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Corona-Hilfe kommt schneller an

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Anfang November traf es die Wirte, Fitnesszenterbetreiberinnen und Kulturveranstalter erneut: Zum zweiten Mal nach dem Lockdown im Frühling mussten sie schliessen. Wie bereits im Frühling stellt der Kanton für jene, die schliessen mussten, finanzielle Hilfen bereit. Seit dem 23. November können Betriebe, die wegen der Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie schliessen mussten, Härtefall-Beiträge beim Kanton beantragen. Der Kanton übernimmt zudem die Geschäftsmiete sowie die Hypothekarzinse von Betrieben, die schliessen mussten. Vier Wochen später nun sind die ersten Beiträge ausbezahlt, insgesamt 1,7 Millionen Franken wie Pascal Krattinger von der kantonalen Volkswirtschaftsdirektion sagt (siehe auch Kasten).

Gewiss, für die leidenden Unternehmen, die Löhne bezahlen müssen, waren diese vier Wochen eine lange Zeit. Wenn man bedenkt, wie langsam die Mühlen der Verwaltung aber zu anderen Zeiten mahlen, ist das aber bemerkenswert schnell. Pascal Krattinger sagt sogar: «Wer heute sein Gesuch einreicht, hat im Idealfall übermorgen sein Geld.»

Prozess digitalisiert

Dass dies so schnell möglich ist, liegt an einer neuen Software-Lösung, die der Kanton seit einigen Wochen einsetzt. Diese stammt von der Firma CCI Cotting mit Sitz in Tafers. Die Gesuchsteller können ihre Anfrage für einen Härtefall- oder einen Mietbeitrag online über speziell dafür eingerichtete Formulare einreichen. Die Software namens «Partnerwise» triagiert dann von selbst die Gesuche. Der Geschäftsführer von CCI Cotting, Patrick Cotting, erklärt, wie das funktioniert: «Wir haben verschiedene Kriterien festgelegt, nach denen die Software beurteilt, ob ein Gesuch valide ist, oder ob es noch zusätzliche Abklärungen braucht.» Die validen Gesuche werden durch weitere Stellen geprüft und anschliessend direkt an die Buchhaltung weitergegeben, wo dann die Zahlung ausgelöst werden kann. «Im Idealfall braucht es dafür nur 15 Minuten», so Patrick Cotting.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kantons könnten sich so auf jene Gesuche konzentrieren, bei denen es noch weitere Abklärungen braucht. Weil der ganze Prozess von der Gesuchserfassung bis zur Zahlungsauslösung digitalisiert sei, gehe das schneller als zuvor. «Alles ist transparent und auch im Nachhinein noch überprüfbar», erklärt Patrick Cotting. Der Raum für Fehler sei praktisch gleich null. Denn CCI Cotting hat das Instrument bereits vor rund acht Jahren entwickelt und seither immer weiterentwickelt. Es wird unter anderem von Firmen benutzt, um Sponsoringanfragen zu behandeln. «Wir haben in den letzten Jahren schon alle möglichen Fälle durchgespielt, weshalb die Fehlerquote sehr gering ist. Das System hat keine Kinderkrankheiten mehr.»

Schweizer Server

Für die Nutzung des Kantons Freiburg musste es aber durchaus angepasst werden. «Der Prozess bei den Gesuchen ist schon komplexer als bei Privatfirmen», so Cotting. Er betont überdies, dass die Daten in der Schweiz bleiben: Man nutze Server eines namhaften Westschweizer Anbieters, der gross genug sei, um seine Server ausreichend zu schützen. «Es gibt in unserer Software keine Schnittstellen zu amerikanischer oder anderer internationaler Software.»

Rasche Umsetzung

Pascal Krattinger von der kantonalen Volkswirtschaftsdirektion ist zufrieden mit dem neuen Instrument. Es sei definitiv einfacher und schneller als bei der ersten Welle im Frühling, als ebenfalls Hilfen ausbezahlt wurden. Damals habe der Kanton noch viel mehr auf Papier gesetzt, wobei aber vieles abgetippt werden musste. Gerade bei Konto-Nummern gebe es da mehr Raum für Fehler.

Er lobt, wie schnell die Firma das Ganze umgesetzt habe: «Wir hatten den ersten Kontakt am 5. November. Am 23. November konnten wir starten.» Während Erfassung und Bearbeitung der Gesuche sehr rasch gingen, habe es bei der Auslösung der Zahlungen allerdings noch Anpassungen gebraucht. Deshalb seien die ersten Gelder erst diese Woche geflossen.

Pascal Krattinger sagt, dass man nun auf jeden Fall bereit sei und ein gutes Instrument habe – auch wenn es in Zukunft neue Schliessungen gebe und wieder Härtefall- oder Mietbeiträge nötig würden. «Ich hoffe natürlich, dass dies nicht der Fall sein wird.»

Zahlen und Fakten

Über 500 Gesuche registriert

Seit Ende November bis gestern sind bei der Volkswirtschaftsdirektion 584 Gesuche für die Übernahme von Miet- oder Hypothekarzinsen eingegangen, wie Pascal Krattinger von der Volkswirtschaftsdirektion sagt. 352 Gesuchsteller haben ihr Geld erhalten; insgesamt wurden rund 1,7 Millionen Franken ausbezahlt. 97 Gesuche sind an die Buchhaltung weiterverwiesen worden; das Geld wird in Kürze ausgezahlt. 63 Gesuche wurden abgelehnt; 72 Gesuche sind in Bearbeitung. Dazu kommen 47 Gesuche für die Hilfe für Härtefälle. Davon erhalten sechs in Kürze ihr Geld, zwei wurden abgewiesen und 39 Dossiers sind noch in Bearbeitung. Rund 85 Prozent aller Gesuche stammten von Restaurationsbetrieben. Der Rest kommt von Fitnessstudios, Massagesalons, Kinos und anderen.

nas

 

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