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Dank Vibro-Meter sicher durch die Lüfte

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Dank Vibro-Meter sicher durch die Lüfte

Revolutionäres Triebwerküberwachungssystem für den A380 entwickelt

Wenn in allernächster Zeit das grösste und modernste Passagierflugzeug, der Airbus A380, zum Jungfernflug abhebt, dann fliegt Spitzentechnologie aus Freiburg mit. Vibro-Meter hat ein System zur Überwachung und Kontrolle der Triebwerke entwickelt, das jetzt erstmals als Gesamtlösung zum Einsatz kommt.

Von WALTER BUCHS (Text)
und CHARLES ELLENA (Bilder)

1963 hatte sich der Industriepionier und Gründer der heutigen Vibro-Meter mit Sitz in Villars-sur-Glâne, Adolphe Merkle, trotz riskanter Ausgangslage und negativer Beurteilung einiger seiner Kader für den Einstieg in die Flugzeugindustrie entschieden. Es begann eine für die Zukunft entscheidende Epoche für das Freiburger Unternehmen: die Ausrüstung von Flugzeugen mit Messsystemen. Bis heute hat sich die Firma dank Know-how, Innovationskraft und Risikobereitschaft weltweit eine einzigartige Position erkämpft: Es gibt kaum ein grösseres Passagierflugzeug, dessen Triebwerke nicht mit Vibro-Meter- Technologie überwacht werden.

Von der Einzel- zur Systemlösung

Vor knapp zwei Jahren konnte die Vibro-Meter mit Rolls Royce, dem führenden Triebwerkshersteller der Welt, einen Vertrag zur Entwicklung und Lieferung von einer Triebwerks-überwachungseinheit für das Flugtriebwerk Trent 900 abschliessen. Letzteres kommt auf dem neuen Grossraumflugzeug A380 zum Einsatz. Dieser äusserst wichtige Auftrag war gleichzeitig das Signal, dass nach dem 11. September 2001 wieder Vertrauen in die Flugzeugbranche zurück- gekehrt war und sich Perspektiven für Neuinvestitionen eröffneten.

In der Zwischenzeit hat Vibro-Meter etwa zehn Millionen Franken in die Entwicklung des neuen Überwachungssystems investiert und dabei den Personalbestand mit hochqualifizierten Fachleuten wieder erhöht. Bei den Mess- und Kontrollsystemen von Vibro-Meter, die auf den bisher im Einsatz stehenden Flugzeugen montiert sind, ging es, in erster Linie um die Gewährleistung der Sicherheit. «Ziel der neuen Überwachungseinheit mit der Bezeichnung EMU (Engine Monitoring Unit) ist es einerseits die Sicherheit weiter zu verbessern und andererseits gleichzeitig den Unterhalt zu optimieren», sagt Geschäftsleiter Peter Huber im Gespräch mit den FN. «Heute sind Gesamtsysteme gefragt und wir sind als Marktleader mit einem solchen bereit», ergänzt der Geschäftsleiter.

Hohe Wertschöpfung

Auf dem neuen Airbus A380 ist jedes der vier Triebwerke mit einem EMU und verschiedenen Sensoren ausgerüstet. Diese erheben Daten zu Vibration, Treibstofffluss, Temperaturen, Drehzahl, statischer Druck sowie dynamischer Druck. Diese Daten werden aufgearbeitet, analysiert. Anschliessend werden die für die Piloten relevanten Angaben an das Cockpit-Display gesendet oder zu Wartungszwecken in einem Computer unterhalb des Cockpits gespeichert. Der Computer sorgt selbständig für ein optimales und damit auch wirtschaftliches Funktionieren der Triebwerke. Der Computer liefert der Wartungsequipe ebenfalls Informationen über den notwendigen Unterhalt und das Auswechseln von Teilen. Diese werden nun nicht mehr nach einer gewissen Anzahl Flugstunden ersetzt, sondern dann, wenn es effektiv nötig ist. Das kann früher oder auch viel später sein, als dies bis jetzt aufgrund der Erfahrungswerte der Fall war.

Die bisher von Vibro-Meter gelieferten Messgeräte kosteten pro Flugzeug rund 20 000 USD. Beim neuen Gesamtsystem macht dies aufgrund der sehr aufwändigen Entwicklung pro Flugzeug wie beim A380 120 000 USD aus. Die gelieferten Geräte sind viel wertvoller und die Wertschöpfung für Vibro-Meter somit bedeutend höher. Trotzdem lohnt sich dies für den Flugzeugbauer, da die Freiburger Technologie die Wirtschaftlichkeit des Flugzeuges wesentlich erhöht, wie CEO Peter Huber betont.

