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Das Aus – Die Buchhandlung Lindwurm muss nach 31 Jahren schliessen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Regula Saner

Vor 31 Jahren wurde der Lindwurm als Genossenschaftsbuchhandlung gegründet. Der Lindwurm ist neben der Kanisius-Buchhandlung und dem Stauffacher die einzige Buchhandlung in der Stadt, welche ausschliesslich oder mehrheitlich deutschsprachige Bücher verkauft. In einer Medienmitteilung verkündet der Lindwurm nun sein Ende. «Wir haben uns diesen Entscheid lange und reichlich überlegt und sind zum Schluss gelangt, dass eine wirtschaftlich einträgliche oder auch nur selbsttragende Situation für die Buchhandlung nicht mehr möglich sein wird.»

Internet und Wegfall der Buchpreisbindung

Das Lindwurm-Team führt verschiedene Gründe an, welche zum Aus geführt haben. Zum einen würden immer mehr Bücher im Internet bestellt. Sodann würden die Kundinnen und Kunden buchstäblich wegsterben, es kämen kaum mehr junge nach. Der Standort Lausannegasse sei zudem von Jahr zu Jahr weniger attraktiv, weil sich alles zum Bahnhof hin verlagert habe. Zu schaffen machte dem Lindwurm aber auch der Wegfall der Buchpreisbindung. Ex Libris etwa habe im Herbst 2008 einen generellen Rabatt von 30 Prozent auf sämtlichen deutschen Büchern gewährt. Teilweise habe der Lindwurm selbst aber bloss einen Wiederverkaufsrabatt von 25 Prozent.

Die Grossen bedrängen die Kleinen

«Es existiert eine Konzentration auf die Grossbuchhandlungen, welche immer grösser und grösser werden. Dies hat einen extremen Verdrängungskampf zur Folge», schreibt der Lindwurm weiter.

«Reich wollten wir nie werden»

Christoph Bauer, welcher am längsten beim Lindwurm dabei war, wollte das Ende der Buchhandlung nicht kommentieren. Genossenschaftspräsident Bruno Kaufmann war nicht erreichbar.

Wie es um ihre Gemütslage steht, ist aber dem Communiqué zu entnehmen. «Trotzdem blicken wir stolz auf eine über dreissig Jahre dauernde Geschichte zurück, die auch und nicht zuletzt lange Zeit eine Erfolgsgeschichte war. Wir haben uns für die Kundinnen und Kunden, das Buch und die Literatur eingesetzt. Reich wollten wir eigentlich nie werden. Nun reicht es aber nicht mal mehr zum Überleben. Schade, aber wahr.»

Mit der Schliessung der Buchhandlung verlieren auch mehrere Angestellte, die sich rund 160 Stellenprozente teilten, ihre Arbeit.

Der Ausverkauf dauert bis zum 31. Januar.

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