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CVP-Parteispitze strebt eine Nachzählung an

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«Die Freiburger Gesetzgebung kennt keine Bestimmung, die ein Nachzählen der Wählerstimmen regelt.» Dies sagte Vizekanzler Marc Valloton den FN, als sich ein knapper Wahlausgang abzeichnete. Der Staatsrat validiert normalerweise die Wahlresultate an seiner Sitzung von morgen Dienstag, und Ende Woche werden sie im Amtsblatt publiziert. Staatskanzlerin Danielle Gagnaux verkündete gestern gegen 21.30 Uhr die Resultate als «definitiv».

Nach dem knappen Ausgang zwischen Beat Vonlanthen (CVP) und Johanna Gapany (FDP) will die unterlegene CVP aber ein erneutes Auszählen der Wahlbulletins verlangen. Bereits gestern hatte sich die Parteispitze der CVP zusammengetan, einen Juristen konsultiert und sich zu diesem Schritt entschieden, falls Vonlanthen den zweiten Rang nur knapp verpassen würde. Dies trat dann auch ein. Die gestrigen Informatikprobleme bei der Wahlauswertung und die hohe Zahl an ungültigen Wahlzetteln bestätigten die Parteispitze in ihrer Haltung. Auch hatten sich Auslandschweizer beklagt, dass sie die Wahlunterlagen nicht rechtzeitig erhalten hätten.

FDP-Präsident Sébastien Dorthe sagte anschliessend, seine Partei sehe einer allfälligen Nachzählung gelassen entgegen.

Dorthe zeigte sich sehr erfreut über den Sieg Gapanys. Die Kandidatin habe die Wählerschaft überzeugt und eine Alternative zum bisherigen Ständerats-Duo dargestellt. Dass die Freiburgerinnen und Freiburger einen Wandel wollten, habe sich beim ersten Wahlgang angedeutet und nun bestätigt.

Markus Bapst, Co-Präsident der CVP, stellte fest, dass deren Kandidat Beat Vonlanthen gestern wie schon im ersten Wahlgang nicht die erhoffte Stimmenzahl erreicht hat. Für den ersten Wahlgang erklärt Bapst sich das damit, dass die Ständeratswahl in der Partei etwas mit der Nationalratswahl mitlief. Für die Stichwahl intensivierten die Partei und der Kandidat die Kampagne unter anderem mit mehr Plakaten und Inseraten. «Doch die Zeit bis zum zweiten Wahlgang ist dafür sehr knapp gewesen», so Bapst. Er attestierte aber auch der FDP, dass diese mit ihrer Gegenkandidatur das absolute Maximum herausgeholt hat.

Auch wenn es für den klar gewählten SP-Ständerat Christian Levrat gestern nie eng wurde, betonte der Präsident der Kantonalpartei, Benoît Piller, dass sich die Ausgangslage für die SP als knifflig präsentiert habe. «Alle sagten, dass Christian Levrat mit seinem Vorsprung der Sieg nicht mehr zu nehmen sei. Das machte die Mobilisierung schwierig», so Piller.

Vor vier Jahren hatte Levrat die Wahl ebenfalls im zweiten Wahlgang souverän geschafft. «2015 war die Mobilisierung aber einfacher, weil damals Jean-François Rime für die SVP den SP-Sitz angriff», so Piller. Dieses Mal wurde Gapanys Kampagne hingegen eher als Angriff auf Vonlanthen angesehen.

Dass Levrat für die Stichwahl Partei für Vonlanthen ergriff, hatte gemäss Piller einen geringen Einfluss auf die eigene Kandidatur. «Christian Levrat hat es so ausgedrückt, dass er die Arbeit im Ständerat gerne in der bisherigen Konstellation weiterführen möchte.» Die Partei drückte diese Unterstützung nie so klar aus, aber es sei letztlich doch eine Frage gewesen, ob man neben der SP lieber die CVP oder eine rechte FDP wolle, sagte Piller gegenüber den FN.

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