Im Geschäft mit anderen Herstellern

Bis jetzt hat Vibro-Meter ins neue System lediglich investiert und daran noch nichts verdient. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Neuentwicklung ab 2007 effektiv umsatzrelevant sein wird. Wirklich daran verdienen werde man dann ab 2015. Für Peter Huber sind die Aussichten aber äusserst günstig. Airbus sei heute technologisch klar die Nr. 1 auf der Welt und vom A380 liegen bis heute 139 Bestellungen von 13 Airlines vor. Es wird mit einem Liefervolumen von insgesamt etwa 700 Flugzeugen über 20 Jahre ausgegangen.

Bereits läuft bei Vibro-Meter in Villars-sur-Glâne die Entwicklung für ein Zustandsüberwachungssystem für das chinesische Passagierflugzeug ARJ 21. Mit der Produktion dieses Typs wird ab 2008 gerechnet. Diese neue Flugzeugentwicklung der Asiaten geht auf eine Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Flugzeughersteller Embraer zurück, der ebenfalls auf das Überwachungssystem von Vibro-Meter baut. Verhandlungen laufen zudem mit den Russen, die ein neues Flugzeug RRJ entwickeln.

Weit fortgeschritten sind zudem die Verhandlungen mit Boeing, Rolls-Royce (RR) und General Electric (GE) für die Ausrüstung des neuen zweistrahligen Flugzeugtyps Boeing 787, wie Henry Reinmann, Verkaufs- und Marketingdirektor bei Vibro-Meter, sagt. RR und GE machen beide ein Triebwerk für den B 787. Die Airline kann dann auswählen, welches Triebwerk sie will. Vibro-Meter hat den Zuschlag für die GE-Triebwerke bereits erhalten. Mit RR wird noch verhandelt. Der Prototyp wird für 2006 erwartet und die Produktion dann ab 2008.

Vibro-Meter kann weiter davon ausgehen, dass sowohl Airbus als auch Boeing gegen Ende der Dekade weitere Typen ersetzen müssen. Es wird alles daran gesetzt, zusammen mit der ebenfalls sehr gut positionierten englischen Muttergesellschaft Meggitt im Geschäft zu bleiben und technologisch die Spitzenposition zu behalten.
Industriebereich als wichtiges Standbein

Im Jahre 2001 hatte Vibro-Meter einen Umsatz von nahezu 100 Mio. Fr. erreicht. Die Attentate vom 11.09.01 hatten die Luftfahrtindustrie in eine momentane Krise gestürzt. Vibro-Meter musste Personal entlassen und der Umsatz sank auf rund 80 Mio. Fr. In der Zwischenzeit ist er wieder deutlich angestiegen. Im laufenden Jahr dürfte er die 100-Mio.-Marke erreichen und für 2006 wird mit 110 Mio. Fr. gerechnet. In den kommenden 10 bis15 Jahren wird im Vergleich zum laufenden Jahr gar mit einer Verdoppelung des Umsatzes gerechnet.

Neben dem Luftfahrtbereich, wo die Freiburger Firma zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaftet, stellt der Industriebereich mit einem Drittel ein bedeutsames Standbein dar. Grosse Gas-, Dampf- und Wasserturbinen brauchen ebenfalls Sensoren und elektronische Schutz- und Überwachungssysteme. Der grösste Kunde von Vibro-Meter ist dabei Siemens. In diesem Bereich ist das Unternehmen auch in Japan und neuestens wieder in China gut etabliert. Die Aussichten werden als viel versprechend eingestuft, denn «der Bedarf an Stromproduktion ist in China enorm», stellt Verkaufs- und Marketingdirektor Reinmann den FN gegenüber fest. wb

Hochqualifizierte und attraktive Arbeitsplätze

Dank der Position, die sich Vibro-Meter auf dem Weltmarkt erarbeitet hat, und angesichts der Marktaussichten kann zusätzliches Personal angestellt werden. Doch die Rekrutierung ist nicht immer einfach.

Die Zahl der Angestellten bei der Freiburger Hochtechnologie-Firma hat wieder 400 erreicht, wie es bereits vor 2001 der Fall war. Bis Ende Ja

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