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Corona-Pandemie kostete die Stiftung St. Wolfgang bisher 800 000 Franken

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95 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in den Heimen der Stiftung sind geimpft, ebenso rund 60 Prozent des Personals.
Charles Ellena/a

Mehr Pflegeausfälle, weniger Einnahmen und höhere Betriebskosten: Die Corona-Pandemie hat in der Stiftung St. Wolfgang Mehrkosten von 800 000 Franken verursacht. Der Kanton übernimmt einen Grossteil dieses Betrags.

«Es war ein sehr spezielles Jahr» – dieser Satz fiel an der Sitzung der Stiftung St. Wolfgang vom Donnerstagabend in Wünnewil gleich mehrfach. Der Umgang mit der Covid-19-Pandemie forderte sowohl das Personal wie auch die Geschäftsleitung und den Verwaltungsrat der Stiftung, welche die Pflegeheime in Düdingen, Schmitten, Flamatt und Bösingen betreibt.

Finanzchef Daniel Neuhaus umschrieb die spezielle Situation in Bezug auf die finanziellen Auswirkungen von Corona auf die Heime. Die Betriebsrechnung 2020 schliesst mit einem Ausgabenüberschuss von 165‘409 Franken – etwa soviel war auch budgetiert worden. Das Defizit hätte aber viel höher ausfallen können, wenn die fünf Trägergemeinden aus dem Sense-Unterland alle Mehrkosten, welche die Pandemie verursacht hat, hätten selbst tragen müssen.

800‘000 Franken Mehrkosten

Es handelt sich um einen Betrag von 800 000 Franken. Etwa 470 000 Franken fallen auf Personalkosten: Es galt, Ausfälle in der Pflege zu kompensieren. Zudem wurde aber auch die Aktivierung von fünf auf sieben Tage erhöht, um die Moral der Bewohner zu stärken, als in allen Heimen ein Besuchsverbot galt.

Etwa 227 000 Franken Mindereinnahmen verzeichnet die Stiftung, weil keine Mittagstische, keine Bankette oder andere Feiern stattfanden, die Cafeterias geschlossen waren und weniger Pensionstaxen als budgetiert eingenommen wurden. Denn als sich die Infektionen im Heim Wolfacker in Düdingen gehäuft hatten, hatte die Stiftung entschieden, zehn Betten für rund einen Monat nicht mehr neu zu belegen, bis sich die Lage beruhigt hatte.
Weiter musste die Stiftung rund 110 000 Franken investieren, um Schutzausrüstungen, Kittel, Handschuhe, Masken, Desinfektionsmittel und Trennwände zu besorgen.

Kanton beteiligt sich

Rund 500 000 Franken dieser Mehrkosten übernimmt der Kanton, einen Teil Versicherungen, so dass noch rund 200 000 Franken blieben, die zum Defizit beigetragen haben. «Es war uns nicht wohl, als wir im letzten Jahr über die Zahlen informiert worden sind», sagt der für die Finanzen zuständige Verwaltungsrat Hans Jörg Liechti. Er sei froh, dass sich der Kanton grosszügig an den Kosten beteilige. «Es war auch ein verrücktes Jahr für das Team», sagte er und schloss sich dem Dank von Stiftungspräsidentin Ursula Krattinger-Jutzet für den Einsatz der rund 240 Mitarbeitenden an.

Gut belegt

Trotz der leerstehenden Betten in Düdingen verzeichnet die Stiftung im Durchschnitt aller Heime mit 98,8 Prozent eine sehr gute Belegung – sogar eine bessere als im Vorjahr (97,9). Weniger gut besetzt war das Tagesheim St. Wolfgang. Dieses war 2020 nur an 1111 Tagen oder zu 30 Prozent belegt, im Vorjahr waren es noch knapp 3000 Tage.

Die Stiftung St. Wolfgang hat im letzten Jahr rund 800 000 Franken investiert, die grösste Ausgabe steckte sie in die Erneuerung das System für Telefonie, Ruf und Ortung.

Ausbaupläne laufen

Die Stiftung plant Um- und Ausbauten in den Heimen Schmitten und Flamatt. Gemäss Geschäftsführer Ivo Zumwald laufen die Abklärungen. Klar ist, dass der Anspruch der Stiftung für zwölf zusätzliche Betten auf Bezirksebene und bei den kantonalen Behörden unbestritten ist. Der Kanton habe sogar signalisiert, dass der Bezirk aufgrund der Altersentwicklung bis 2030 ein Bedarf an 70 neuen Pflegeplätzen haben wird. «Wir haben derzeit 20 dringende Gesuche, die wir in den Heimen der Stiftung nicht unterbringen können», sagte Ivo Zumwald. Auch im übrigen Bezirk gebe es Wartelisten.

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