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Damit das Senslerdeutsche zur Weltsprache wird

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Wir beleuchten eine andere Seite des Sensebezirks», sagt Michel Gorski über die CD «Seislerbubini». Er und Lee Schornoz – beide leben seit Jahren nicht mehr im Bezirk – haben die Platte im vergangenen Jahr aufgenommen, morgen feiern sie Vernissage in Freiburg. Der «andere» Sensebezirk zeigt sich schon am Cover: Der Senslerbub ist abgebildet, unter der Tracht ist sein Skelett zu sehen.

Schornoz und Gorski kennen sich seit der Jugendzeit: An der Orientierungsschule Plaffeien spielten sie zusammen in einer Band, Ende der 1990er-Jahre starteten sie ein erstes Projekt mit senslerdeutschen Liedern. «Wir haben aber nichts damit angefangen», sagt Gorski. «Wir mussten uns erst die Sporen abverdienen», fügt Schornoz an. «Meinst du?», fragt Gorski. «Ich war halt auf dem Sprung», sagt Schornoz. Beide lachen.

Senslerdeutsch im Zentrum

15 Jahre später haben sie sich nun entschieden, die Lieder neu aufzunehmen. Die Platte Seislerbubini vereint acht Songs, zwei davon sind neu getextet und komponiert. «Ich habe mich gefragt, ob ich die Texte aktualisieren müsste», sagt Gorski. Einmal kommt Saddam Hussein vor, einmal der Bosnienkrieg. «Aber die Themen sind immer noch gleich relevant.»

Das Senslerdeutsche steht im Zentrum, gibt den Songs die Klangfarbe. Bei den meisten Stücken war zuerst der Text von Gorski da; gemeinsam entwickelten die beiden eine Grundidee für die Musik.

«Die Musik ist knochig gehalten», sagt Schornoz. Sie sei spärlich, unverfälscht, um dem Senslerdeutschen genug Platz zu halten. Als «rockigen Sprechgesang» bezeichnen die beiden den Musikstil. Eine fünfköpfige Band hat sie bei den Aufnahmen unterstützt.

Die Texte beschreiben alltägliche Situationen, sind voller treffender Beobachtungen und nehmen die Sensler aufs Korn. «Es geht aber keinesfalls darum, die Sensler auszulachen», sagt Michel Gorski. Vielmehr wolle er Inhalte aufgreifen, die nicht nur die Sensler betreffen. Und so richtet sich die Platte an ein breites Publikum. Damit alle die Texte verstehen, sind sie im Booklet auf Hochdeutsch übersetzt. «Wir müssen missionieren», sagt Gorski, gespielt ernst. Senslerdeutsch solle eine Weltsprache werden.

 Café XX, Tivoliallee 3, Freiburg. Mi., 14. Mai, 21 Uhr. Die Künstlerverlosendrei CD: Interessierte schreiben an abo@freiburger-nachrichten.ch mit Betreff «Seislerbubini» und Angabe der Postadresse.

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