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Das beinahe vergessene Kulturgut Buch

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Dass der Welttag des Buches–er wurde am 23. April gefeiert–in der Schweiz ein Schattendasein fristet, ist kein Wunder: Denn seit 2013 wird der Welttag des Buches nicht mehr schweizweit koordiniert. Zwischen 2004 und 2012 war das anders, als die damalige Trägerschaft, der Verein Welttag des Buches, jeweils alljährlich zu gegen 500 Aktionen in der ganzen Schweiz aufrief. Es finden natürlich immer noch Aktionen statt; Buchläden oder Bibliotheken etwa machen gezielt auf den Tag aufmerksam, etwa mit Bücherflohmärkten, Geschenkaktionen oder mobilen Bibliotheksdiensten–aber die Koordination fehlt.

 Ursprung in Spanien

Seinen Ursprung hat der Gedenktag in Spanien, genauer in Katalonien. Zum Namenstag des Volksheiligen Sant Jordi (Sankt Georg) beschenkten sich die Menschen in der Region um Barcelona seit jeher mit Rosen. Ab 1923 wurden auf Initiative der Buchhändler auch Bücher verschenkt. 1995 waren es vier Millionen Exemplare an einem einzigen Tag. In Barcelona ist dieser Tag ein Kulturereignis mit Volksfestcharakter. Die Unesco erklärte 1995 auf Antrag Kataloniens den 23. April zum Weltbuchtag.

 Soziale Vermittler

Bücher leisten, so die Unesco, einen Beitrag zur Pflege verschiedener Traditionen, fördern Verständnis, Toleranz und den Dialog untereinander. Darin sieht Detlev Holtgrefe, der Vorsitzende der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger in Deutschland, eine Chance, gerade in der heutigen Zeit mit der aktuellen Diskussion über die Flüchtlingskrise und den Islam: «Durch die Auseinandersetzung mit dem Islam machten sich viele Menschen intensivere Gedanken über das christliche Menschenbild. Buchhändler könnten daran etwa bei der Schaufenstergestaltung anknüpfen und Menschen ansprechen, die bisher nicht zu ihren Stammkunden zählten», sagt er.

Der 23. April ist aber auch der Welttag des Urheberrechtes, und so hat der Verband der «Autorinnen und Autoren der Schweiz» (AdS) kürzlich in einem Statement zur geplanten Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG) Stellung bezogen. Grundsätzlich wird die Revision vom AdS begrüsst, es fehlten aber Regelungen für die digitale Ausleihe und andere Anliegen der Urheberinnen und Urheber.

 Ein Welttag des Buches tut also durchaus not. Nicht zwingend nur, um den physischen Gegenstand Buch wieder mehr ins Bewusstsein zu bringen, sondern gerade auch, um das Lesen im digitalen Zeitalter zu fördern. Denn das Netz stellt die Gesellschaft vor herausfordernde soziale und zwischenmenschliche Probleme (Stichwort Cybermobbing). Da kann es nicht schaden, hin und wieder auf ein Medium zu verweisen, das den Dialog und das Miteinander fördern kann.

 

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