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Das Grossprojekt erhält ein Fundament

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 Der Staatsrat legt nächste Woche dem Kantonsparlament ein erstes Paket von Dekreten zur Weiterentwicklung des Freiburger Innovationsquartiers Blue Factory vor. Das Paket umfasst den grundlegenden Bericht mit den Vorstellungen zur Finanzierung sowie die ersten beiden Detailanträge. Diese befassen sich mit der ETH-Lausanne-Filiale Smart Living Lab (SLL), dem «Zentrum für intelligentes Wohnen», und mit dem Projekt SICHH (Swiss Integrative Center for Human Health), ein Projekt, an dem Universität und Spitalnetz beteiligt sind.

Im Bericht stellt der Staatsrat in groben Zügen die vier Technologieformen vor, die in der Startphase des Innovationsquartiers dessen Entwicklung antreiben und nachfolgende Projekte anziehen sollen. Der Staatsrat kündigt dabei an, dass er sich finanziell in erster Linie auf das SLL konzentrieren und die anderen Projekte unterstützen wolle. Sie sollten aber möglichst bald selbsttragend operieren können.

Vier Mieter vorgesehen

Hintergrund ist die 2011 offiziell lancierte Schaffung des Innovationsquartiers auf dem ehemaligen Cardinal-Areal, das zugleich Teil eines nationalen Innovationsparkes rund um die ETH Lausanne sein soll. Zentral für die Anfangsphase werden laut dem Staatsrat die verschiedenen Bauvorhaben sein, welche die Einrichtung der verschiedenen Technologiezentren erst ermöglichen. Im Vordergrund steht dabei das Versuchsgebäude für das SLL-Projekt. Dessen Kosten allein werden auf rund 20 Millionen Franken geschätzt. Und zwar unabhängig davon, ob das Gebäude von Privaten, vom Staat oder von der Betriebsgesellschaft erstellt wird.

Die ersten Projekte auf dem Gelände sollen der Innovation und dem Technologietransfer dienen und sind nicht a priori gewinnbringend angedacht. Es ist vorgesehen, dass die Nutzer des Geländes prinzipiell Mieter der gerade erst gegründeten Betriebsgesellschaft sein werden. Neben dem SLL und dem SICHH gehören die Projekte Innosquare (Inno2) und das Biofactory Competence Center (BCC) unter diese ersten Technologieplattformen.Der Staatsrat rechnet für die Plattformprojekte mit einem Platzbedarf von mindestens 2000 Quadratmetern. Benötigt werden Flächen für Büros, Werkstätten für den Betrieb technischer Instrumente und für Maschinen. Der Staatsrat hofft, dass die ersten neuen Räumlichkeiten schon 2014 zur Verfügung gestellt werden können. Zu den Gebäuden für die vier Plattformen kommen mögliche Mieter im sozialen und kulturellen Bereich.

Der Staatsrat möchte die Finanzierung des Baus und der Projekte strikt voneinander trennen, wie er schreibt. Die Anfangsphase der Bauarbeiten werde mit normalen Hypotheken bezahlt, so der Staatsrat. Für die weitere Finanzierung müssten neue Modelle gefunden werden, so der Staatsrat. Der Kanton ist bereit, den Projekten im baulichen Bereich finanziell unter die Arme zu greifen. Sei es, dass er Darlehen gewährt oder Bürgschaften für die Aufnahme von Krediten spricht, sei es, dass er zugunsten dieser Projekte Aufträge spricht. Als Beispiel nennt er Aufgaben im Bereich der Innovationsförderung.

Auch Kosten für die Stadt

Der Staatsrat zeigt in seinem Bericht aber auch die weniger angenehmen Seiten des Grossprojektes auf. Namentlich auf die Stadt Freiburg kommen umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur zu. Die meisten können bis dato nicht beziffert werden, schreibt der Staatsrat. So ist eine grosse Grünanlage vorgesehen, die Verbreiterung der Cardinal-Unterführung, eine Verbindung für den Langsamverkehr vom Bahnhof zur Perolles-Ebene entlang der Industriegeleise sowie der Anschluss an das Strassennetz.

Insgesamt sei eine starke Zunahme des Verkehrs in einem bereits verstopften Raum bis hin zur Autobahnausfahrt in Villars-sur-Gl âne zu befürchten. Eine Mobilitätsstudie soll Auskunft geben zu den Folgen für den Verkehr im Freiburger Stadtzentrum. Die möglichen Gesamtkosten beziffert der Staatsrat auf bis zu 40 Millionen Franken. Allerdings sei noch kein Verteilschlüssel bekannt. Die Investitionen seien aus Sicht des Staatsrates zwar bezahlbar, doch sei Vorsicht angesagt, denn unzureichende Infrastrukturen könnten langfristig die Entwicklung des Projekts und anderer Pläne hemmen, so der Staatsrat.

Innovation: 63 Millionen für vier Projekte

I nsgesamt vermutet der Staatsrat für die vier Technologieplattformen bis 2018 Kosten von 63 Millionen Franken, wobei der Staat rund 31 Millionen Franken übernehmen würde. Für das Smart Living Lab (SLL) sieht der Staatsrat für die fünfjährige Startphase Gesamtkosten von rund 42 Millionen Franken vor. Davon würde der Kanton 26,2 Millionen Franken à fonds perdu übernehmen, namentlich für den Bau eines Versuchsgebäudes. Nach der Startphase kommen Kosten von rund 12,6 Millionen Franken hinzu, wobei der Kanton gegen 8 Millionen Franken zu übernehmen bereit ist. Das Swiss Integrative Center for Human Health (SICHH), ein Dienstleistungszentrum für Humanmedizin, wird laut dem Staatsrat zu Beginn etwa zwölf Millionen Franken kosten, wobei allein neun Millionen für die Ausrüstung ausgelegt werden müssen. Das Projekt Innosquare, ein Dienstleistungszentrum für Industrieunternehmen zur Entwicklung neuer Projekte, soll für die ersten fünf Jahre auf rund sechs Millionen Franken zu stehen kommen. Das Weiterbildungszentrum für Biopharmazie-Berufe weist einen Finanzbedarf von 3,6 Millionen Franken für drei Jahre auf. Für die letzten drei Projekte würde der Kanton Darlehen oder Bürgschaften in der Höhe von rund 4,6 Millionen Franken vorsehen, um die Erstellung der nötigen Gebäude zu ermöglichen. fca

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