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CVP setzt auf neue Strategie für den Nationalrat

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Die Bezirkspar­teien nominieren eine Kandidatin oder einen Kandidaten für die Nationalratswahlen, an der Delegiertenversammlung der Kantonalpartei werden diese dann unter Applaus auf die Liste gesetzt. So machen das die Freiburger Parteien rundum. Und so machte es auch die CVP. Bisher jedenfalls.

CVP Sense tagt heute

Doch gestern verschickte die Kantonalpartei eine Liste mit den Namen der sieben Kandidatinnen und Kandidaten für den Nationalrat und mit dem Kandidaten für den Ständerat (siehe Kasten) – noch bevor auch nur eine einzige Bezirkspartei ihre Nominationsversammlung abgehalten hat.

Warum sollen die CVP-Mitglieder im Sensebezirk heute Abend noch ins Restaurant Kreuz in Schmitten gehen und dort für die bisherige Nationalrätin Christine Bul­liard-Marbach und Grossrat Bruno Boschung stimmen, wenn die Kantonalpartei die beiden schon als Kandidierende für die Wahlen im Oktober bestimmt hat? «Die Bezirksparteien können sich immer noch für jemand anderen entscheiden», sagt Markus Bapst, Co-Präsident der kantonalen CVP. «Auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass das passieren wird.»

Laut den Statuten der CVP müssen die Bezirksparteien ihre Kandidatinnen und Kandidaten zuhanden der kantonalen Delegiertenversammlung nominieren. «Uns war es aber wichtig, dass wir regional zusammenarbeiten und die besten Kandidatinnen und Kandidaten suchen», sagt Bapst. Der erweiterte Vorstand der Kantonalpartei habe zusammen mit den Bezirkspräsidenten nach geeigneten Personen gesucht. «Wir hatten sehr intensive Diskussionen über das Wählerpotenzial der verschiedenen Kandidatinnen und Kandidaten.»

Beruf, Geschlecht, Sprache

Dabei schaute die CVP darauf, dass möglichst unterschiedliche Berufe vertreten sind, dass mindestens drei Frauen nominiert werden und dass Französisch- und Deutschsprachige auf der Nationalratsliste zu finden sind. Klar war auch: Mindestens eine Person muss aus der Stadt Freiburg kommen, eine weitere aus Bulle. «Mit ihren Agglomerationen sind Freiburg und Bulle wichtig, denn dort wohnen viele Wählerinnen und Wähler», sagt Markus Bapst. Darum könne es sich die CVP auch vorstellen, aus diesen Regionen je zwei Personen zu nominieren. Zwei Personen stellt nun aber der Sensebezirk. «Dort haben wir mit Christine Bulliard-Marbach eine gewählte Nationalrätin, die im ganzen Kanton eine Resonanz hat wie sonst keine andere Kandidatin», sagt Bapst.

Die CVP hat erstmals ihre Nationalratsliste bekannt gegeben, bevor die Personen nominiert sind. Ist es an der Zeit, die Nominationsversammlungen in den Bezirken abzuschaffen? «Das ist eine Überlegung wert», sagt Bapst. Er betont aber zugleich, dass das nur für die nationalen Wahlen gelte. «Die Nominationen für die kantonalen Wahlen liegen ganz klar weiterhin in den Händen der Bezirksparteien.»

Personen

Drei Männer, vier Frauen

Gestern gab die Kantonalpartei der CVP ihre Nationalratsliste bekannt: Christine Bulliard-Marbach (Ueberstorf, bisher), Francine Defferrard (Villars-sur-Glâne), Anne Meyer Loetscher (Estavayer), Marie-France Roth Pasquier (Bulle), Bernhard Altermatt (Freiburg), Bruno Boschung (Wünnewil-Flamatt), Jean-Luc Mossier (Remaufens). Für die kleine Kammer steigt die CVP mit dem jetzigen Ständerat Beat Vonlanthen (Heitenried) ins Rennen.

njb

 

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