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Da hätte Obelix seine Freude daran gehabt

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«Vully Celtic» vom Besucheraufmarsch fast überrumpelt

Autor: Von URS HAENNI (Text) und CHARLY RAPPO (Bilder)

Bei jedem grösseren Anlass misst sich der Erfolg an der Anzahl bezahlter Eintritte. Diesbezüglich kann Vully Celtic ein Resultat über allen Erwartungen verbuchen. Mit 5000 Eintritten hatten die Organisatoren der in diesem Jahr 30-jährig werdenden Vereinigung Pro Vistiliaco gerechnet. OK-Präsident Claude-Alain Gaillet hatte optimistisch auch schon mal von 7000 bis 9000 Besuchern gesprochen. Nun wurden am Freitagabend 500, am Samstag 6500 und am Sonntag 4000 Eintritte gelöst. Total 11 000 Besucher lockte Vully Celtic also an, und es hätten noch mehr sein können, wenn der OK-Präsident angesichts der Autokolonnen auf dem schmalen Strässchen des Wistenlachs und anhand des Gedränges vor den Kassen nicht plötzlich gesagt hätte: «Stop. Ausverkauft.»Eine andere Zahl fasst den Besuchererfolg, aber auch das Konzept des Anlasses noch viel besser zusammen: Es wurden 17 gebratene Wildschweine verspiesen.

Gute Laune bei Akteuren wie beim Publikum

Der grosse Besucheraufmarsch offenbarte aber auch die Schwachpunkte der Veranstaltung. «Wir waren unterdotiert in der Logistik», bekennt OK-Präsident Gaillet. «Die 250 freiwilligen Helfer, verteilt auf drei Tage – das reichte nicht.» Bei der Kommunikation und Information, beim Verkehr und beim Eintrittsbereich sei man regelrecht überrumpelt worden. Als Festbesucher musste man auch zum Teil lange Wartezeiten bei den kulinarischen Ständen verbringen. So hiess es beispielsweise um 14 Uhr am Sonntagnachmittag, das Wildschwein sei alle, es gebe in zwei Stunden wieder neues. Und gleich nebenan beim Fischhändler betrug die Wartezeit auf ein Karton Fischknusperli rund eine Stunde.Dies vermochte allerdings die Festlaune beim Publikum kaum zu verderben. «Mir machten am meisten die Gesichter der Leute Freude», sagt Ok-Präsident Gaillet. «Das Strahlen in den Augen, das Lächeln der Leute – das hat mich berührt.» Es handelte sich um Besucher jeglichen Alters, und anhand der Autokennzeichen erkannte man, dass neben dem Hauptharst aus dem Kanton Freiburg, Besucher aus Bern, Neuenburg, Waadt, Wallis und Zürich angereist waren.Die gute Laune übertrug sich auf die zahlreichen Akteure des Keltenfestivals. So zum Beispiel die Gruppe «Gladio», die unter der Führung des Professoren Thierry Luginbühl und des Waffenmeisters Michael Hewer Demonstrationen aus der Kampfkunst vor rund 2000 Jahren bot, und dann auch die entsprechend begeisterten Kinder mit Schwert und Lanzen ausstattete und sie instruierte. Thierry Luginbühl sagte denn auch gegen Ende des Festivals: «Einen Auftritt vor so zahlreichem und mitfieberndem Publikum, das hatten wir noch nie.»Auch die Musiker fühlten sich vom Publikum gut aufgenommen. Am Freitag- und Samstagabend sowie am Sonntagnachmittag präsentierten sich acht Bands auf der Hauptbühne. Der irische Einfluss war omnipräsent. Der Irish-Blueser Kevin Flynn aus Belfaux war zwei Wochen zuvor noch bei Rock oz’Arènes in Avenches auf der Hauptbühne gestanden. Der Auftritt auf dem Vully sei ihm aber tiefer unter die Haut gegangen, sagte er, da das Publikum noch mehr mitmachte.

Showbühne für Archäologen

Celtic Vully hatte aber auch eine bildende Mission. Da widmete Pro Vistiliaco ihrer Urmutter und ehemaligen Kantonsarchäologin die «Espace Hanni Schwab», da führte eine Diaschau in die Geschichte des Wistenlacher Oppidums ein, da bekamen auch das römische Museum in Vallon und das archäologische Museum «Lathénium» bei Neuenburg ihre Bühne und ihr Publikum.Zum Abschluss wurden die Besucher sonntags gegen 18 Uhr vom Festivalgelände Richtung nachgebildetem Oppidum-Tor geführt. Da entbrannte plötzlich ein heftiger Kampf mit Schwertern, Lanzen und Schildern um die Kontrolle des Festungstores. Gemäss Augenzeugen soll nach der Schlacht ein beleibter Gallier mit blau-weiss gestreiften Hosen bei den Schlachtopfern Römerhelme eingesammelt haben.

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