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Cuchaules für die Bundesräte

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eine Wandergruppe mit Personen mittleren Alters steigt einen Hügel neben Charmey hinunter, um vor einem hübschen Chalet Halt zu machen. Die Sonne scheint durch die Wolken, Schmetterlinge fliegen über das duftende Gras. Die Stimmung ist locker. Man lacht, ist in Jeans oder Hemden ohne Krawatten gekleidet … Da bildet sich plötzlich eine Traube von Journalisten um die Gruppe. Kameras laufen, Mikrofone werden geschwenkt, und dann in einigem Abstand stehen Polizisten.

Die Wandergruppe war keine gewöhnliche. Hier war der Bundesrat in corpore im Val-de-Charmey unterwegs – im Rahmen seiner jährlichen «Schulreise», die ihn jeweils in den Heimatkanton des amtierenden Bundespräsidenten führt. Nach Joseph Deiss (CVP) 2004 war die Reihe dieses Mal an Alain Berset (SP), und so gastiert die Landesregierung noch bis morgen zwei Tage lang im Freiburgerland.

«Die Menschen im Zentrum»

«Die Stimmung ist sehr gut», sagte Bundesrat Guy Parmelin (SVP). «Es ist sehr schön, jedes Jahr eine andere Region der Schweiz zu entdecken.» Sein Amtskollege Ueli Maurer (SVP) bekannte, die Gegend sehr gut zu kennen. «Ich war oft im Militär hier», meinte er.

Für Bundesrat Ignazio Cassis (FDP) sind die Bundesräte vor allem «Arbeitskollegen». Nach neun Monaten im Amt wisse er nun langsam auch, wie jeder ticke. Simonetta Sommaruga (SP) fand es schön, dass «für einmal die Menschen und nicht die Politiker im Zen­trum stehen». Doris Leuthard (CVP) lobte vor allem die «aussergewöhnliche Naturschönheit rund um Charmey», und Johann Schneider-Ammann (FDP) schwelgte in Kindheitserinnerungen. «In meiner Schulzeit war ich hier öfter im Skilager», sagte er.

Nach dem Pressetermin stand eine Begegnung mit der Bevölkerung im Zentrum von Charmey auf dem Programm, die trotz jäh einsetzendem Regen von fröhlicher Stimmung geprägt war. Dabei gab sich nicht nur der gesamte Freiburger Staatsrat die Ehre, sondern auch Nationalratspräsident Dominique de Buman (CVP), Nationalrätin Christine Bul­liard-Marbach (CVP), der Freiburger Stadtammann Thierry Steiert (SP) sowie der Syndic von Charmey, Yves Page.

Alain Berset nutzte die Gelegenheit, um vor versammelter Festgemeinde eine frei nach La Fontaine selbst geschriebene Fabel zum Besten zu geben: diejenige vom Bären und dem Stier, in Anspielung auf die Wappentiere von Bern und Bulle. «Aber als Bundespräsident bin ich sowieso an allem schuld», so Berset weiter. «Am AHV-Alter, an den Krankenkassenprämien und jetzt auch noch am schlechten Wetter.» Begonnen hatte der Tag mit einer Extrazug-Fahrt von Bern nach Bulle – wobei schon die ersten Cuchaules probiert wurden. Danach besuchte der Bundesrat das Restaurant «Gare à toi» – eine soziale Einrichtung – sowie das Kulturzentrum Ebullition, wo die Greyerzer «Darius Band» die Regierungsmitglieder mit für ihre Ohren eher ungewohnten Heavy-Metal-Klängen verwöhnte. Abgeschlossen wurde der erste Tag im Broyebezirk.

Heute steht eine Begegnung mit der Stadtfreiburger Bevölkerung auf dem Programm, die ab 12 Uhr im Kraftwerk Ölberg neben der Mittleren Brücke über die Bühne geht. Auch eine Delegation der Kantonsregierung wird zugegen sein.

Wie hoch das Budget einer solchen Bundesratsreise ist, sagte Alain Berset nicht. Mitarbeiter der Bundeskanzlei verrieten den FN jedoch, dass sie sich auf mehrere 10 000 Franken belaufen dürfte – hauptsächlich wegen der doch beträchtlichen Sicherheitsmassnahmen.

«An allem bin ich schuld, am AHV- Alter, an den Krankenkassen­prämien und jetzt auch noch am schlechten Wetter.»

Alain Berset

Bundespräsident

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