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«Das Gute ist, wir haben noch Potenzial»

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Autor: frank stettler

«Man kann nicht ein Team neu zusammenstellen und dann gleich glauben, dass man nur mit den Fingern schnippen muss und gleich Meister wird. So ein Team muss zunächst zusammenwachsen», sagt Simon Gamache Tage vor dem Meisterschaftsstart gegenüber den FN und sprach überdies von einem Übergangs-Jahr. Heute, zwei Monate später, räumt der Kanadier ein, dass er sich mit dieser Einschätzung getäuscht hatte. «Dass wir uns als Mannschaft mit dieser Schnelligkeit gefunden haben, überrascht mich doch sehr.»

Nicht nachlassen

Alle hätten gewusst, dass im Team ein riesiges Potenzial stecken würde, so der Stürmer weiter, «dieses aber aufs Eis zu bringen, ist etwas ganz anderes. Wir sind wirklich sehr solid aufgestellt. Was haben nicht alle gesagt, was wir für eine schlechte Verteidigung haben. Ist das heute der Fall? Nein.» Die Stimmung in der Kabine sei ausgezeichnet. «So wie es eben der Fall ist, wenn es läuft.»

Umso wichtiger sei es jetzt, so Simon Gamache, nicht den Schlendrian einkehren zu lassen. «Trotz der Leaderposition müssen wir uns jeden Tag von neuem in Frage stellen. Am Dienstag in Kloten beispielsweise hat uns Cristobal Huet mit seinen Paraden im ersten Drittel im Spiel gehalten. Dessen müssen wir uns bewusst sein.»

Deshalb sieht Simon Gamache im mentalen Bereich noch Steigerungsmöglichkeiten. «Jeder kann diesbezüglich noch einen Effort zusätzlich leisten. Noch verursachen wir zu viele Puckverluste und auch das Powerplay können wir besser, als wir es bisher gezeigt haben.» Es sei noch Luft nach oben vorhanden, so Gamache, der trotz Rang eins sagt: «Das Gute ist, wir haben noch Potenzial.»

Produktivität steigern

Mit seinen Leistungen ist der 30-Jährige noch nicht ganz zufrieden. «Die Intensität in meinem Spiel stimmt, die Verteidigungsarbeit auch. Aber sicher hätte ich gerne bessere Statistiken», erklärt Simon Gamache, der in 21 Spielen je sieben Tore und Assists verbuchen konnte und eine positive Plus/Minus-Bilanz aufweisen kann (+3). «Aber solange wir gewinnen, sind persönliche Statistiken egal.» Oftmals gewinne Gottéron halt mit einem tiefen Skore. «Wenn wir mit 2:0 führen, macht es keinen Sinn, weiteren Toren hinterherzurennen. Viel wichtiger ist es in solchen Momenten, intelligent zu spielen. Und dies tun wir zurzeit.»

Trotzdem erwartet Simon Gamache von sich sowie seinen Sturmpartnern Christian Dubé und Adam Hasani eine höhere Produktivität. «Wir brauchen noch etwas Geduld. Adam ist für mich und Christian ein neuer Mitspieler, zudem war Christian eine Zeit lang verletzt. Deshalb ist es nur logisch, dass wir noch nicht das gleiche Zusammenspiel haben können wie etwa das Trio mit Andrei Bykow, Julien Sprunger und Beni Plüss.»

Mit zuletzt elf Siegen in zwölf Partien könnte es Gottéron momentan also nicht besser laufen. Mit dem Meister HC Davos wartet heute jedoch ein Gegner auf die Freiburger, gegen den man die 16 letzten Spiele allesamt verloren hat. «Diesen Fakt sollten wir einfach aussen vor lassen», so Gamache, der mit der am Ende sportlich unerfreulichen Zeit in Bern auch räumlich abgeschlossen hat und jetzt mit seiner Familie in Bürglen lebt.

Leidenschaft gefragt

«Für unser Vertrauen wäre es wichtig, mit Davos auch den elften und letzten Gegner in dieser Liga zu schlagen. Wir wissen aber, dass uns der HCD nach der Niederlage in Genf mit dem Messer zwischen den Zähnen erwarten wird. Es wird ein guter Test für uns sein. Gewinnen wird am Ende jenes Team mit der grösseren Leidenschaft.» Eine Qualität also, die Simon Gamache auszeichnet.

Konnte für seinen Geschmack noch zu selten einen Torerfolg bejubeln: Simon Gamache.Bild Keystone

Vorschau:Endet die Negativ-Serie gegen Davos?

Dank dem 3:1-Sieg am Dienstag gegen die Kloten Flyers und der gleichzeitigen Niederlage von Davos in Genf hat Gottéron seine Führung in der Tabelle auf vier Zähler ausgebaut. Heute reisen die Freiburger ins Bündnerland zu einem weiteren Spitzenkampf. «Das Spiel in Davos ist eine Herausforderung für uns», sagt Trainer Hans Kossmann. Dies umso mehr, weil die Freiburger die letzten 16 (!) Partien gegen den amtierenden Meister verloren haben. Zuversichtlich stimmt Kossmann, dass seine Mannschaft im ersten Aufeinandertreffen zwischen den beiden Teams eine gute Figur abgegeben hatte. «Bei der 2:3-Niederlage haben wir eine gute Leistung gezeigt. Warum sollten wir in Davos nicht an unsere Chance glauben?» Eine Steigerung erhofft sich Kossmann insbesondere im Powerplay. Zwölf Tore haben die Freiburger bisher in Überzahl erzielt. Nur der SCB (acht Tore) war in dieser Übung noch weniger erfolgreich. «Ich will nicht sagen, dass das Powerplay schlecht ist, bestimmt aber können wir es besser.»

Mit Gerber und Lüssy?

Im Vergleich zur erfolgreichen Partie in Kloten deutete Hans Kossmann mögliche Veränderungen im Kader an. Die Chancen, dass die zuletzt überzähligen Lukas Gerber und Silvan Lüssy in die Mannschaft zurückkehren, sind intakt. Einziger Verletzter ist Dimitri Afanasenkow, dessen Probevertrag am Samstag ausläuft. Das Engagement bis Saisonende mit dem Russen ist jedoch so gut wie in trockenen Tüchern.fs

Der heutige Gegner

Die Fakten zum HC Davos

• Mit 23 Skorerpunkten führt der Tscheche Petr Sykora die interne Skorerliste der Davoser an. 13-mal traf er – genauso oft wie Gottérons Julien Sprunger.

• Der Slowake Peter Sejna hat in dieser Saison bereits drei Shorthander erzielen können.

• Trainer Arno Del Curto muss heute auf Sandro Rizzi, Beat Forster, Josef Marha sowie Peter Guggisberg verzichten. fs

«Dass wir uns als Mannschaft so schnell gefunden haben, überrascht mich sehr.»

Autor: Simon Gamache

Autor: Gottéron-Stürmer

«Solange wir gewinnen, sind die persönlichen Statistiken egal.»

Autor: Simon Gamache

Autor: Gottéron-Stürmer

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