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Das Filmfestival lacht trotzdem

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150 Filme aus 57 Ländern, aufgeführt in 205 Vorstellungen in acht Tagen: Das ist das Internationale Filmfestival Freiburg 2015, das vom 21. bis zum 28. März stattfindet. Am Montag haben der künstlerische Leiter Thierry Jobin und die administrative Leiterin Esther Widmer vor den Medien das Programm vorgestellt. Die 29. Ausgabe des Festivals habe sich der Freiheit verschrieben, sagte Esther Widmer. «Diese äussert sich im Humor oder der Erotik, aber auch im Kino von Völkern, die ihre bedrohte Identität und Freiheit über die Kunst einfordern.»

Von der Aktualität eingeholt

 Einmal mehr zeigt das Festival, wie sehr das Filmschaffen ein Seismograf der Wirklichkeit ist. So ist die Sektion «Hommage à» dem syrischen Kino gewidmet. Der Regisseur Ossama Mohammed hat da- für über 20 Dokumentarfilme ausgewählt, die ein albtraumhaftes Porträt seiner Heimat zeichnen. «Die Filme erklären die Geschichte und die Gegenwart Syriens in der Sprache des Kinos», so Thierry Jobin. Was sie zeigten, sei umso beklemmender, als die Lage in Syrien im Verlaufe der Festivalvorbereitung immer schlimmer geworden sei: «Es ist die Hölle auf Erden.»

Ähnliches erlebte der künstlerische Leiter mit der Sektion «Entschlüsselt». Diese befasst sich mit der Komödie und steht unter dem Motto «Können Sie über alles lachen?»–eine Frage, die seit den Anschlägen auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» in Paris ganz neue Dimensionen angenommen hat. Als er mit der Programmierung dieser Sektion angefangen habe, habe er von Leichtigkeit geträumt, so Jobin, doch mit den Ereignissen vom 7. Januar habe alles eine sehr ernste Wendung genommen.

In den weiteren Parallelsektionen geht es um das nordamerikanische indigene Kino, um die Kultur der Roma in den Augen des französischen Filmemachers Tony Gatlif, um Erotikfilme aus aller Welt und um die Lieblingsfilme des französischen Schauspielers und Regisseurs Jean-François Stévenin, den Thierry Jobin für die Sektion «Sur la carte de …» eingeladen hat.

Von Berlin nach Freiburg

Auch die Selektion für den internationalen Wettbewerb hat Jobin am Montag be- kannt gegeben: zwölf Lang- und achtzehn Kurzfilme, alles Schweizer oder Europapremieren. In der Langfilmauswahl befindet sich etwa der Film «Taxi» des iranischen Regisseurs und Regimekritikers Jafar Panahis, der im Februar mit dem Goldenen Bären von Berlin ausgezeichnet wurde. Doch auch weniger beachtete Filme hat Thierry Jobin berücksichtigt. So hat er für den mexikanischen Beitrag «González» sogar eine Ausnahme gemacht: Christian Díaz Pardo hat den Film bereits 2013 gedreht; gewöhnlich gelangen aber nur Filme aus den letzten zwölf Monaten in die Wettbewerbsselektion. «González» sei zu Unrecht in Vergessenheit geraten und verdiene diese Chance, so Jobin.

37 000 Besucher erwartet

Mit der breiten Filmauswahl und einem vielfältigen Rahmenprogramm will das Festival wie im Vorjahr 37 000 Besucherinnen und Besucher anlocken. Das Budget beläuft sich auf zwei Millionen Franken. Hauptpartner auf Bundesebene ist die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, die soeben ihren Subventionsvertrag für die Jahre 2015 bis 2018 erneuert hat.

Das Festival findet vom 21. bis zum 28. März statt. Der Vorverkauf läuft ab sofort auf www.starticket.ch oder im Festivalbüro im Alten Bahnhof. Infos: www.fiff.ch.

Die Jurys

Ursula Meier und Bettina Oberli

Mit Ursula Meier und Bettina Oberli sind in den diesjährigen Jurys des Filmfestivals Freiburg zwei wichtige Schweizer Regisseurinnen vertreten:

Langfilm-Jury:Ursula Meier (CH/F), Alanis Obomsawin (CAN), Alix Delaporte (F), Rolf de Heer (NL/AUS).

Kurzfilm-Jury:Bettina Oberli (CH), Elodie Brunner (CH), Guillaume Mainguet (F).cs

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