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«Das Fass ist endgültig übergelaufen»

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Die Freiburger Schiedsrichtervereinigung ruft zum Boykott sämtlicher Spiele auf

Autor: Von MICHEL SPICHER

«Zu viel ist zu viel! Das Fass ist übergelaufen», schreibt die Vereinigung der Freiburger Schiedsrichter in einer Pressemitteilung. «Tätlichkeiten, verbale Attacken, rassistische Äusserungen gegenüber den Schiedsrichtern und skandalöses Verhalten auf und neben dem Fussballplatz» will der Verband nicht weiter akzeptieren. Aus Solidarität mit dem Unparteiischen, der nach dem 4.-Liga-Spiel zwischen Wünnewil II und Schönberg von Spielern des Stadtklubs angegriffen und verletzt worden ist, ruft der FSV seine Mitglieder auf, sämtliche Spiele für kommendes Wochenende zu boykottieren. Betroffen sind alle Ligen, auch die Junioren.

«Es soll kein Strafe sein»

Man sei sich bewusst, dass mit der Massnahme auch Unschuldige getroffen würden; es sei aber an der Zeit, ein Zeichen zu setzen, heisst es in der Mitteilung weiter. «Doch unsere Aktion soll keine Strafe sein», erklärt Heinz Gutknecht, Mitglied der Freiburger Schiedsrichtervereinigung auf Anfrage. «Wir wollen die Leute aufrütteln, sie dazu bringen, sich intensiv Gedanken über die Vorfälle zu machen.» Die Ereignisse von Wünnewil seien nur die Spitze des Eisbergs. Beinahe jedes Wochenende gäbe es auf einem Fussballplatz der Region verbale und tätliche Angriffe auf Schiedsrichter. «Es wird Zeit, dass sich die Verantwortlichen der Clubs überlegen, wie sie mit dem Thema umgehen wollen. Wollen sie zum Beispiel einen Zuschauer, der sich bei jedem Spiel gegenüber dem Unparteiischen aggressiv verhält, weiter als ?Fan? auf ihrem Sportplatz dulden», nimmt Gutknecht unter anderem die Club-Vorstände in die Pflicht. Aber auch der Fussballverband müsse endlich reagieren und drastischere Strafen aussprechen.

«Alleingang der Schiedsrichter»

Der Freiburger Fussballverband (FFV) und seine Schiedsrichterkommission distanziert sich in ihren Schreiben ausdrücklich von der Aktion der Unparteiischen. Auch wenn man die Gründe für den Aufruf zum Boykott verstehe, könne man diesen Alleingang nicht unterstützen, heisst es.Trotz des drohenden Streiks will der FFV sämtliche Begegnungen vom Wochenende wie geplant durchführen. Die Mannschaften hätten zu ihren Spielen zu erscheinen, und falls kein Unparteiischer vor Ort sei, würden die Spiele gemäss offiziellen Richtlinien nachgeholt.Damit am Samstag und Sonntag nicht zahlreiche Mannschaften unnötigerweise quer durch den Kanton reisen, appelliert der FFV an das Fair-Play der Schiedsrichter. Sie sollen den Verband informieren, wenn sie am Streik teilnehmen, damit man die betroffenen Teams frühzeitig informieren könne.

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