Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Darauf hat Jaun 20 Jahre lang gewartet

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

20 Jahre ist es her, seit die Einwohner von Jaun erstmals eine Sanierung der Ortsdurchfahrt forderten. «Jetzt sind wir hier–endlich», sagte Staatsrat Maurice Ropraz gestern am offiziellen Spatenstisch, der ebenfalls etwas später erfolgte: Die Arbeiten an der Dorfstrasse haben in Jaun bereits im Herbst begonnen.

«Die Sanierung ist absolut notwendig, wir können nicht mehr länger warten», sagte Ropraz. «Die Arbeiten werden nicht nur den Autofahrern dienen, sondern insbesondere den Fussgängern», fügte Kantonsingenieur André Magnin an. «Die Einwohner von Jaun freuen sich, dass es losgeht», sagte Ammann Jean-Claude Schuwey. Und Marcel Baumann, Geschäftsführer der Routes Modernes AG, versprach: «Wir werden versuchen, Lärm, Staub und Verkehrsbehinderungen so niedrig wie möglich zu halten.»

Höhe und steiles Gelände

Schien bei den Worten Ropraz noch leicht die Sonne, beendete Baumann seine Rede bei strömendem Regen. Das Wetter war gestern zwar überall sehr wechselhaft, dennoch nahm der Kantonsingenieur dies zum Anlass, auf die schwierigen Bedingungen der Arbeiten in Jaun hinzuweisen: Aufgrund der Höhe müssen die Arbeiter mindestens von November bis März eine Pause einlegen. Die Strasse ist sehr eng, was die Durchfahrt während der Arbeiten erschweren wird. Ausserdem ist das Gelände steil, so dass Stützmauern die Strasse sichern. «Wir haben versucht, alle möglichen Überraschungen vorauszusehen, aber die Natur lässt sich nicht beherrschen», sagte André Magnin.

In zwei Etappen

Im vergangenen Herbst hat die erste Etappe der Arbeiten begonnen. Bei der Dorfeinfahrt werden Kanalisation und Leitungen verlegt und es entsteht ein Trottoir. Auch der Belag wird erneuert. Die zweite und wesentliche Etappe des Projektes läuft seit diesem Frühling. Sie beinhaltet ebenfalls den Bau von Trottoirs sowie eine 62 Meter lange Brücke bei Kappelboden. Bei der Kreuzung Abländschen wird zudem ein Kreisel gebaut. Im Dorfzentrum setzen die Arbeiter eine Pflästerung ein, damit die Fussgängerzone klar markiert wird. Zusätzliche Stützmauern werden errichtet.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis ins Jahr 2017. Die Baustelle erstreckt sich über eine Länge von 1675 Metern. Während der Arbeiten soll die Durchfahrt stets möglich sein und im Winter soll es zu keinen Einschränkungen kommen. In den Sommermonaten werden jedoch oft Ampeln den Verkehr leiten. Das sind sich die Jauner allerdings gewohnt: Um die Ortsdurchfahrt sanieren zu können, musste der Kanton die Strasse zwischen Im Fang und Jaun 2011/2012 verbessern, da die Strasse für das Gewicht der Lastwagen und die vielen Fahrten in einem zu schlechten Zustand gewesen wäre. Ein Rotlicht regelte damals den Verkehr. Dies führte zu langen Wartezeiten und sorgte für Ärger (die FN berichteten).

23,3 Millionen Franken

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 23,4 Millionen Franken. Kanton und Gemeinde teilen sich die Kosten auf: Der Grosse Rat hat im Juni 2013 einen Kredit von 21,9 Millionen Franken gesprochen. Die Gemeinde übernimmt 1,4 Millionen Franken.

Das Projekt wurde vor knapp 20 Jahren deshalb in die Schublade gelegt, weil die Gemeinde ihren Anteil nicht bezahlen konnte. «Wir haben auch heute noch kein Geld», sagte Ammann Jean-Claude Schuwey gestern lachend. Da die Gemeinde den Betrag in Tranchen bezahlen könne und die Arbeiten an der ARA abgeschlossen seien, sei die Finanzierung jetzt jedoch möglich.

Chronologie

Die Situation veränderte sich

Anfang der1990er-Jahrewurde die Strasse auf den Jaunpass saniert. Jauner forderten damals, dass die Strasse durch das Dorf zuerst verbessert werden müsse. Der Kanton versprach, die Sanierung der Ortsdurchfahrt direkt nach der Passstrasse anzupacken. Dies tat er auch:1996sprach der Grosse Rat einen Kredit von 15 Millionen Franken an die Gesamtkosten. Die Gemeinde konnte aber ihren Anteil nicht aufbringen. Dann änderten Bund und Kanton die Prioritäten und finanzierten die Umfahrung von Bulle.2011/2012verbesserte der Kanton schliesslich die Strasse zwischen Im Fang und Jaun als Vorbereitung für die Sanierung der Ortsdurchfahrt. ImJuni 2013sprach der Grosse Rat den Kredit von 21,9 Millionen Franken für die Sanierung. Die Gemeinde kommt für die restlichen Kosten in der Höhe von 1,4 Millionen Franken auf.mir

Meistgelesen