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Das defensive Engagement verbessern

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Das defensive Engagement verbessern

Freiburg/Gottéron verfällt trotz misslungenem Saisonstart nicht in den Aktionismus

Mit mageren sechs Punkten aus zehn Spielen und bereits 46 Gegentoren belegt Freiburg/Gottéron den letzten Tabellenrang der NLA. Statt nun in wilden Aktionismus zu verfallen, trafen Spieler und sportliche Leitung eine Vereinbarung: Das defensive Engagement des ganzen Teams muss sich verbessern.

Von FRANK STETTLER

«Der 12. Platz ist eine Realität, die niemand mag und die auch nicht unserem unveränderten Ziel – eine Platzierung im 6. bis 8. Rang – entspricht. Auch in den Spezialsituationen wie Power- und Boxplay konnten wir uns im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessern», hält Gottéron-Direktor Roland von Mentlen fest, «so können Spieler, Trainer, Fans und Sponsoren nicht zufrieden sein.» Man habe die ungemütliche Situation mit allen Beteiligten analysiert, so der Direktor weiter. «Die Spieler wissen, woran es fehlt, um ihr Potenzial zu entfalten. Und auch die Trainer fanden noch Reserven. Schaut man auf die Statistik, liegt das Problem auf der Hand – 46 Gegentore. Am Personal kann dies nicht liegen. Wir haben einen guten Goalie, mit Rhodin und Lintner internationale Verteidiger, dazu Gerber, Studer, Marquis und zwei U20-Natispieler. Deshalb trafen wir ein Abkommen: Das defensive Engagement der ganzen Equipe muss sich verbessern.»

Popichin steht nicht in Frage

Im Sport-Business gehört es zur Tagesordnung, dass bei schlechten Leistungen der Trainer in Frage gestellt wird – nicht so offenbar bei Gottéron. «Unsere Trainer sind kompetente Leute. Wir fingen gemeinsam an und werden am Schluss auch die Bilanz gemeinsam ziehen. Eine Trainerentlassung entspricht nicht unserer Philosophie. Und dies liegt bestimmt nicht an den Finanzen», stellt Roland von Mentlen klar. Jewgeni Popichin und sein Assistent Petr Malkow sitzen also nach wie vor fest im Sattel.

Zunehmend unzufrieden sind gerade die Fans auch mit den Leistungen des Slowaken Richard Lintner. Doch für einen Ersatz ist bei den Freiburgern kein Geld da. «Ausser im Verletzungsfall kommt kein fünfter Ausländer», sagt von Mentlen. Immer ein Thema – und zwar nicht nur für Lintner – sei hingegen eine «Strafversetzung» zum Partnerteam La Chaux-de-Fonds in die NLB. Von Mentlen: «Unser Auto-Sponsor hat auch Allrad-Modelle um in die Berge zu fahren…» Das Team bleibe unverändert. Er bespreche aber ständig mit Popichin, ob etwa ein Freiburger Leihspieler bei den Neuenburgern (Hildebrand, die Gebrüder Abplanalp usw.) Gottéron weiterbringen könne, führte von Mentlen weiter aus.
Übrigens trainiert zurzeit mit Patrick Kucera (Ex-Kloten, -Ambri, -Olten) ein Torhüter bei Gottéron, der ohne Club ist. Von Mentlen: «Im November schauen wir, wie es weitergeht. Unser Club muss Optionen finden, die uns nichts kosten. Im Übrigen könnte Sébastien Kohler von La Chaux-de-Fonds sofort zu uns kommen, wenn wir ein Problem mit Mona hätten.»

«Bei uns herrscht keine Harmonie»

Inwiefern greift Roland von Mentlen in die Arbeit des Trainers ein? «Wir diskutieren ständig über aktuelle Probleme. Ich mische mich aber nicht in Taktikfragen ein. Meine Stärken liegen im mentalen Bereich, wenn es um Emotionen geht. Ich habe zuletzt oft gelesen, dass bei Gottéron zu viel gesprochen wird. Doch bei uns herrscht keine Harmonie. Wir diskutieren und haben dabei unterschiedliche Meinungen. Es gilt den kleinstmöglichen Nenner zu finden.»

Am Wochenende spielt Gottéron zweimal gegen die ZSC Lions. «Dies ist eine wirkliche Prüfung für unsere Vereinbarung. Ich erwarte Charakter, Einsatz und eine Korrektur unserers zuletzt angekratzten Bildes», fordert Roland von Mentlen.
Rhodin: «Wir wollen zu viel»

Gottérons Abwehrchef Thomas Rhodin sieht den Grund für den schlechten Saisonstart im Kopf: «Wir spielen im Startdrittel gut und wollen anschliessend zu viel und vergessen dann die Defensive. Dabei bin ich hundertprozentig überzeugt, dass wir jedes Team der Liga bezwingen können.» Erstellt man eine Rangliste aus dem ersten Drittel der Spiele, liegt Gottéron auf dem vierten Rang. Im Mittel- und Schlussdrittel fallen die Drachen auf den letzten Platz zurück. «In Langnau gingen wir 0:1 in Rückstand und dachten, jetzt muss es nach vorne gehen, anstatt clever abzuwarten. Wir müssen doch auswärts nicht das Spiel machen. Die ganze Mannschaft muss einfach defensiv besser stehen und mehr mit Kopf spielen», so der Schwede. Die Startschwierigkeiten von Verteidiger-Kollege Lintner beunruhigen Rhodin nicht: «Ich sah ihn in der Nati spielen. Er ist wirklich gut. Doch er muss sich an einen neuen Club, eine neue Liga gewöhnen. Ich spreche viel mit Richard, wie überhaupt das ganze Team. Er wird schon noch kommen.»

Gil Montandon, der nach seiner Arthroskopie am Montag wieder voll ins Training einsteigen kann, hat eine solche Situation noch nie erlebt: «Sechs Punkte sind ungenügend. Es ist enorm frustrierend, momentan nur zuschauen zu können. Ein fünfter Ausländer oder ein anderer Goalie können uns jetzt nicht helfen. Wir müssen Verantwortung übernehmen. Denn es sind immer noch die Spieler, die auf dem Eis stehen.» fs

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