Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das Hobby als Husarenritt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: frank stettler

Rund 1500 Pferde werden an den vier Tage dauernden Concours-Wettkämpfen in Plaffeien an den Start gehen. Klar, dass bei einem solchen Gross-Event vieles organisiert werden muss. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, nicht nur logistisch. «Wir werden wohl Probleme mit der Zeit bekommen», sagt Anja Peissard vom verantwortlichen Reit-Club Buecha. «Obwohl das OK eingespielt ist, gibt es eine Menge zu tun.» Dies hält die 24-Jährige aber nicht davon ab, selber in den Sattel zu steigen. «Eigentlich sollte man es unterlassen, beim eigenen Concours mitzumachen. Es wäre aber schade, es kommen so viele Leute vorbei, die dich sonst nie reiten sehen.»

1000 Franken im Monat

1500 Pferde sind Zeichen dafür, dass der Reitsport boomt. «Es ist sicher eine Trendsportart, aber noch immer in der gehobenen Klasse», so Peissard. Selbstredend hängt dies mit den erheblichen Kosten zusammen, die dieses Hobby mit sich bringt. «400 Franken monatlich muss ich für mein Pferd allein für Futter und Hufschmied aufwenden. Hinzu kommen die Fahrtkosten und Startgelder für die Springkonkurrenzen. So auf 1000 Franken im Monat komme ich schon», rechnet Anja Peissard vor. Sie hat den Vorteil, dass ihre Eltern in St. Silvester einen eigenen Stall besitzen. «Müsste ich mein Pferd in einer Pension unterbringen, wäre dies wie der Unterhalt einer Zweitwohnung.»

Anja Peissard wurde früh vom Reitfieber gepackt. Die Eltern der kaufmännischen Angestellten, die im Herbst eine Ausbildung zur Primarlehrerin in Angriff nimmt, waren ebenfalls Concours-Reiter. «Für mich war reiten immer das Grösste», so Peissard, die 2005 Freiburger Meisterin der Junioren wurde. Jeden Tag investiert sie zwei bis drei Stunden in den Unterhalt ihrer zwei Pferde. «Hinzu kommt seit Ende März praktisch an jedem Wochenende ein Concours.» Für Anja Peissard war immer klar, dass sie Wettkämpfe bestreiten will: «Dieses Hobby beansprucht so viel Zeit, die Investitionen sind so gross, da will man sich mit anderen messen und sehen, wie effizient man arbeitet.» Die Betreuung der Pferde ist also zeit- und kostenintensiv, hinzu kommt der Job. Reiten – ein Hobby, welches einem Husarenritt ähnelt.

Mädchenträume

Ihr aktuelles Wettkampf-Pferd, Pepite de la Cense, hat sie selber aufgebaut. «Bei einem Auslandaufenthalt in Frankreich habe ich Pferde zugeritten, darunter Pepite de la Cense. Damals war das Pferd drei Jahre alt. Heute ist es acht.» Doch bereits auf dem höchsten Niveau der regionalen Reiter (RIII, RIV) werden fertig ausgebildete Turnierpferde gekauft. «Das kann dann schon mal bis zu 100000 Franken gehen. Viele Reiter auf diesem Niveau sind bereits Halb-Profis.»

Den Traum vom Profitum hatte auch Peissard. «Das waren Mädchenträume. Letztlich war es aber nie ein Thema, schon rein finanziell nicht. Als ambitionierter Junior muss man Privatschulen besuchen, sonst geht das vom Aufwand her gar nicht.» Die Ziele der Senslerin sind deshalb bescheidender. «Mir fehlt noch der regionale Titel RIII. Ich musste lange mein Pferd aufbauen, jetzt kann ich wieder angreifen.»

Brachte ihr Pferd Pepite de la Cense aus Frankreich mit: Anja Peissard.Bild Fabienne Bujard-Ebener

Mehr zum Thema