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Das Christkind hiess dieses Jahr Simon

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Das Christkind hiess dieses Jahr Simon

Krippenspiel bei der Muelers-Grotte in Plasselb

Eine eiskalte Nacht, sternklarer Himmel und die besondere Atmosphäre einer Muttergottes-Grotte – die ideale Kulisse für ein Krippenspiel. Mehrere hundert Besucher genossen auch dieses Jahr die besinnliche Stimmung in Muelers bei Plasselb.

Von IMELDA RUFFIEUX (Text)
und CHARLES ELLENA (Bilder)

Sie hätten es zuhause gemütlich haben können, die über dreihundert Leute, die sich an diesem Weihnachtsabend am Ufer der Ärgera in Plasselb eingefunden hatten. Aber sie zogen es vor, die Wärme und Behaglichkeit ihrer Wohnzimmer für einige Stunden zu verlassen und sich stattdessen, warm eingepackt, in die klirrende Kälte einer klaren Winternacht zu wagen.

Der Grund dafür ist ein Anlass, der vor sieben Jahren im Kleinen begann und sich in den letzten Jahren einen festen Platz im Feiertagsprogramm von vielen Leuten erobert hat: das Krippenspiel der Theatergesellschaft Plasselb.

Es begann in einer sternklaren Nacht

Initiant August Brünisholz erinnert sich noch genau, wie das Ganze angefangen hat. Er war an einem kalten, sternklaren Novemberabend an der Muelers-Grotte vorbei gekommen. Die Stille der Nacht und die besonderen Atmosphäre unter dem Felsvorsprung an der Ärgera haben ihn auf die Idee gebracht, dass dies doch der ideale Ort für ein Weihnachtsspiel wäre.

Im Seelsorgerat war man sofort begeistert, und auch die Anfrage bei der Theatergesellschaft stiess auf positives Echo. Innerhalb von wenigen Wochen wurde das Ganze auf die Beine gestellt: Kostüme ausgeliehen, Licht installiert und die Geschichte nach Vorbildern aus verschiedenen Büchern und auf die Verhältnisse vor Ort umgeschrieben.

Mit grossem Eifer und viel Liebe zum Detail haben die Theaterleute sie umgesetzt, und schon bald war allen klar, dass dies keine einmalige Angelegenheit bleiben durfte.

Viel Vorbereitungsarbeit

Jedes Jahr finden sich wieder zahlreiche Helferinnen und Helfer sowie Gönner, die Arbeitskraft und Material aufbringen, damit am Abend der Aufführung alles rund läuft. Waren die Kostüme im ersten Jahr noch geliehen, so haben geschickte Frauenhände aus den Reihen der Theatergruppe für die Jahre darauf passende Hirtenkleider, prächtige Königsgewänder und ein glänzendes Engelskostüm selbst genäht.

Mit Maria und Josef auf der Reise

Die Geschichte selbst wird nicht nur bei der Muelers-Grotte gespielt, sondern beginnt bereits vor der Ärgera-Brücke. Nachdem die Prophezeihung aus dem Buch Jesaia vorgelesen ist, werden die Zuschauer Station für Station weitergeleitet: vom Heim von Josef und Maria in Nazareth zum Beginn ihrer beschwerlichen Reise nach Bethlehem, ihren vergeblichen Bitten um eine Unterkunft bis zum Geburtsstall Jesus, wo ihnen Hirten und Könige die Aufwartung machen. Die im Wald gelegene Grotte unter tief hängenden, schneebedeckten Ästen passt bestens zur besinnlichen Stimmung.

Tiere gehören dazu

Tiere gehörten von Anfang an zum Krippenspiel in Plasselb: Maria und Josef reisen mit dem Esel nach Bethlehem, im Stall schaut auch ein Ochse (oder zumindest ein Hochlandrind) hinter der Futterkrippe hervor, und die Hirten sind von Schafen umgeben. Einer der Hirten bringt als Geschenk ein kleines, kaum ein paar Tage altes Lämmlein mit.

Das kommt besonders auch bei den kleinen Zuschauern gut an. Dies und die einfachen Dialoge ziehen die Zuschauer in ihren Bann, so dass selbst bei klirrender Kälte keine Unruhe aufkommt.

Bis zum Christkind gut besetzt

Die Rollen werden von den Mitgliedern der Theatergruppe übernommen. Regisseur August Brünisholz achtet darauf, dass auch immer mehr jüngere Spieler eingebunden werden. Die Begeisterung und das Engagement ist bei jedem Einzelnen zu spüren.

Eine Besonderheit ist auch, dass bisher jedes Jahr ein echtes Kind in die Krippe gelegt werden konnte. Es habe sich stets so ergeben, erzählt August Brünisholz. Dieses Jahr war es der kleine Simon Bucher, der – kaum ein paar Monate auf der Welt – bereits eine so wichtige Rolle übernehmen durfte. Warm eingepackt und gut umsorgt, erledigte er diese Aufgabe mit der Würde eines wahren Christkinds.

Ein paar Schlucke Tee zum Abschied

Nicht erst beim gemeinsamen «Stille Nacht» zum Abschluss des Krippenspiels stellte sich bei der MuelersGrotte eine sehr besinnliche Stimmung ein. Und viele Besucher nahmen das Angebot, sich danach mit etwas Tee aufzuwärmen, gerne an, bevor es zurückging in die warmen Stuben, wo im Familienkreis weitergefeiert wurde.

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