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Das Flüchtlingsdrama müsste keines sein, denn es gäbe eine Lösung

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Wir wissen: Wasser fliesst von oben nach unten. Ebenso klar sollte sein, dass Menschen ohne Perspektive im eigenen Land immer in Länder ziehen, wo sie sich eine Chance erhoffen. Europa kann Mauern errichten und die Flüchtlingsboote im Meer abfangen – sich abschotten wie die DDR damals –, aber eine langfristige Lösung wird dies nie sein. Menschen, die nichts zu verlieren haben, werden weiter in Länder drängen, die in ihnen Hoffnungen auf ein Leben ohne Not wecken. Und Mauern fallen früher oder später immer.

Zwischenlösungen

Bei der Diskussion, wie dem Flüchtlingsdrama im Mittelmeer beizukommen ist, sind sich alle einig, dass man Flüchtlinge in Seenot retten muss. Aber dies ermutigt die Fluchtwilligen rund ums Mittelmeer nur noch mehr, die gefährliche Fahrt zu wagen. Es werden noch mehr kommen. Millionen. Was tun mit ihnen? Lager in Nordafrika sind keine Lösung, weil viele Flüchtlinge dort ethnisch und religiös motivierter Gewalt ausgesetzt sind und weil die meisten die Fahrt nach Europa wieder versuchen würden. Kurz- und mittelfristig bleibt nichts anderes übrig, als sie aufzunehmen. Aber langfristig ist auch das nicht eine zufriedenstellende Lösung.

Strukturelle Gewalt beenden

Die allermeisten Menschen bleiben gern in ihrer Heimat, wenn sie dort ein würdiges Leben führen können. Damit dies auch in armen Ländern Realität wird, dazu kann Entwicklungshilfe beitragen, aber nur beschränkt. Viel wichtiger ist, dass die reiche Welt ihre Wirtschaftspolitik ändert und den armen Ländern eine Chance zur Entwicklung lässt. Denn mit ihrer aggressiven Interessenpolitik nehmen die reichen Länder und multinationalen Unternehmen keine oder nur wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse der schwachen Länder. Sie nutzen sie allenfalls als Lieferanten von Billigwaren und Rohstoffen, sehen sie ansonsten aber als potenzielle Konkurrenten. Im Kampf um die eigenen Vorteile bringen sie nicht selten Korruption und illegale Praktiken ins Spiel und verhindern so eine gesunde nachhaltige Entwicklung der armen Länder. So macht der reiche Norden die grossen Gewinne, die Eliten im Süden erhalten dicke Trinkgelder, das Volk bekommt bestenfalls Brosamen und hat oft unter Umweltschäden und Vertreibungen zu leiden. Also flieht man.

Eine Chance lassen

Die einzige Möglichkeit, die Flüchtlingsströme langfristig zu stoppen, besteht darin, die wirtschaftliche Entwicklung der armen Länder nicht weiter zu hemmen, sondern aktiv zu fördern, vor allem die Landwirtschaft, die Industrie und den Dienstleistungssektor. Durch finanzielle Starthilfen und unter Kontrolle der Mittelverwendung sowie durch Technologietransfer und Managementberatung im öffentlichen und privaten Sektor könnte diese Förderung gelingen. Dadurch entstünden den Unternehmen im Norden zwar Konkurrenten, aber die Erhöhung der Kaufkraft in den armen Ländern – dank neuen Arbeitsplätzen und höheren Löhnen – böte den multinationalen Firmen die Chance, ihre Produkte an mehr Menschen zu verkaufen. Das ergäbe eine Win-win-Situation. Nur die Stärkung der Wirtschaft der armen Länder kann die sozialen Spannungen, Kriegssituationen und Flüchtlingsströme langfristig eindämmen und nicht das Zumauern von Grenzen.

Initiative: Globale Geschäfte, globale Verantwortung

D ie sogenannte Konzernverantwortungsinitiative soll dafür sorgen, dass Schweizer Unternehmen den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt in ihre Geschäftspraktiken integrieren. Die Unternehmen sollen zu einer Sorgfaltsprüfung im Bereich Menschenrechte und Umwelt verpflichtet werden. So muss ein Konzern vorab all seine Geschäftsabläufe und -beziehungen durchleuchten, um mögliche Risiken für Mensch und Umwelt zu identifizieren. Anschliessend müssen potenziell negative Auswirkungen der Geschäftstätigkeit mit wirksamen Gegenmassnahmen bekämpft werden. Als Drittes muss transparent über verletzte Rechte und die dagegen ergriffenen Vorkehrungen berichtet werden. tr

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