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«Crash-Diäten» bringen nichts

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Ratgeber Ernährung

Autor: Corinne Spahr

«Crash-Diäten» bringen nichts

Die Festtage sind vorüber, und ich habe den Drang, mich möglichst rasch von den zusätzlichen Pfunden zu trennen, die sich auf meiner Hüfte angesammelt haben. Nun möchte ich eine «Reisdiät» beginnen. Ist das sinnvoll? D.K.

Es ist naheliegend, sich mit einer radikalen Diät rasch auf ein normales Gewicht zu bringen. Im Fachjargon werden solche Kurz-Diäten mit rascher Gewichtsabnahme «Crash-Diäten» genannt. Das Gewicht geht im Sturzflug hinunter – aber die Landung ist verheerend.

Diese Diäten sind alle simpel konzipiert: Man ernährt sich einseitig von zwei bis drei verschiedenen Nahrungsmitteln und trinkt Unmengen von Wasser oder Tee. Diese Kuren heissen dann «Reisdiät», «Grapefruit-Essig-Kur» oder «Krautsuppen-Fasten» – es gibt unzählige Variationen. Die Zusammensetzung ist irrelevant, Hauptsache, das Essen verleidet einem und man nimmt ab.

Leider sind diese Formen der Gewichtsreduktion unwirksam, unnötig und gelegentlich sogar gefährlich. Unwirksam, weil bei Menschen mit einem Übergewichtsproblem die Gegenregulation des Körpers für einen Jo-Jo-Effekt vorprogrammiert ist. Das Gewicht kommt immer zurück.

Unnötig, weil für Menschen ohne Übergewicht die Regulation des Körpergewichts bei kleinerer Gewichtszunahme noch funktioniert und die ein bis zwei zusätzlichen Kilos auch ohne Ernährungs-Brutalitäten bis Ende Januar wieder verschwunden sind. Fastenkuren nach den Festtagen haben also nur einen Sinn, wenn Sie sich für das Genossene gehörig bestrafen wollen oder wenn das Fasten zu einer spirituellen Grenzerfahrung führen soll. Mit Gewichtskontrolle oder gar Gesundheit hat das nichts zu tun. Haben Sie also nach den Festtagen effektiv zugenommen, empfehle ich Ihnen: Riskieren Sie keinen Crash. Wenn Sie vor den Festtagen in der Lage waren, Ihr Gewicht zu kontrollieren, können Sie das mit einer ausgewogenen Ernährung und vermehrter Bewegung auch weiterhin erfolgreich tun.

Wenn Sie bereits vor den Festtagen Gewichtsprobleme hatten, wird eine nachhaltige Gewichtsreduktion nur mit einer Änderung des Lebensstils erfolgen. Abnehmen geschieht nicht nur über Ernährung und Bewegung, sondern auch über den Kopf. Das Allerwichtigste ist, dass die Lebensqualität nicht auf der Strecke bleibt.

Corinne Spahr ist diplomierte Ernährungsberaterin mit einer eigenen Praxis im Zentrum für Ernährungsberatung und Bewegung in Bern. Sie wohnt in Überstorf. corinne.spahr@bluewin.chwww.corinnespahr.ch

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