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Das Düdinger Eis ist fast bereit

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«Das Loch in der Mitte vom Vlies muss genau auf dem roten Punkt im Eis liegen – ja, jetzt haben wir ihn getroffen», sagt Philippe Clerc, Geschäftsführer der Regionaleisbahn Sense-See in Düdingen. Er steht mit drei Mitarbeitern und einer Mitarbeiterin auf dem Eis in der rund 14 Grad kühlen Halle. Sie platzieren gerade ein Werbe-Vlies. «Der Winkel stimmt, jetzt langsam ablegen», sagt Clerc, «Lotti, zieh noch ein bisschen!»

Das Platzieren der Werbung auf dem Eis ist eine diffizile Sache: Liegt das zuvor nass gemachte Vlies einmal auf dem Eis, klebt es sofort und kann nicht mehr verschoben werden. Die Lage muss deshalb vorher präzise bestimmt und auf dem Eis angezeichnet werden. Dabei müssen die Eisbahn-Mitarbeiter unter anderem auf den Winkel zur Kamera achten. Liegt das Vlies, ziehen es die fünf zurecht, und fahren dann mit Rollern, wie sie auch Maler verwenden, darüber, bis es glatt wird.

Früher wegen Freiburgern

Am Mittwoch der vergangenen Woche, also mitten in der Hitzewelle, begann die rund zwölf Tage dauernde Eisproduktion in der Eishalle in Düdingen. Das ist früher als sonst, normalerweise ist das Eis erst Anfang September bereit. Der Grund liegt im Umbau der Eishalle St. Leonhard in Freiburg: Dort steht den Eissportlern momentan nur die Trainingshalle zur Verfügung.

«Zunächst hiess es, Gottéron komme fürs Training nach Düdingen», sagt Philippe Clerc. Das hat aber nicht geklappt, dafür weichen die Eiskunstläufer nach Düdingen aus und im August finden Camps für Nachwuchs-Eissportler statt. Am 5. September aber kommen die Drachen für ein Vorbereitungsspiel gegen Düsseldorf nach Düdingen.

60 000 Liter Wasser

Bis das Eis bereit ist, braucht es einiges: Zunächst muss die Betonplatte unter der Eisschicht langsam auf minus fünf Grad gekühlt werden, wie Philippe Clerc erklärt. Dann spritzen die Mitarbeiter mit dem Feuerwehrschlauch erstmals Wasser auf den gekühlten Beton, das gefriert und zu Eis wird. «Der Beton ist nie ganz eben, aber diese erste Schicht gleicht die Unebenheiten aus.» Sie ist ungefähr einen Zentimeter dick.

Für die folgenden Arbeiten stellt die Regionaleisbahn eine externe spezialisierte Firma an: Sie mischt Kreidemehl ins Wasser, was das Eis weiss aussehen lässt. Zudem zieht sie die Spielfeldlinien, die aus Papier bestehen. Die Werbe-Vliese legen die Düdinger selber aufs Eis. Sind sie platziert, verteilen die Mitarbeiter während zwei Nächten mit dem Feuerwehrschlauch Wasser auf der Bahn. Sie machen das nachts, weil es dann kühler ist. Am Schluss ist die Eisschicht 3,5 Zentimeter dick. Rund 60 000 Liter Wasser braucht es dafür.

Mehr Energie

Das Aufeisen einen Monat früher als üblich braucht mehr Energie, erklärt Philippe Clerc. Denn: Ende Juli sind die Nächte bedeutend kürzer als Ende August. Die Sonne scheint also während mehr Stunden auf die Halle und wärmt diese auf; es braucht mehr Energie zum Kühlen. Die Regionaleisbahn Sense-See macht das seit 2017 mit einem ausgeklügelten Kühlsystem; die überschüssige Wärme sorgt für warmes Wasser und fliesst in die Heizung.

Die Hitzewelle letzte Woche war laut Philippe Clerc kein Hindernis für die Eisproduktion. Stiege die Aussentemperatur aber auf 40 Grad Celsius, wäre es zu warm zum Aufeisen.

Bevor das Eis am Montag freigegeben wird, dürfen die Eishockey-Spieler der Düdingen Bulls morgen Samstag ein erstes Mal drauf. Sie «brechen» das Eis, bevor der Belag finalisiert wird, sagt Philippe Clerc. Es gebe die Theorie, dass die Benützung des Eisfeldes, bevor es ganz fertig sei, den Druck rausnehme. Ob das stimmt, ist wissenschaftlich nicht abschliessend geklärt. Aber die Praxis sei in Düdingen über die Jahre zur Tradition geworden, sagt Clerc.

Entfeuchtungsanlage

Neue Anlage sorgt für trockenere Luft in der Halle

Seit dem 16. Juli steht eine grüne Maschine in einer Ecke der Regionaleisbahn Sense-See in Düdingen, dort, wo vorher ein Materialraum war. Es ist die neue Entfeuchtungsanlage der Eishalle.

«Die Eishalle war ursprünglich vorgesehen zur Benützung von Oktober bis Februar», erklärt Philippe Clerc, Geschäftsführer der Regionaleisbahn Sense-See. Es seien bewusst Stellen in den Fassaden und an den Längsseiten offengelassen worden, damit die Luft zirkulieren könne. «Nun brauchen wir die Halle aber von September bis März, da die Spielsaison bereits im September beginnt.» Im September sei es noch ziemlich warm, und durch die Löcher fliesse warme und feuchte Luft in die kühle Halle. Das Kondenswasser greift die Holzkonstruktion des Daches an. Die Eisbahn-Verantwortlichen lassen diese darum regelmässig prüfen. «Mit der Statik gibt es kein Problem, aber die Feuchtigkeit verkürzt die Lebensdauer des Daches.»

Die Entfeuchtungsanlage saugt nun die Luft aus der Eishalle ein, entzieht ihr die Feuchtigkeit, und bläst die «getrocknete» Luft wieder in die Halle. Gleichzeitig gibt die Anlage die feuchte Luft nach draussen in die Umgebungsluft ab.

Zudem haben die Mitarbeiter der Eisbahn die zuvor offenen Stellen in Fassaden und Längsseiten abgedichtet. «Die Fassaden haben wir luftdicht gemacht, aber nicht isoliert», sagt Clerc. «Wir prüfen nun, wie gut diese Lösung funktioniert. Allenfalls ersetzen wir in einigen Jahren die Fassaden und isolieren sie.»

Die neue Entfeuchtungsanlage sowie die Abdichtungen haben die Eisbahn rund 250 000 Franken gekostet. Die Maschine wird zudem jedes Jahr mit rund 25 000 Franken die Rechnung belasten. «Wenn dadurch aber das Dach einige Jahre länger hält, lohnt sich diese Investition», sagt Philippe Clerc.

nas

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