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CVP steigt mit Jean-Pierre Siggen ins Rennen

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Um 21.40 Uhr war es klar: Jean-Pierre Siggen soll am 22. September für die CVP die Dreiervertretung im Staatsrat sichern und die Nachfolge von Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot antreten. Die 338 in Neyruz versammelten Delegierten beschlossen dies zur Überraschung vieler schon im ersten Wahlgang. Doch das Resultat war knapp: Siggen erhielt 174 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 170 Stimmen. Siggen, Arbeitgeberdirektor und Chef der CVP-Grossratsfraktion, liess die amtierende Staatskanzlerin Danielle Gagnaux mit 111 Stimmen hinter sich. Als Dritter klassierte sich Jean-Luc Vez, wie Siggen Kandidat der Stadt-Sektion, mit 53 Stimmen. Siggen kündigte seinen Parteikollegen einen harten Wahlkampf an, den die CVP nur gewinnen könne, wenn sie zusammenhalte. «Die Nomination ist vorbei, nun hat der Wahlkampf begonnen.»

Die Versammlung hatte mit fast einer halben Stunde Verspätung begonnen, weil sich so viele Delegierte in den Saal gedrängt hatten. Vor allem die beiden Sektionen der drei Kandidaten waren in grosser Zahl gekommen. Präsident Eric Menoud begrüsste die Anwesenden auf Deutsch mit den Worten: «Es ist grossartig, grandios. Es freut mich, dass ihr so zahlreich gekommen seid.» Zuerst wurde die scheidende Erziehungsdirektorin und zukünftige Direktorin des Bundesamtes für Kultur, Chassot, verdankt und mit stehendem Applaus verabschiedet.

Einführend informierte Menoud die Delegierten, dass die Gespräche für eine bürgerliche Allianz mit der FDP und der SVP am Laufen seien. Er rief die Delegierten dazu auf, am 11. Juli noch mal nach Neyruz zu kommen, um den Rahmen eines möglichen Abkommens zu besprechen. Menoud gab dabei den Tarif durch: «Unsere Partei ist kompromisslos, wenn es um unsere Werte geht.» Wichtig sei eine starke Mitte.

 «Wert-volle» Vorstellungsrunde

 Siggen hatte die zentrale Bedeutung der Werte und der Familie, aber auch seine Stärken im Bereich der Wirtschafts- und Sozialpolitik betont. Bereiche, die für den Kanton zentral seien. Als Staatsrat werde er sich vor allem für die Interessen der Jugend, die berufliche Bildung, freiere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und die Alterspolitik einsetzen. Siggen hat in seiner Funktion als Fraktionschef seit 2009 die zentralen Dossiers des Kantons aus nächster Nähe mitverfolgt.

Die amtierende Staatskanzlerin Danielle Gagnaux hatte sich als Kennerin der aktuellen Freiburger Politik präsentiert. «Man kann nur in der Mitte gut führen», sagte sie. Sie sei eine Frau der rechten Mitte und der Werte. Sie setzte auch einen Schwerpunkt auf die Wirtschaft und die Innovation, verwies auf die wichtige Position des Kantons zwischen Tradition und Moderne und betonte ihre «grüne» Ader. Sie rief nach der Nomination ihre Anhänger dazu auf, sich geschlossen hinter Siggen zu stellen.

Jean-Luc Vez, Direktor des Bundesamtes für Polizei, hatte im Vorfeld der Nomination nicht einmal die Unterstützung des Vorstandes seiner eigenen Parteisektion gehabt. Er wies die Delegierten darauf hin, dass er eines der grössten Ämter der Bundesverwaltung führe. Vez legte seine ganze Erfahrung auch mit komplexen politischen und juristischen Dossiers auf die Waagschale. Er sagte, er könne einen neuen Blickwinkel in die Politik bringen. «Meine Bürotür wird für Sie immer offen sein.» Nach der Nomination von Siggen wagte Vez ein Wortspiel mit dessen Namen: «Am Ende werden wir siegen» – mit kurzem ‹i›.»

Zur Person

Jean-Pierre Siggen: CVP-Fraktionschef

Jean-Pierre Siggen wurde 1962 im Wallis geboren und hat in Lausanne Rechts- und Wirtschaftswissenschaften studiert. Ab 1989 war er beim Schweizerischen Gewerbeverband tätig und arbeitete anschliessend für den CVP-Bundesrat Flavio Cotti und dann den Freiburger CVP-Bundesrat Joseph Deiss. Seit 2000 ist Siggen Direktor des Freiburgischen Arbeitgeberverbandes. Er wurde 2006 erstmals und 2011 das zweite Mal in den Grossen Rat gewählt. 2009 übernahm er die Leitung der Fraktion. Siggen war auch Präsident der Stadtpartei und Mitglied des Generalrates.fca

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