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«Damals war es ziemlich abenteuerlich»

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Es ist ein schöner, warmer Sommertag und der Campingplatz Löwenberg am Murtensee ist gut besetzt. Werner Hunziker sitzt in der Badehose vor seinem Wohnwagen im Schatten und beobachtet das Treiben der Camper. «Wir waren 1965 das erste Mal hier und sind hängen geblieben», erzählt der 75-Jährige in breitem Baseldeutsch. Seither sind Werner Hunziker und seine Frau Lilly Dauermieter, mittlerweile im dritten Wohnwagen. «Der Campingplatz ist neben Basel unsere zweite Heimat geworden.»

Weder Wasser noch Strom

An die Anfangszeiten auf dem Camping Löwenberg erinnert sich Hunziker noch gut. «Damals war es einfach ein Platz, auf dem man seinen Wohnwagen oder sein Zelt hinstellen konnte.» Eine Infrastruktur war nicht vorhanden. «Als WC diente ein kleines Holzhäuschen im Wald, fliessendes Wasser oder Strom gab es nicht.» Das Wasser habe Hugo Wittwer, der verstorbene Gründer des Campings, bei einem Brunnen des Schlösschens Löwenberg geholt. «Mit seinem alten Peugeot fuhr er die Kanister für die Gäste an den See», erzählt Hunziker und lacht. Später habe er das Wasser in Sirup-Fässern geliefert, die einen Hahn hatten. «Das war schon fast eine Revolution für uns.» Den ersten Strom habe ein alter Armeegenerator erzeugt, der immer wieder ausstieg. «Damals war das Campieren hier noch ziemlich abenteuerlich.»

Camping-Gründer Wittwer habe viele Ideen gehabt und sie einfach umgesetzt, ohne sich um Vorschriften zu kümmern. «Den Vertrag für den Campingplatz hat er mit den Erben der Familie de Rougemont, denen damals das Land gehörte, per Handschlag gemacht.» Und um mehr Platz zu schaffen, hat Wittwer das Ufer mit Bauschutt erweitert.

Es sei eine schöne Zeit gewesen, «aber heute möchte ich nicht mehr auf Strom, Wasser und Toiletten verzichten», sagt Hunziker und grinst übers ganze Gesicht.

 Entdeckt haben sie den Campingplatz, als sie mit einem Bekannten ein Boot an den Murtensee brachten. Als Camper hatten sie viele Jahre lang selber ein Segelschiff und verbrachten viel Zeit auf dem Murtensee. Weil Hunziker nur noch sehr schlecht sieht, segelt er mittlerweile nicht mehr. «Wir geniessen an diesem wunderschönen Ort die Ruhe.»

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