Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Das Essen und das Kochen werden die Jugendlichen ein Leben lang begleiten»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Die Adventszeit hat auch im Fach Hauswirtschaft Einzug gehalten. Dabei geht es nicht allein darum, besonders leckere Guetzli-Rezepte zu vermitteln, sondern auch, diese besinnliche Zeit mit den Schülern bewusst zu erleben. «Für mich ist diese Zeit sehr wichtig», sagt Christina Bürgisser-Dietrich, Hauswirtschaftslehrerin an der OS Plaffeien. «Innere Werte gewinnen an Bedeutung und der Zusammenhalt in der Klasse, das Menschliche, bekommt mehr Gewicht.»

Andere Bräuche

Die Weihnachtszeit gibt den Schülern Gelegenheit, sich untereinander besser kennenzulernen. Bekanntlich sind immer mehr Jugendliche in den Klassen, die nicht christliche Wurzeln haben. Weihnachtsbräuche aus anderen Ländern können deshalb zum Thema werden.

Auch Gegebenheiten, die direkt mit dem Essen zu tun haben, fliessen in die Ernährungslehre ein. Unter den Schülern hat es Vegetarier, Zöliakie- und Diabetes-Kranke, aber auch solche, die an Magersucht leiden.

Neues kennenlernen

Überhaupt versuchen die Hauswirtschaftslehrerinnen ihre Schüler ständig zu animieren, Neues kennenzulernen und offen zu sein für neue Erfahrungen, sagt Christina Bürgisser. Das betrifft natürlich in erster Linie neue kulinarische Erfahrungen, etwa mal einen süssen Kürbiskuchen auszuprobieren. «Viele sind anfänglich oft skeptisch. Sobald sie sich aber überwinden und etwas Ungewohntes probieren, stellen sie fest, dass es gut schmeckt.»

Mehr Fertigprodukte

Einige Schüler seien von zuhause nicht mehr gewohnt, das Essen selbst herzurichten und nicht verzehrbereit zu kaufen, sagt Christina Bürgisser. Sie stellt fest, dass Fertigprodukte immer mehr Einzug halten – etwa in Haushalten, in denen beide Elternteile arbeiten und die Zeit fürs Kochen fehlt.

Diesem Trend hat sich auch der Unterricht angepasst. Im Kochbuch «Tip Topf», welches neu überarbeitet wurde, findet man jetzt auch Rezepte mit Halbfertigprodukten (z. B. Kuchen- und Pasta-Teig). «Man kann nicht mehr alles selber machen. Es ist heute eine andere Zeit», sagt Christina Bürgisser.

Kritisch bleiben

Doch sollen die Schüler diesen Produkten nicht unkritisch gegenüberstehen. «Wir animieren sie dazu, die Verpackung genau zu lesen, und besprechen mit ihnen die Bedeutung von Zusatzstoffen mit all den berüchtigten E-Nummern.»

Mit allerlei Tipps und Tricks erfahren die Schüler auch, dass mangelnde Zeit nicht immer als Argument für ungesunde Ernährung herhalten kann. Grössere Portionen kochen und einen Teil einfrieren, ist zum Beispiel so ein Ratschlag.

Freude am Kochen

Wichtig ist es ihr, den Schülern die Freude am Kochen zu vermitteln. «Das Essen, die Ernährungslehre und die Gesundheit werden sie ein Leben lang begleiten», sagt die Hauswirtschaftslehrerin. Vieles, was sie in diesem Unterricht lernen, werden sie vielleicht später gut gebrauchen können.

«Wenn man ihnen vermitteln kann, wie viel Spass es machen kann, für andere eine Mahlzeit zuzubereiten, dann ist unser Ziel erreicht», sagt Christina Bürgisser. Sie stellt ihren Schülern deshalb öfters die Hausaufgabe, für ihre Familie zu kochen, und muntert sie dazu auf, die Arbeit ihrer Mütter und Väter in der Küche besser wertzuschätzen.

Mehr zum Thema