fand die Delegiertenversammlung in Marly statt. Die Agglomerations-Gemeinde ist nicht Mitglied, hat sich aber eine neue Aula als regionalen Aufführungssaal gegönnt. Als Mitglied könnte sie auch von den Subventionen für diese Infrastruktur profitieren. Ammann Francis Maillard zeigte sich jedenfalls interessiert an einer Mitgliedschaft. Kultur sei wichtig für Marly.

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