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Damit nicht jeder seine eigene Suppe kocht

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Regionale Musikschule: Das Projekt soll dem Grossen Rat unterbreitet werden

Autor: Von IRMGARD LEHMANN

Da die Musikschule Giffers-Tentlingen von beiden Gemeinden mitfinanziert wird, können lediglich Kinder aus Giffers und Tentlingen den Unterricht besuchen. Bei einer Regionalisierung wäre die Schule jedoch für alle Gemeinden offen. Einen entsprechenden Vorstoss will Rudolf Vonlanthen, Grossrat und Mitinitiant der Musikschule, in der Herbstsession im Grossen Rat einreichen.

Keine Konkurrenz
zum Konservatorium

Die Musikschule Giffers-Tentlingen sieht sich keineswegs als Konkurrentin zum Konservatorium – auch als regionale Schule nicht. «Die Musikschule kann eine Vorstufe sein zum Konsi», betont Rudolf Vonlanthen.

Mit der Realisierung gleicht sich der Kanton ausserdem dem schweizerischen Modell an. Denn alle Kantone der Deutschschweiz kennen das System regionale Musikschule/Berufsschule-Konservatorium. Die Grundausbildung erfolgt an der Musikschule und die Berufsausbildung am Konservatorium.
Kinder, die den Unterricht im eigenen Dorf besuchen, sind auch viel mehr in das Dorfgeschehen eingebettet, gibt Maya Lüdi, Blockflötenlehrerin und Initiantin der Musikschule, zu bedenken: «Wenn in der Gemeinde ein Fest über die Bühne geht, dann sind die Musikschüler zur Stelle.» Die Arbeit der Kinder wird geschätzt. Eltern, Freunde und Bekannte applaudieren. Nicht zu unterschätzen seien auch die Zeit und gesparten Autokilometer für den Transport ins Konsi nach Freiburg.

Diplomierte Musiklehrer bleiben aus

Eine kantonale Anerkennung der Musikschule Giffers-Tentlingen würde ohne Zweifel auch die finanzielle Situation der Schule verbessern, bemerkt Grossrat Rudolf Vonlanthen. Tatsächlich ist dies ein Problem. Von den rund 17 Lehrpersonen hat nur ein kleiner Teil das Studium abgeschlossen. Einige sind jedoch auf dem Weg: «Für eine einzige Geigenschülerin finde ich bestimmt keine diplomierte Lehrerin», erklärt Andreas Burri, diplomierter Musiklehrer und Leiter der Musikschule Giffers-Tentlingen. Ein anderer Grund wird wohl der Lohn sein. Dieser liegt nämlich rund 40 Prozent unter dem Lohn eines Lehrers am Konservatorium.

Private Musikschulen:
nicht überall gern gesehen

Wenig übrig für private Musikschulen, die zum Teil «unqualifiziertes» Lehrpersonal anstellen, haben verständlicherweise diplomierte Musiklehrer. Zumal am Konservatorium für eine angemessene Schülerzahl oft gerungen werden muss: «Die privaten Musikschulen graben uns das Wasser ab», sagt ein Musiklehrer. «und später haben wir am Konservatorium die eingeschlichenen Fehler in mühsamer Kleinarbeit wieder auszubügeln.»

Private Musikschulen im Aufwind

Und doch: Im Kanton Freiburg scheint sich punkto Privatschulen einiges anzubahnen. Seit vier Jahren bietet «Musica viva» Unterricht an. Mit Erfolg. Die Schule zählt 170 Schüler. Um die Kosten niedrig zu halten, unterrichten die 15 ausgebildeten Musiklehrerinnen und -lehrer in ihren Privaträumen. Ungewohnt ist auch das Unterrichtssystem. Dreimal pro Monat ist Einzelunterricht und in der vierten Woche wird in der Gruppe musiziert.

Auf privater Ebene – ebenfalls ohne Kantonssubventionen – ist auch die Musikschule Baeriswyl in Düdingen aktiv. Rund 200 Schülerinnen und Schüler werden von fünf diplomierten Musiklehrerinnen und -lehrern unterrichtet. Die Schüler zahlen jedoch zweimal so viel wie diejenigen, die am Konservatorium den Unterricht besuchen. Was mag sie wohl dazu bewegen doppeltes Kursgeld zu bezahlen? Sicher einmal der Examensdruck, der wegfällt. Denn am Konservatorium ist jeweils nach drei Jahren ein Übertrittsexamen zu bestehen, an den Privatschulen jedoch nicht. Wie dies allenfalls an einer regionalen, kantonal anerkannten Schule – wie es Grossrat Vonlanthen verlangt – gehandhabt wird, bleibt vorderhand dahingestellt.
Freiburgs berühmter «Sohn», der weltweit bekannte Dirigent Armin Jordan hat es jedenfalls kürzlich auf den Punkt gebracht. Er hat all jenen zugesprochen, die aus lauter Freude Musik machen: «Früher haben wir einfach Musik gemacht und heute wollen alle Berufsmusiker werden.»

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