Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Damit es Affen und Seehunden gut geht

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Männchen im Gehege der Totenkopfaffen im Dählhölzli hat es gut. Elf Weibchen stehen ihm zu Diensten. Für ein ungeübtes Auge ist das Männchen allerdings nicht gleich erkennbar. «Das Männchen ist etwas kräftiger und hat breitere Schultern», sagt die Tierpflegerin Marina Gerber und schaut liebevoll auf die ihr anvertrauten Tiere.

Die 24-Jährige ist im Vivarium tätig, und dazu gehören auch die Affengehege. Doch wie kommt so ein Männchen zu seinem Harem? «Ein Tier braucht Anpassungszeit», sagt Marina. Das Männchen verbrachte die erste Zeit isoliert in einem kleinen Gehege. Später kamen in einem separaten Käfig zwei «zahme, ruhige Weibchen» hinzu. So hatten die drei eine Weile Blickkontakt. Erst nach dieser Phase wurde das Männchen zum Rudel geführt. «Das machen wir mit vielen Tieren so. Es ist eigentlich nicht anders als bei Menschen. Auch sie brauchen Anpassungszeit», meint die junge Frau.

Vielseitiger Beruf

Das Beobachten der Tiere sei eine der schönen Seiten des Berufes. Ein grosser Teil ihrer Arbeit bestehe allerdings aus Putzen und Misten. «Man muss bereit sein, viel Dreckarbeit zu leisten.» Dass man sich gerne in der Natur bewegt, sei eine weitere Voraussetzung. «Das Wichtigste aber ist die Liebe zu den Tieren und der Respekt vor den Tieren.» Die Tierpflegerin ist auch regelmässig mit Besuchern unterwegs. «Wenn ich die Seehunde füttere, bin ich immer umringt von interessierten Besuchern», sagt sie sichtlich erfreut.

 Marina Gerber ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und mit Tieren gross geworden. Es war für sie bereits in jungen Jahren klar, dass sie mit Tieren arbeiten wollte. «Das Schnuppern in der Stiftung Wildstation Landshut hat mir irrsinnig gefallen», sagt sie lächelnd. So konnte sie gleich nach der Sekundarschule in der Wildstation bei Utzenstorf eine dreijährige Lehre machen. «Täglich wurden Tiere wie Igel, Marder, Füchse, Jungvögel in die Anstalt gebracht. Wir haben sie gesund gepflegt, um sie später wieder auszusetzen.» Und warum nicht gleich Tierärztin werden? «Ich wollte mit dem Tier eine positive Beziehung haben. Als Ärztin wäre ich für das Tier eher unangenehm», sagt sie dezidiert.

Idealer Arbeitsplatz

Seit gut fünf Jahren arbeitet die Bernerin im Dählhölzli und ist glücklich, im Tierpark einen Arbeitsplatz gefunden zu haben. «Lehrstellen gibt es noch, doch mit Anstellungen ist es eher schwierig.» Doch Tierpflege sei ein beliebter Beruf.

Zum Tierpark Bern gehören das Dählhölzli und der Bärenpark. Die 30 Tierpflegenden–20 Männer und zehn Frauen–sind einem Revier zugeordnet. Marina Gerbers Arbeit im Vivarium ist ein Bereich, bei dem sie mit den Tieren auch Hautkontakt hat. «Das wäre bei den Raubtieren anders. Die Vorrichtungen sind so, dass der Pfleger immer durch Absperrungen geschützt ist.»

Gerbers Arbeitstag beginnt mit Tier- und Gehegekontrolle, gefolgt von Fütterung und Reinigung. «Oft müssen wir mehrmals am Tag putzen und füttern.» Marina Gerber bereitet das Futter selber zu. Insekten, Gemüse, Früchte Trockenfutter, Flocken. «Kein Abfall, sondern beste Qualität», betont sie. Auch Tauchen muss die junge Frau. «Um die Scheiben von innen zu putzen, müssen wir uns zu den Fischen begeben. Mit Tauchanzug und Schnorchel», sagt sie schmunzelnd.

Aber gibt es nebst dem Alltäglichen auch Besonderes? «Ja sicher, wie etwa die Geburt eines Seehundes, der ich beiwohnen konnte.»

«Lehrstellen gibt es noch, aber mit Anstellungen ist es eher schwierig.»

«Wenn ich die Seehunde füttere, bin ich immer umringt von interessierten Besuchern.»

Ausbildung: Der Weg zur ausgebildeten Tierpflegerin

T ierpflegende machen eine dreijährige Lehre mit einem Wochentag Schule in Olten oder Winterthur. Die Ausbildung umfasst Biologie, Anatomie, Krankheitspflege, Ernährungslehre und allgemeine Fächer. Für Quereinsteiger mit Berufsabschluss dauert die Lehre zwei Jahre. Arbeitsplätze findet man im Zoo, Tierheim, Zuchtbetrieb, in Forschungseinrichtungen und Hundesalons. Jugendliche ab 15 Jahren können im Dählhölzli einen Tierpfleger einen halben Tag lang begleiten. Der Tierpark bietet auch Führungen für Erwachsene und Kinder an sowie Spezialanlässe für Schulen. il

Infos: www.tierpark-bern.ch – Tel. 031 357 15 15 www.berufsberatung.ch

Mehr zum Thema