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Das Herbarium im Baumstrunk

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Das Herbarium im Baumstrunk

Forstwartlehrling Andreas Ackermanns Aufwand wurde mit Höchstnote belohnt

Mit seinem baumstarken Herbarium ist Andreas Ackermann aus Plaffeien an die Diplomfeier für Forstwarte nach Grangeneuve gefahren. In einen Gespräch erklärte er, wie es zu dieser 96-teiligen Pflanzensammlung gekommen ist.

Von JOSEF JUNGO

Weil er mehr über den Wald und dessen Funktionen wissen wollte, hatte Andreas Ackermann sich nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit um eine Lehrstelle als Forstwart beworben. Er sei zudem ein Typ, der gerne in der Natur arbeite, betont er. Als besonders interessant und lehrreich bezeichnet er die im Rahmen der Ausbildung organisierten Maurer-, Schreiner- und Baukurse. Daneben wurden natürlich Kurse über die Holzerarbeiten und Waldpflege besucht. Andreas Ackermann absolvierte die Lehre im Staatswald Ärgera. «Die Ausbildung zum Forstwart ist vielseitig», erklärte der 19-Jährige. Für ihn bedeute sie wahrscheinlich nur eine Erstlehre, fügte er bei.

«Idee für besonderes Herbarium musste reifen»

Das Pflichtenheft für die Forstwartlehrlinge sieht vor, dass in jedem der drei Lehrjahre ein Herbarium von je 15 Baum- oder Sträucherarten abgegeben werden muss. Diese zusammengetragenen Blätter, Zweiglein, Blüten und Samen wollte Andreas nicht nur in einem Classeur sammeln. Er stellte sich etwas Originelles und Beständiges vor. «Die Konkretisierung dieser Idee brauchte Zeit», sagt er. Deshalb habe er mit dieser aufwändigen Arbeit erst im dritten Lehrjahr begonnen.

Das Herbarium besteht aus drei ausgehöhlten Baumstrünken. In alle drei Baumstrünke wurden Möbel mit flachen Schubladen eingepasst. Auf diesen Tablaren wurden die gesammelten Blätter, Zweiglein usw. fein säuberlich aufgeklebt und beschriftet. Das dreiteilige Herbarium enthält Sammlungen über 15 Nadelbäume, 31 Laubbäume und 50 Sträucher.

Für die Erstellung dieses baumstarken Herbariums durfte Andreas Ackermann auf die logistische und materielle Unterstützung seines heutigen Arbeitgebers, Moritz Boschung auf der Alp Stoss, zählen. Dies erklärt auch, weshalb das Herbarium zurzeit im Eingang der Alphütte steht.

An der Diplomfeier vom 11. Juli durfte Andreas Ackermann für das mit der Bestnote 6.0 bewertete Tagebuch und das originelle Herbarium den Preis des Freiburgischen Waldwirtschaftsverbandes entgegennehmen.

Vom Wald auf die Alp

«Schon als Schüler bin ich als Andersdenkender aufgefallen», räumt Andreas Ackermann ein. Wie anders? «Rücksicht auf Natur und Umwelt nehmen», lautet seine Antwort. Schon ab der fünften Klasse sei er in den Schulferien und während der Lehre in der Freizeit auf die Alp Stoss gekommen. Er schätze die Gesinnung von Moritz Boschung sowie die ganze Atmosphäre auf dem Stoss. Die Alp wurde ihm zu einem zweiten Daheim und er hat dort das Hirten und den Umgang mit den Tieren gelernt.

Diesen Sommer arbeitet Andreas Ackermann als Melker auf der Alp. Er logiert auf der Alp «Grosser Ättenberg». Nebst der Betreuung der 24 Kühe sind ihm auch die Käsepflege auf der Alp Stoss sowie die Kontrolle der etwa 270 Tiere auf den verschiedenen Alpweiden in der Region Stoss, Ättenberg und Schwyberg anvertraut. Der Job auf der Alp ist sehr streng. Von 3 Uhr in der Früh bis um 12 Uhr mittags besteht ein volles Programm. Nach einer kurzen Siesta geht die Arbeit von 15 bis 19 Uhr wieder weiter.

Er habe diese Herausforderung aus Freude an der Arbeit angenommen, erzählt Andreas Ackermann. «Diese Arbeit gibt auch die Möglichkeit, die Grenzen meiner Belastbarkeit kennen zu lernen. Hier oben trifft man andere Leute, sei dies bei der Bewirtung auf der Alp Stoss oder sonst. Man kommt auf andere Gedanken. Die Arbeit auf der Alp mit den Tieren ist abwechslungsreich, interessant und naturverbunden», führt er aus.

Sich für Natur und Umwelt einsetzen

Auf seine Zukunftspläne will sich Andreas Ackermann noch nicht endgültig festlegen. Die Lehre als Forstwart bilde gute Voraussetzungen für die weitere Berufsbildung, ist er überzeugt. Er könnte sich eine Ausbildung zum Zimmermann vorstellen. Vorerst wolle er jedoch noch etwas die Welt kennen lernen und sich im Rahmen einer Organisation zugunsten der Natur und Umwelt einsetzen. Mit seinem Engagement möchte er einen Beitrag zur Erhaltung der Schöpfung leisten.

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