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Das dreifarbene Meer

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Autor: Anton Jungo

Am 6. August 1947 will Silja Walter am Schwarzsee, am Fusse des Matterhorns, den Sonnenaufgang erleben. «Auf einmal überkam mich eine grosse Ruhe. Ich stand nur noch da. Nichts weiter», hält die 90-jährige Nonne und Dichterin in ihrer Autobiograpie zu diesem Erlebnis fest. Es muss sich um eine Art Gotteserfahrung gehandelt haben. «Wo bist Du? Diese Frage Gottes an den Menschen im ersten Garten der Welt stiess wie ein grosser dunkler Vogel auf mich herunter», schreibt sie weiter. Die Situation muss nichts Erschreckendes, vielmehr etwas Befreiendes an sich gehabt haben. Wenn sie später darauf zu sprechen kommt, spricht sie vom «dreifarbenen Meer».

Der weitere Lebensweg führte die junge Frau ins Benediktinerinnen-Kloster Fahr, wo sie seit nun 61 Jahren lebt. Anhand ihrer Texte gibt sie in der Autobiographie Einblick, welchen Verlauf ihre «Heilsgeschichte» seit dem Erlebnis am Schwarzsee genommen hat. Für die sensible, selbstbewusste Frau war das geschlossene Kloster offensichtlich kein einfacher Weg; aber auch sie für die Klostergemeinschaft nicht. Der Leser bekommt den Eindruck, dass bei Silja Walter, in Umkehrung anderer überlieferter Gotteserfahrungen, das Tremendum erst auf das Fascinosum – die Erschütterung auf die Ruhe – folgte.

Silja Walter: Das dreifarbene Meer. Meine Heilsgeschichte – eine Biograpie. Freiburg, Paulus Verlag 2009, 207 S.

Ozean Licht. Festgabe für Silja Walter. Hrsg. von Ulrike Wolitz. Freiburg, Paulus Verlag 2009, 182 S.

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