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Crésuz ist der neue Krösus

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Den Titel als Freiburger Steuerkrösus hat viele Jahre lang meist die Seebezirkler Gemeinde Greng geholt. Zwar übernahm in den letzten Jahren Siviriez kurzfristig Platz eins als Gemeinde mit den höchsten Einnahmen bei der einfachen Kantonssteuer pro Einwohner. Doch die vermögende Person, die für diese Ausnahmestellung verantwortlich war, ist gestorben, und Siviriez liegt wieder unter dem Durchschnitt aller Freiburger Gemeinden.

Dafür hat nun eine andere Gemeinde Greng den Rang abgelaufen. Gemäss der gestern publizierten Steuerstatistik 2017 hat Crésuz (Greyerzbezirk, 342 Einwohner) ein durchschnittliches Steuereinkommen von 18 638 Franken und liegt damit vor Greng (175 Einwohner) mit 16 315 Franken. In der drittklassierten Gemeinde Auboranges (Glanebezirk, 285 Einwohner) liegt der Steuerdurchschnitt bei 5478 Franken.

Greng legte zwar gegenüber dem Vorjahr nochmals um 1600 Steuerfranken pro Einwohner zu, Crésuz aber steigerte sich von 8417 Franken im Jahr 2016 auf die 18 638 Franken von 2017.

Ein lukrativer Jobwechsel

Eine Antwort auf diese spektakuläre Steigerung findet sich im Protokoll der Gemeindeversammlung von Crésuz zur Rechnung 2017: «Ein Bürger hat seine Stelle gewechselt, und sein Einkommen hat stark zugenommen, speziell für das Jahr 2017. Dies erklärt auch die Zahlung zusätzlicher Steuern und die aktuelle Situation.»

Der besagte Bürger wurde bereits vier Jahre zuvor an der Gemeindeversammlung als «wichtiger Steuerzahler» begrüsst, nachdem er kurz zuvor seine Papiere in Crésuz deponiert hatte. Bereits damals machte die Gemeinde einen Sprung nach oben in der Rangliste der Gemeinden.

Beim Steuerzahler handelt es sich um Paul Bulcke, zu jenem Zeitpunkt Vorsitzender der Konzernleitung von Nestlé. Wie aus einem Interview von damals mit der Zeitung «La Gruyère» hervorging, bezog Bulcke als Konzernchef einen Jahreslohn von rund 10 Millionen Franken.

Im April des Jahres 2017, in dem Crésuz den spektakulären Sprung im Steuereinkommen machte, ist Bulcke zum Präsidenten des Verwaltungsrats von Nestlé aufgestiegen.

Aus den Protokollen der Gemeindeversammlung von Crésuz werden noch andere Gründe für den Steuersegen genannt. So gab es 2017 Nachzahlungen aus den Vorjahren. Zudem sind in den letzten Jahren einige Zweitresidenzen zu Erstresidenzen geworden.

Nach dem unerwarteten Gewinn von 2017 hat die Gemeinde ausserordentliche Abschreibungen vorgenommen und eine Million Franken als Reserve für die sanierungsbedürftige Strasse nach Charmey angelegt.

Seebezirk zuvorderst

Insgesamt beträgt im Kanton Freiburg der Steuerdurchschnitt pro Einwohner 2540 Franken. Das ist leicht mehr als in den beiden Jahren zuvor. Unter den Top-Ten-Gemeinden befinden sich mit Greng, Muntelier, Merlach, Mont-Vully und Kleinbösingen gleich fünf aus dem Seebezirk. Der Seebezirk führt auch die Rangliste aller sieben Bezirke an und Murten diejenige der Bezirkshauptorte. Tafers belegt bei den Hauptorten neu Rang zwei; der Sensebezirk liegt an fünfter Stelle der Bezirke.

Am geringsten ist der Steuerdurchschnitt in der Gemeinde Jaun mit 1813 Franken. Immerhin teilt sich Jaun das Schlusslicht nun mit Cheiry aus dem Broyebezirk.

Zahlen und Fakten

Erstmals über 5000 Millionäre

Die Freiburgerinnen und Freiburger haben 2017 total 853  Millionen Franken Einkommens- und Vermögenssteuern bezahlt. Während 56,6 Prozent ein steuerbares Einkommen von unter 50 000 Franken aufweisen, versteuern 11,3 Prozent ein Einkommen von über 100 000 Franken. Diese 11,3 Prozent bezahlen 42,4 Prozent der Einkommenssteuern. Rund drei Viertel der Steuerpflichtigen haben ein Vermögen von weniger als 100 000 Franken. 2,9 Prozent haben jedoch ein Vermögen von mehr als einer Million. Die Anzahl der Millionäre übersteigt mit 5072 erstmals die Marke von 5000. Zum Vergleich: 2009 wurde die Marke von 3000 Millionären geknackt.

Die Unternehmen des Kantons haben 2017 total 146 Millionen Franken an Gewinnsteuern und 28,7 Millionen Franken als Kapitalsteuer bezahlt. Beides bedeutet eine Fortsetzung der stetigen Steigerung aus den Vorjahren. Bei der Gewinnsteuer ist der Ertrag der Gesellschaften mit ordentlichem Status stark gestiegen. Dagegen sind die Einnahmen von Firmen mit Spezialstatus um die Hälfte auf 9,8 Millionen Franken zurückgegangen. Viele Firmen haben wegen dessen angekündigter Abschaffung den Spezialstatus schon vorgängig aufgegeben. Legt man die Steuern natürlicher und juristischer Personen zusammen, liegt die Stadt Freiburg an der Spitze.

uh

 

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