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Im Freiburger Spital und in Heimen fehlt es akut an Pflegepersonal

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Viele Betten belegt, zu wenig Leute: Das Freiburger Spital HFR braucht mehr Personal und schafft sieben befristete Vollzeitstellen. Aber auch in den Freiburger Pflegeheimen ist die Situation prekär.

Bereits zum zweiten Mal innert weniger Monate schlägt das Freiburger Spital Alarm: Die Betten sind belegt, und es fehlt an Personal, um die Patientinnen und Patienten zu betreuen. «Jeden Tag werden 20 bis 30 Personen hospitalisiert, obwohl manchmal nur 10 bis 20 Betten zur Verfügung stehen», sagt Catherine Favre Kruit, Leiterin Kommunikation und Marketing beim HFR. Man wolle keine Betten schliessen oder geplante Operationen verschieben. Deshalb haben die Verantwortlichen Sofortmassnahmen beschlossen und erhöhen unter anderem den Personalbestand (siehe Kasten).

Wie die Kommunikationsverantwortliche erklärt, ist der Personalmangel das grösste Problem. «Unsere Mitarbeitenden sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie müde und überlastet. Sie stehen unter permanentem Druck, weil es viel zu tun gibt und die Belastung einfach nicht abnimmt.» Das führe zu vielen krankheitsbedingten Ausfällen, dazu kämen Mutterschaftsurlaube und Abwesenheiten nach Unfällen: 

In Kombination mit dem starken Andrang in der Notaufnahme und in den Permancen in Tafers, Merlach und Riaz ergibt das eine grosse Belastung des noch verbleibenden medizinisch-pflegerischen Personals.

Viele Ausfälle

Ganz ähnlich tönt es bei den Gesundheitsnetzen, welche die Verantwortung für die Freiburger Pflegeheime tragen. Einige Pflegefachleute seien durch die hohe Belastung während der Pandemie aus dem Beruf ausgestiegen, sagt Christine Meuwly, Leiterin des Gesundheitsnetzes Sense. Andere würden längere Zeit ausfallen, weil sie zu lange am Limit gearbeitet hätten und jetzt an Erschöpfungsdepressionen leiden. «Schon seit langem sprechen wir vom kommenden Pflegenotstand, den wir in ein paar Jahren erwarteten», sagt sie. Jetzt sei er da: 

Die Pandemie hat es beschleunigt. Viele Pflegende sind ausgebrannt und haben dem Beruf den Rücken gekehrt.

Kein Platz in Heimen

Aussergewöhnlich ist die Situation auch, weil das Freiburger Spital rund 40 Patientinnen und Patienten, die eigentlich keine stationäre Versorgung mehr benötigen, nicht entlassen kann, weil die Anschlusslösung fehlt, also die Betreuung durch die Spitex zu Hause oder die Überweisung in ein Pflegeheim. Gemäss Spital warten 30 Personen auf einen Heimplatz. Und auch die Spitex-Dienste laufen fast überall am Limit. «Wieder andere warten auf ein Bett auf einer Rehabilitationsstation», erklärt Favre Kruit. Doch auch dort sei die Belegung sehr hoch. «Es ist ein Teufelskreis.»

Die Pflegeheime hätten Hand geboten für Lösungen, sagt Christine Meuwly. «Doch die Situation ist prekär. Wir haben derzeit allein im Sensebezirk 24 dringende Fälle, die auf einen Pflegeheimplatz warten.» Weitere Betten zu schaffen, sei allenfalls im französischsprachigen Kantonsteil noch möglich, wo einige Kurzzeitaufenthalts- zu Langzeitpflegebetten umgewandelt werden könnten. «Aber selbst wenn die Gesundheitsnetze mehr Betten zur Verfügung stellen könnten: Was nützen uns die, wenn wir die Leute für die Betreuung nicht finden?» 

Gemäss HFR suchen Spital und Gesundheitsnetze auch Lösungen ausserhalb des Kantons. «Früher war das relativ einfach», sagt die Leiterin des Sensler Gesundheitsnetzes. So hätten die Deutschfreiburger Heime jeweils recht unkompliziert vorübergehend einen Platz für einen Patienten gefunden, etwa in Schwarzenburg oder Laupen. «Doch nun ist es auch in diesen Heimen prekär.» Auch die Heime in den Kantonen Waadt und Neuenburg haben kaum freie Kapazitäten. Wie Catherine Favre Kruit sagt, konnten zwar ein paar Patienten untergebracht werden. «Doch die leer gewordenen Betten sind mittlerweile schon wieder belegt.»

Lösungen gesucht

Für Christine Meuwly ist klar: Es braucht raschestmöglich Lösungen: «Wir müssen unbedingt alle Betroffenen an einen Tisch bringen und gemeinsam überlegen, wie wir mehr Leute für die Pflege rekrutieren können.» Eine Idee sei etwa, Quereinsteigerinnen gezielt zu fördern, indem ihnen der Rotkreuzhelferkurs finanziert würde. Es gebe Heime, die frisch pensionierte Mitarbeitende bitten, noch einmal zurückzukommen, andere Heime motivieren die Pflegekräfte, ihr Pensum zu erhöhen. Die Schaffung neuer Ausbildungsplätze sei schön und gut, doch würden diese Personen erst in einigen Jahren zur Verfügung stehen. «Es ist eine aussergewöhnliche Situation.»

Massnahmen des HFR

Befristete Stellen und ein Transportdienst

Bereits im Juli hatte das HFR auf die hohe Belegung und den Personalmangel aufmerksam gemacht. Jetzt ergreift das Freiburger Spital weitere Sofortmassnahmen und stellt zusätzliche Pflegekräfte mit befristeten Verträgen an. Diese sollen das bestehende Personal bis zur Ankunft von Neuzugängen unterstützen, die ihre Arbeit später im Jahr aufnehmen. Von den rund 30 zusätzlich geschaffenen Stellen seien noch nicht alle besetzt, sagt Catherine Favre Kruit, Leiterin Kommunikation beim HFR. Das Freiburger Spital sucht verschiedene Fachkräfte, auch Fachpersonen Gesundheit und medizinisches Sekretariatspersonal – mit einem Pensum von insgesamt sieben Vollzeitstellen. Als weitere Massnahme hat das HFR einen begleiteten Transportdienst organisiert. Dieser bringt Patientinnen und Patienten ohne Angehörige nach ihrem Spitalaustritt nach Hause. im


Kommentar (1)

  • 09.09.2022-Kolly Dominik

    Herr Nussbaumer ! Si und Ihre Zeitung haben uns bei und Corona mit Ihrer Mitte genug Geschadet ! Bitte Lassen mich in Ruhe kann auf Ihre Kommentare ! Verzichten ! Kolly Dominik St.Silvester.

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