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Das Alphorn ist seine Leidenschaft

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Durch ganz Düdingen hallt der heimelige Klang: An einem sonnigen Dienstagabend treffen sich die Deutschfreiburger Alphornbläser auf dem Gelände der Ziegelfabrik zur Probe. Im Juni steht nämlich das Westschweizer Jodlerfest an. Davor findet noch das vereinseigene Jubiläums-Wettblasen in Alterswil statt (siehe Box). Alois Gilli, der gebürtige Luzerner, ist Mitbegründer der Alphornbläservereinigung von Deutschfreiburg und war während neun Jahren deren Präsident. Der passionierte Alphornbläser kam aus beruflichen Gründen in die Region und wohnt nun in Tentlingen.

Viel Erfahrung

Die Leidenschaft zum Naturinstrument habe ihn Anfang der 70er-Jahre gepackt: «Ein Alphornbauer aus meinem damaligen Musikverein, in dem ich Waldhorn gespielt habe, hat mich damals ge- fragt, ob ich nicht auf das Alphorn umsteigen wolle.» So habe er sich dessen angenommen und begonnen zu spielen. «Nach kurzer Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich nicht vorankomme, und wollte das Alphorn an den Nagel hängen.» Der Alphornbauer habe ihn jedoch beschwichtigt und ihm gesagt, dass es eine Weile dauere, bis er besser werde. «Mit der Zeit habe ich schliesslich Fortschritte festgestellt und war wieder motiviert.» Mittlerweile sei er ein sehr enthusiastischer Alphornbläser, erklärt der 68-Jährige. An über 80 Jodlerfesten hat er bisher teilgenommen. Im Juli kommt mit dem Westschweizer Jodlerfest in Saas-Fee ein weiteres dazu.

Juror und Bläser zugleich

Doch für Alois Gilli ist das noch nicht genug: «Demnächst nehme ich unter anderem auch am Berner Jodlerfest teil, wo ich Juror bin und selber spielen werde.» Diese Doppelfunktion sei für ihn nicht immer einfach zu bewältigen. Denn der Job als eidgenössischer Juror sei sehr intensiv. «Für jeden Vortrag muss ich einen Bericht schreiben. So ist es möglich, dass ein Juror pro Jodlerfest um die 10 bis 15 Berichte schreibt.» Dazu komme natürlich, dass ihn auch sein eigener Auftritt beschäftige. «Ich weiss noch nicht, ob ich mit 80 Jahren immer noch Juror bin, aber ich mache das sehr gerne.» Für diesen Job als Juror brauche es sehr erfahrene und routinierte Bläser. Deshalb seien die meisten unter den Juroren auch ältere Alphornbläser. «Für Anfänger ist das fast unmöglich», ergänzt Gilli. Denn Juroren seien nicht nur da, um zu bewerten. Er gebe den Teilnehmern jeweils Tipps mit auf den Weg und erkläre ihnen, was an ihrem Auftritt gut oder schlecht war. «Auch um die musikalischen Feinheiten, wie Intonation oder Tonkultur, zu erkennen, braucht es ein geschultes Gehör.» Diese Anforderungen erfüllt Alois Gilli allemal. An den letzten Jodlerfesten hat er bei seinen Einzelauftritten immer sehr gute Bewertungen erhalten. Rund 20 Büchel- und eine Alphornmelodie hat er zudem selber geschrieben.

Mit dem Büchel hat er ein Innerschweizer Traditionsinstrument in den Kanton Freiburg mitgebracht. «Meines Wissens ist unsere Vereinigung die einzige in der Westschweiz, die ein Büchel-Chörli hat.» Der Büchel ist wie das Alphorn aus Holz, jedoch nur 90 Zentimeter lang.

Intensive Vorbereitung

Mit der Alphornvereinigung Deutschfreiburg befindet sich Alois Gilli zurzeit mitten in der Vorbereitung auf das nächste Jodlerfest des Westschweizer Verbands in Saas-Fee. «Jeder, der sich für ein Jodlerfest anmeldet, muss sich bewusst sein, dass das mit viel Aufwand verbunden ist», sagt er. Vor allem, wenn man älter werde, nehme eine solche Vorbereitung mehr Zeit in Anspruch. Aber auch in seinen jungen Jahren habe er vor einem Jodlerfest mindestens drei Mal pro Woche üben müssen. Der Aufwand sei jedoch von ganz verschiedenen Faktoren abhängig: «Es kommt zum Beispiel auf die Grösse der Gruppe oder auf die Schwierigkeit der Melodie an.»

Im letzten Jahr hat die Alphornvereinigung Deutschfreiburg am Jodlerfest die Note drei erreicht. Ein Vortrag kann gemäss Alois Gilli jeweils eine Note zwischen eins und vier erreichen, wobei die eins ein nahezu perfekter, die Vier ein ungenügender Auftritt darstellt. «Dieses Jahr streben wir mindestens die Note zwei an.» Diese Note würde der Alphornbläservereinigung die Teilnahme am Eidgenössischen Jodlerfest ermöglichen.

Vorschau

Hauptprobe für das kantonale Jodlerfest

Am Sonntag findet im Wilersgut in Alterswil das Jubiläums-Wettblasen der Alphornbläservereinigung Deutschfreiburg statt. Der Verein feiert damit sein 25-Jahr-Jubiläum. Gemäss Alois Gilli stellt das Wettblasen die Hauptprobe für das Westschweizer Jodlerfest in Saas-Fee dar. Am Sonntag seien eidgenössische Juroren für die Bewertung zuständig. «Für uns ist das deshalb eine Art Standortbestimmung», sagt Alois Gilli. Armin Zollet, der aktuelle Präsident, hat zudem verschiedene Gastformationen aus der ganzen Schweiz eingeladen.

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