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Das glaube ich nicht?

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Vor Jahren, im Religionsunterricht, erklärte ich den Kindern, dass niemand uns so sehr liebt wie Gott. Ein Kind streckte und sagte mir fester Stimme: «Das glaube ich euch nicht!» Die Liebe von Mami und Papi, Grossmutti, Patin und so weiter war für dieses Kind grösser, erfahrbarer, spürbarer als die Liebe Gottes. Da haben wir es: Nicht nur für die Kinder, sondern auch für Universitätsprofessoren ist es nicht so leicht, zu glauben. Immer findet man Gründe, um nicht zu glauben, um nicht glauben zu müssen. Zudem ist ein Glaube, der zu nichts verpflichtet, kein Glaube und je weniger Glaube, desto mehr Aberglauben.

An Gott bedingungslos zu glauben, aus tiefstem Herzen – wer kann das schon ohne weiteres? Bald tauchen Zweifel auf. Gar nicht schön ist es, wenn wir beten: «Dein Wille geschehe.» Aber wenn der Herrgott meinen Willen nicht erfüllt und eine Person stirbt und eine Naturkatastrophe eintritt, dann wird er gleich abgeschafft. Dem Herrgott vorschreiben, was er zu tun hat, ist das richtig?

Auch ich beisse mir die Zähne aus, um haargenau zu wissen, wer und was und wie Gott ist. Bereits die wunderbare, grenzenlose Schöpfung erzählt mir von seiner unendlichen Grösse, Liebe, Schönheit. Deshalb wird die Theologie nicht fertig, über ihn Bücher zu schreiben, wobei keines mir genau alles erklärt, was man über ihn schreiben kann.

Was der Glaube an das Jenseits anbelangt, da tue ich mich nicht schwer, denn Gottes Liebe zu uns hört beim Tode nicht auf. Ich grüble nicht, ob wir schlafen oder ganz tot sind. Ich lasse mich mit froher Erwartung von Gottes Liebe überraschen. Für mich steht in der Bibel längst genug über den Glauben an das Weiterleben nach dem Tode. Schon der Prophet Ezechiel hatte 593 vor Christus eine wunderbare Vision über die Auferstehung der Toten. Das Buch der Weisheit 300 vor Christus sagt: «Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand.» Was also soll er mit Toten in seiner Hand machen? Im zweiten Buch der Makkabäer aus dem Jahr 160 vor Christus steht: «Es ist ein heiliger Gedanke, für die Verstorbenen zu beten.» Christus selbst braucht neben vielen klaren Worten das schöne Bild vom himmlischen Gastmahl, da sitzen nicht Tote zusammen. Glauben wir mit frohem Herzen an Gott, obwohl wir nur wenig von ihm verstehen und wissen. Freuen wir uns, trösten wir uns, dass wir unsere Verstorbenen in der besseren Welt wiederfinden.

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