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Das Gedenken an das vielgestaltige Leben des Heiligen Niklaus von Flüe

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In der Deutschschweiz laufen die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten für das 600-Jahre-Jubiläum der Geburt des Heiligen Niklaus von Flüe schon auf Hochtouren. Der Eremit, der lange in einer Hütte in der Gemeinde Flüeli-Ranft gelebt hat, ist 1417 geboren und am 21. März 1487 gestorben. Nun soll das Gedenken an den «Beschützer der Schweiz», wie ihn der Freiburger CVP-Nationalrat Dominique de Buman in einer Broschüre nennt, auch in der Romandie und in Freiburg Fuss fassen. Ein Komitee aus Persönlichkeiten lanciert eine Reihe von Veranstaltungen in Freiburg, die in den Rahmen der nationalen Aktion «Mehr Ranft» eingebettet sind. Gestern hat diese «Vereinigung der Freunde von Bruder Nikolaus» das Konzept vorgestellt.

Die «Freunde» wollen das Gedenken lebendig erhalten, nicht nur an den Heiligen selbst, sondern auch an seine Frau Dorothea. «Die beiden haben die DNS des Friedens in der Schweiz entwickelt», halten die Initianten fest. Präsident Marco Cattaneo erklärte, den Anstoss zur Gründung des Vereins habe die Vereinigung «Mehr Ranft» (siehe Kasten) gegeben. «Wir sahen, was sie alles geplant haben – doch alles war auf Deutsch.» Deshalb habe sich der Verein konstituiert: «Wir müssen das machen, und wir wollen das machen.»

Ein Rundgang durch Freiburg

Das wichtigste Element ist der Themenrundgang «Unterwegs sein» durch Freiburg, der in Zusammenarbeit mit Freiburg Tourismus auf die Beine gestellt worden ist. Der Rundgang mit den Schauspielern Jean Winiger (französisch) und Marco Schmid (deutsch) beginnt im Tourismusbüro am Tinguely-Platz, von dort aus werden die Teilnehmer über das Gutenbergmuseum, die Kathedrale und das Rathaus in die Unterstadt und dann wieder hinauf zur Loretto-Kapelle geführt. Jeder der sechs Posten behandelt ein Element aus der Lebensgeschichte und dem Wirken von Niklaus von Flüe. Von Ende April bis Ende November sind 16 Führungen geplant, darunter sind fünf auf Deutsch, erstmals am 28. Mai.

Die Macher sprechen auf dem «Weg des Bruder Klaus» auch an, dass Freiburg zum Heiligen zusätzliche Verbindungen hat: der Name, der auch derjenige des Freiburger Stadtheiligen Niklaus von Myra ist zum Beispiel, und die Reliquien des Bruders Klaus in der Kapelle des Justinus-Werkes. Sie weisen zudem darauf hin, dass als indirekte Folge des «Stanser Verkommnisses», einem der zentralen Ereignisse im Wachstumsprozess der Eidgenossenschaft, Freiburg im Jahr 1481 dem lockeren Verbund beitrat. Mit diesem Schritt wurde aus der bisher einsprachigen Eidgenossenschaft ein zweisprachiges Staatswesen. Die weiteren Veranstaltungen können der zweisprachigen Homepage des Vereins entnommen werden.

Es gehe darum, sowohl den religiösen wie auch den historischen Persönlichkeit in der Romandie Sichtbarkeit zu verleihen, betonen die Intianten. Sie verweisen auf das «Wunder von Waldenburg», als am 13. Mai 1940 während des deutschen Feldzugs gegen Frankreich die angebliche Erscheinung einer hell leuchtenden Hand über dem Baselbieter Dorf den Schweizern die Furcht vor dem erwarteten deutschen Angriff nahm. Viele waren der Meinung, es handle sich dabei um die Hand des Schutzpatrons.

www.nicolasdeflue.ch

Zur Person

Niklaus von Flüe, Schweizer Nationalheiliger

Niklaus von Flüe wurde 1417 in eine Unterwaldner Bauernfamilie hineingeboren und heiratete Dorothea Wyss. Mit 50 Jahren entschied er sich für ein Leben als Geistlicher. Er zog sich in eine Einsiedelei in der Ranftschlucht zurück, in eine Hütte, die er selbst gebaut hatte. Er machte sich in der Folge einen Namen als Visionär und Mystiker. 1481 beeinflusste er aus der Ferne die Stanser Verträge, die Lösung eines Streits. Die acht Alten Orte der Eidgenossenschaft schlossen darin mit Freiburg und Solothurn einen Vertrag, der eine politische Krise beendete. 1477 hatten Innerschweizer Freischärler mit dem Saubannerzug die Stadtkantone herausgefordert. Das in seinem Todesjahr 1487 erschienene, biografische «Pilgertraktat» setzte dem Geistlichen ein literarisches Denkmal. Bald würdigten ihn auch reformierte Autoren. Seine Einsiedelei in Flüeli wurde zu einer Pilgerstätte. 1648 wurde er selig- und 1947 heiliggesprochen; in den Weltkriegen wurde er zum überkonfessionellen Schutzpatron stilisiert. Die ihm zugeschriebene Aussage «Machet den zun nit zu wit» wurde von Gegnern der politischen Öffnung der Schweiz aufgegriffen. Zum Gedenken an den Heiligen werden dieses Jahr unter dem Label «Mehr Ranft» Veranstaltungen durchgeführt, die meisten sind ökumenisch geprägt. Einige bilden auch eine Brücke zu den Feierlichkeiten zu 500 Jahren Reformation.

fca

www.mehrranft.ch

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